Teslas CEO Elon Musk spricht vor der Enthüllung des Teslas Modell Y in Teslas Designstudio in Hawthorne, Kalifornien. Der Tesla-Chef muss sich vor einem Gericht in Los Angeles wegen Beleidigung verantworten. (zu dpa «Pädophilie-Vorwurf auf Twitter: Prozess gegen Elon Musk beginnt») +++ dpa-Bildfunk +++ dpa/Jae C. Hong

Im Januar behauptete er vor Investoren, dass seine Teslas in naher Zukunft völlig autonom und besser als menschliche Fahrer auf den Straßen unterwegs sein werden. Das Problem an Elon Musks Behauptung: es war Aufschneiderei. Das zumindest soll sein eigener Autokonzern bei einer Befragung durch die kalifornische Verkehrsbehörde DMV schriftlich zugegeben haben.

Die Webseite „The Verge“ hatte Einsicht in einen Fragenkatalog bekommen, den die DMV-Behörden an Tesla geschickt hatten. Die Fragen waren an Miguel Acosta, Chef der Autopilot-Software Abteilung gerichtet. Der wurde gefragt, ob Musks Angaben stimmen, dass es bis zu Ende 2021 völlig eigenständig steuernde Teslas geben wird. Die Antwort: „Elons Aussagens stimmen nicht mit dem Stand der technischen Realität überein. Teslas Autopilot operiert zur Zeit auf Level 2. Um Elons Ankündigungen zu erfüllen, müssten wir Level 5 erreichen.“ Laut DMV wollte sich Tesla dann aber nicht verbindlich äußern, ob der „L5“-Level bis zum Ende des Kalenderjahres erreicht werden kann.

Lesen Sie auch: Völliger Kontrollverlust! Tesla rammt gegen Ampelmast und nimmt Verkehrszeichen mit  >>

Level 2 bedeutet, dass der Wagen von allein lenken, Gas geben und abbremsen kann. Allerdings muss dabei immer ein Mensch auf dem Fahrersitz sein und mindestens eine Hand am Steuer haben. Nur dass der Tesla-Autopilot ausgetrickst werden kann, in dem man zum Beispiel mit dem Fuß gegen das Lenkrad tritt. Genauso wie es ein Mann auf der Bay Bridge in San Francisco tat, der sich vom Autopiloten seines Model 3 auf dem Rücksitz chauffieren liess. Das YouTube-Video eines zweiten Autofahrers, der den führerlosen Tesla überholte, ging viral und dem Mann droht ein saftiges Strafmandat.