Timmendorf: Für die gesamte deutsche Ostseeküste wurde am Mittwoch eine Sturmflutwarnung herausgegeben.
Foto: dpa/Jens Büttner

Eine Sturmflut hat am Mittwoch die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns und Schleswig-Holsteins erreicht. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) rechnet für die gesamte deutsche Ostseeküste mit Wasserständen zwischen 1,10 Metern und 1,30 Metern über dem mittleren Wasserstand. Der Höhepunkt wird am Mittwochabend erwartet.

Bei Spitzenböen bis Windstärke 10 oder 11 und nordöstlicher Windrichtung könnte das Wasser in Greifswald auf 1,4 Meter über Normal steigen, sagte Metorologe Stefan Kreibohm im NDR. Am Mittag sei der Pegelstand bereits auf knapp 1,3 Meter über Normal geklettert, in Stralsund und Wismar habe er bei ungefähr 1,05 Meter über Normal gelegen. In Karlshagen auf Usedom sei am Mittag eine Orkanböe mit einer Windgeschwindigkeit von 122 km/h gemessen worden.

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Auf Rügen wurden wegen des Sturms mehrere Straßen gesperrt, im Landkreis Vorpommern-Greifswald fielen zahlreiche Bäume um. Das Sperrwerk in Greifswald wurde vorsorglich geschlossen. Der Fährverkehr zwischen Hiddensee und Schaprode sowie zwischen Hiddensee und Stralsund wurde eingestellt.

In der Lübecker Innenstadt wurden am Mittag Straßen und Parkplätzen überschwemmt. Die Stadt hatte am Morgen dazu aufgerufen, Autos aus den gefährdeten Bereichen zu entfernen. Erst am Nachmittag wird der Scheitelpunkt des Hochwassers erwartet und frühestens am Abend beruhigt sich die Lage dann wieder.

In der Lübecker Bucht sind sogar Wasserstände bis 1,40 Meter über dem mittleren Wasserstand möglich, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) mitteilte. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes kann es in Schleswig-Holstein zu Böen der Windstärke 8 bis 9 kommen.