Sylt: Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 1500! (Symbolbild) dpa/Axel Heimken

Nach einer Häufung von Corona-Infektionen auf der Nordseeinsel Sylt ermittelt auch die Polizei. Die Beamten gehen dem Verdacht nach, dass Gäste einer Weihnachtsfeier in einer Diskothek in Kampen sich mit gefälschten Impfpässen verbotenerweise Zutritt verschafften und so den Ausbruch mit verursachten, wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe am Dienstag berichteten. „Die Ermittlungen zum Fall laufen“, sagte ein Polizeisprecher.

Die Inzidenzen in Schleswig-Holstein steigen derzeit drastisch an, Hintergrund ist mutmaßlich die Ausbreitung der leicht übertragbaren Omikron-Variante des Coronavirus. Nach Angaben der Kieler Landesregierung lag die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Nordfriesland, zu dem auch Sylt gehört, am Montag bei annähernd 700. Dem Kreis zufolge waren am Montag auf Sylt 477 Menschen an Corona erkrankt, weitere knapp 600 befanden sich in Quarantäne.

Sylt: Gastronomen schließen freiwillig

Laut Funke-Bericht entspricht das einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 1500 für die Gemeinde Sylt. Weiteren Medienberichten zufolge reagierten inzwischen zahlreiche Gastronomen und Hoteliers auf der Touristeninsel auf den Ausbruch. Sie schlossen freiwillig ihre Häuser oder zogen ihre ohnehin anstehenden Betriebsferien vor.

Dem Funke-Bericht zufolge richten sich die Ermittlungen der Polizei gegen bis zu drei Besucher der Party. Auch der Kreis Nordfriesland geht demnach davon aus, dass viele der Infektionen auf Sylt auf die Weihnachtsfeier in der Disko zurückzuführen sind.