Im Auto erschossen. Unmittelbar vor dem Park waren die Touristen von drei bewaffneten Tätern gestoppt worden. Als sich die Touristen weigerten, das Auto zu verlassen und die Türen verriegelten, habe ein Täter das Feuer auf den Fahrer des Wagens eröffnet.
Im Auto erschossen. Unmittelbar vor dem Park waren die Touristen von drei bewaffneten Tätern gestoppt worden. Als sich die Touristen weigerten, das Auto zu verlassen und die Türen verriegelten, habe ein Täter das Feuer auf den Fahrer des Wagens eröffnet. dpa/Selvy Mohlala/SAPS Mpumalanga

Es sollte ein Traumurlaub werden und endete tödlich. In Südafrika starb ein deutscher Tourist. Im Auto, unterwegs zum weltberühmten Kruger-Nationalpark, waren der Mann und seine drei Begleiter überfallen worden.

Die vier Urlauber waren auf dem Weg zur Mdluli Safari Lodge, die im Süden des Kruger-Nationalparks liegt. Auf der Zufahrtsstraße rund 35 Kilometer vor dem Numbi Gate, über das viele Touristen den Nationalpark erreichen, wurde der Hyundai der deutschen Touristen von drei bewaffneten Angreifern gestoppt. „Die Täter forderten die Touristen auf, die Fahrzeugtüren zu öffnen“, erklärte Selvy Mohlala, Sprecher der südafrikanischen Polizei.

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Der Fahrer habe jedoch alle Türen verriegelt, bevor er mit dem Auto noch rund 100 Meter zurückgesetzt und gegen eine Mauer geprallt sei. Einer der Angreifer eröffnete das Feuer und schoss dem Fahrer des Wagens durch die Scheibe in den Oberkörper. Der Mann starb noch am Tatort. Angaben zu seinem Alter oder der genauen Herkunft machten die Ermittler zunächst nicht.

Belohnung zur Verhaftung der Kriminellen ausgesetzt

Der Zwischenfall ist ein schwerer Schock für die südafrikanische Tourismusbranche, die sich nach der Corona-Pandemie endlich wieder zu erholen schien. „Wir sehen wieder mehr internationale Touristen, die unser Land besuchen“, sagte Oupa Pilane, stellvertretender Vorsitzender des Southern African Tourism Services Association (Satsa) der Deutschen Presse-Agentur.

Die regionale Fremdenverkehrskammer setzt auf eine schnelle Aufklärung des Vorfalls. In einer Stellungnahme am Dienstag hat diese eine Belohnung von 50.000 südafrikanischen Rand (rund 2800 Euro) ausgesetzt, für Informationen, die zur Verhaftung der weiter flüchtigen Angreifer führen.

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Tourismus-Lobbyist Pilane kündigte direkt schärfere Sicherheitsmaßnahmen für die touristischen Schlüsselregionen des Landes an. So soll die Zufahrtsstraße zum Numbi Gate künftig mit Kameras überwacht werden. Private Sicherheitspatrouillen gibt es bereits seit mehreren Monaten. 

In Südafrika ist die Kriminalitätsrate weiterhin hoch. Eine kürzlich veröffentlichte Polizeistatistik des Landes zeigt, dass die Mordrate im Land im ersten Quartal dieses Jahres um 11,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist.

Das Auswärtige Amt warnt etwa vor Überfällen bei Autobahnfahrten im städtischen Umland. Das Ministerium empfiehlt, bei Überfällen keine Gegenwehr zu leisten, da die Täter zumeist bewaffnet sind.