Nach der Party ist vor der Party: An der Turmbühne, der größten Bühne auf dem Fusion-Festival, tanzen die Menschen.
Nach der Party ist vor der Party: An der Turmbühne, der größten Bühne auf dem Fusion-Festival, tanzen die Menschen. Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild

Fieses Souvenir von der Fusion: Beim Fusion-Festival in Lärz in Mecklenburg-Vorpommern, das vom 29. Juni bis 4. Juli stattfand, haben sich Hunderte Menschen mit Corona angesteckt. In einem Forum des Festivals zählen die heimgekommenen Besucher, besonders viele von ihnen aus Berlin und Brandenburg,  ihre Infektionen selbst. 550 Corona-Fälle wurden bis Donnerstagnachmittag gezählt.

Die Polizei gab bereits am Mittwoch eine erste Bilanz bekannt. Demnach waren zum Festival insgesamt 75.000 Menschen auf den ehemaligen Militärflugplatz in Lärz gekommen. Rund 500 Polizisten waren im Einsatz.

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Neben der Bilanz der Corona-Infektionen gab es auch eine der Polizei:

Bei Kontrollen wurden 56 Autofahrerinnen und -fahrer festgestellt, die wohl unter Drogeneinfluss Fahrzeuge führten, zudem wurden 80 Strafanzeigen wegen illegalen Drogenbesitzes gestellt. Als „herausragend“ nannte die Sprecherin den Aufgriff zweier mutmaßlicher Drogendealer, bei denen eine Vielzahl von Rauschgiftarten, darunter 8200 sogenannte LSD-Trips, beschlagnahmt wurden. Die 31- und 32-jährigen Tatverdächtigen kamen in Untersuchungshaft. Der Straßenverkaufswert dieser Drogen liege bei einer sechsstelligen Summe.

Wartezeiten auf dem Bahnhof in Neustrelitz sorgen für Debatte

Mit einer Reihe von Sonder- und Entlastungszügen habe die Deutsche Bahn die Situation entspannen können; so mussten Fusion-Besucher laut Polizei auch zu Spitzenzeiten am Bahnhofsvorplatz sowie auf den Bahnsteigen in Neustrelitz maximal eine Stunde warten. Die Fusion-Organisatoren stellen das anders da und sprechen von anlasslosen Kontrollen durch die Bundespolizei am Bahnhof und langen Wartezeiten.

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Bei der Polizeiwache unmittelbar am Festivalgelände wurden vier Diebstähle, eine gefährliche Körperverletzung und eine Sachbeschädigung angezeigt. Die Polizei ermittelt auch wegen des Verdachts der Verletzung des Intimbereichs durch Bildaufnahmen. Einen ähnlichen Fall von illegalen Bildaufnahmen in einer Dusche hatte es schon einmal in Lärz gegeben.