In Oberhausen befreiten Polizisten eine Taube aus einem geschlossenen Laden. Foto: dpa/Polizei Oberhausen

Manchmal wirkt es so, als gäbe es auf der Welt nur ein einziges Thema - die Corona-Pandemie. Doch überall auf der Erde passieren auch fernab der Ausbreitung des Virus, fernab von Impfungen, Immunität und Lockdown, spannende Geschichten, so auch am Sonnabend. Manche sind besonders skurril, denkwürdig, spektakulär oder einfach nur schräg - wie diese. Lesen Sie hier die besonderen Meldungen des Tages!

Landmine entpuppt sich als Schirmständer

Eine Entschärfung war letztendlich nicht notwendig: Nach dem Fund einer vermeintlichen Landmine in einem unbewohnten Haus im bayerischen Schlüsselfeld hat die Polizei Entwarnung gegeben. Der Gegenstand hatte sich als Schirmständer entpuppt. Der „wie ein Sprengkörper aussehende Gegenstand“, wurde bei Renovierungsarbeiten entdeckt, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Nach dem Fund am Freitagmittag sei zur „Einschätzung des Gefahrenpotentials“ und einer möglichen Entschärfung eine Technische Sondergruppe der Polizei angefordert worden. Diese habe allerdings Entwarnung geben können: Es handele sich um einen Schirmständer, der Jahre zuvor entsorgt worden sei.

Schlüsseldienst befreit Taube aus geschlossenem Geschäft

Mit der Hilfe eines Schlüsseldienstes ist eine Taube nach fast einer Woche aus einem leerstehenden Ladenlokal im nordrhein-westfälischen Oberhausen befreit worden. Seit Montag hätten Anwohner und Tierschützer sich wiederholt bei Polizei und Feuerwehr gemeldet und um die Rettung des Tieres gebeten, teilte die Polizei mit. Nachdem sie keinen Eigentümer oder Hausverwalter ausfindig machen konnte, wurde schließlich der Schlüsseldienst beauftragt. Das eingefangene Tier kam in die Obhut des Taubenschutzvereins.

Rekord-Drogenfund im Niger: 17 Tonnen Cannabis beschlagnahmt

Insgesamt 17 Tonnen Cannabis im Schwarzmarktwert von mehr als 30 Millionen Euro haben Fahnder im westafrikanischen Land Niger beschlagnahmt. Vorausgegangen waren mehrmonatige Ermittlungen der nigrischen Behörden, erklärte Generalstaatsanwalt Sayabou Maman am späten Freitagabend. Das in einem Vorort der Hauptstadt Niamey konfiszierte Rauschgift stammt nach Behördenangaben aus dem Libanon und wurde über den Hafen Lomé in Togo geschmuggelt. Es sollte im Niger aufbereitet und dann an weitere Bestimmungsorte gehen.

Twitter-Chef versteigert digitale Kopie von erstem Tweet

Kurz vor dem 15. Geburtstag von Twitter versteigert der Mitgründer und heutige Chef Jack Dorsey eine digitale Kopie des allerersten Tweets. Obwohl der Käufer im Prinzip nur eine elektronische Signatur erwirbt, während die Twitter-Nachricht weiterhin für alle online verfügbar ist, lag das höchste Gebot zum Samstag bei 363.000 Dollar (305.000 Euro). Dorsey schrieb am 21. März 2006 „just setting up my twttr“ (etwa: „ich richte gerade mein twttr ein“, wie die Plattform heißen sollte).

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Der Twitter-Chef verkauft die Kopie als sogenanntes NFT (non-fungible token), dessen Echtheit mit der Blockchain-Datenkette der Krypto-Währung Etherium abgesichert wird. Die Blockchain ist im Grunde eine Datenbank, die alle Transaktionen mit einem digitalen Artikel speichert und auf viele Rechner im Netz verteilt ist, was sie fälschungssicher macht. Aktuell erlebten NFT einen kleinen Boom: Damit signierte digitale Kunstwerke wurden zum Teil für mehrere hunderttausend Dollar verkauft.

Verstärkte Nachfrage nach Gitarren in der Pandemie

In der Pandemie steigt das Interesse an der Gitarre. „Wir verzeichnen tatsächlich eine sehr positive Entwicklung beim aktiven Musizieren seit dem ersten Lockdown“, sagte Daniel Knöll, Geschäftsführer beim Branchenverband Somm (Society Of Music Merchants) mit Sitz in Berlin. „Es wurden verstaubte Instrumente wieder aus der Ecke gezogen oder vom Dachboden geholt und zur Reparatur gebracht. Aber auch beim Verkauf von neuen Gitarren gibt es einen deutlichen Anstieg.“ Laut Verband stieg die Nachfrage nach elektrischen Gitarren von Januar bis November 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 30 Prozent, bei den akustischen Gitarren um 20 Prozent.

Borschtsch-Marathon in der Ukraine: 25 Köche kochen Rote-Beete-Suppe

Mit einem Borschtsch-Marathon will die Ukraine ihre Bewerbung um den Unesco-Welterbe-Titel für die Rote-Beete-Suppe untermauern. In der Hauptstadt Kiew versammelten sich am Freitag 25 Köche und Köchinnen aus dem ganzen Land, um ihre Version des politisierten Nationalgerichts zuzubereiten. Denn während Borschtsch im Westen vielen als Symbol der russischen Küche gilt, beansprucht die Ukraine das Gericht für sich - als Teil ihres nationalen Erbes mit Ursprung im 14. Jahrhundert. „Wir müssen das nehmen, was wir haben, was wir lieben und viel darüber reden, viel dafür werben und es so gut wie möglich bewahren“, sagte der Organisator des Koch-Events, Jewgeni Klopotenko.