Moderatorin und „Tagesschau“-Sprecherin Judith Rakers
Moderatorin und „Tagesschau“-Sprecherin Judith Rakers Imago/Stefan Schmidbauer

Judith Rakers ist wohl eine der bekanntesten Personen in Deutschland. Die 46-Jährige moderiert seit 2005 die „Tagesschau“, seit 2008 ist sie auch in der Hauptausgabe um 20 Uhr zu sehen. Zusammen mit Stefan Raab und Anke Engelke führte sie durch den ESC 2011 in Düsseldorf und sie tritt auch immer wieder in anderen TV-Produktionen auf. Doch diese Prominenz hatte schon früh ihre Schattenseiten, wie Judith Rakers nun verriet. Seit vielen Jahren hat sie einen Stalker.

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Judith Rakers schockt im Podcast „1 plus 1 – Freundschaft auf Zeit“

Rakers sprach das Thema in der SWR-Podcast-Reihe „1 plus 1 – Freundschaft auf Zeit“ an, wo sie und die Berliner Moderatorin Ariana Barborie sich kennenlernen sollen. In der zweiten Folge erzählte sie, dass alles eigentlich ganz harmlos angefangen habe. Vor zwölf Jahren habe ein Mann ein Autogramm von ihr haben wollen, doch dabei sei es nicht geblieben. Wenig später folgten Briefe mit Liebes- und Gewaltfantasien. „Er hatte diese fixe Idee, dass wir zusammengehören“, erzählt Rakers. „Danach schrieb er, dass er mich mitnehmen müsse in die untere Welt. Also ganz krankes Zeug.“

Rakers bekam es verständlicherweise mit der Angst zu tun, denn der gruselige Brief-Stalker habe dann angefangen einen Countdown von zehn herunterzuzählen. „Dann entwickelten sich die Bereife zu einer Mischung von Gewaltfantasien und Liebesschwüren.“ Rakers zeigte die Briefe einem Kollegen, der als Polizeireporter arbeitet und der entschied: Sie müsse sofort zur Polizei gehen. Dort legte sie die 40 bis 50 empfangenen Briefe vor.

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Judith Rakers und ihr Brief-Stalker aus dem Knast: Die Polizei konnte nicht helfen

Die Beamten fanden schnell heraus, dass die Absende-Adresse ein Gefängnis war, der Autor der Briefe ein Insasse, der wegen schwerer Verbrechen im Gefängnis saß. Das Beängstigende: Der Countdown lief auf den Tag seiner Entlassung hin. „Es war mir mulmig geworden, obwohl es schwierig ist, mich in Angst zu versetzen“, gab Rakers im Podcast zu.

Doch wirklich eingreifen konnte die Polizei nicht. Sie beschrieben Judith Rakers, wie ihr Stalker aussieht, damit sie ihn erkennen würde, wenn er vor ihr stehe. Die Briefe selbst seien laut Polizei noch keine Straftat gewesen, berichtete Rakers. Die Polizisten hätten noch mit dem Gefängnisleiter gesprochen und der sorgte offenbar dafür, dass der Countdown aufhörte. Doch acht Tage später gab es wieder einen Brief: Der Mann war frei und schrieb: „Hallo Judith. Viele Grüße aus Rotenburg.“

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Es war keine einfache Zeit für Judith Rakers, doch zum Glück kam der Mann nach zwei Wochen wieder ins Gefängnis. Doch da wird er nicht für immer bleiben. Wenn es so weit sein sollte, wird die Polizei Judith Rakers aber informieren. „Ich bin immer in Erwartung dieses Anrufes“, sagt sie bei „1 plus 1 – Freundschaft auf Zeit“. Ein schönes Gefühl ist das sicher nicht.