Vierbeinige Lieblinge können die Altersdemenz ihrer Herrchen und Frauchen hinauszögern. Christin Klose/dpa-tmn

Wenn das kein Grund ist, sich im Rentenalter ein Haustier zuzulegen. Denn nach einer neuen Studie der Universität von Michigan können die vierbeinigen Lieblinge Altersdemenz ihrer Herrchen und Frauchen hinauszögern.

Die Forscher des UM Medical Centers hatten 1369 Erwachsenen im Durchschnittsalter von 65 einen Fragebogen gegeben, der ihre Gedächtnisfunktionen und Kombinationsfähigkeiten analysierte. Aus den Antworten wurde eine „kognitive Punktzahl“ errechnet, die zwischen 0 und 27 lag. Zusätzlich wurde ermittelt, dass mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Testpersonen ein Haustier besaß, insgesamt 32 Prozent hatten ihr Haustier mindestens schon fünf Jahre. Um was für ein Haustier es sich handelte, musste nicht angegeben werden.

Haustiere sorgen für Stressminderung

In den nächsten sechs Jahren wurden die Tests jährlich wiederholt. Das Ergebnis: Die durchschnittliche kognitive Punktzahl sank bei allen Teilnehmern, bei den Langzeit-Haustierbesitzern allerdings am langsamsten. Ihre Punktzahl war nach sechs Jahren im Schnitt um 1,2 Punkte höher als bei Nicht-Haustierbesitzern.

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Studienleiterin Dr. Tiffany Braley im Fachjournal der American Academy of Neurology: „Wir glauben, dass die Haustiere einerseits für Stressverminderung sorgen und andererseits dafür, dass sich die Besitzer mehr körperlich bewegen. Beides kann einen positiven Einfluss auf Gedächtnisfunktionen haben.“

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Die Forscher wollen eine Nachfolge-Studie machen und dabei feststellen, welche Art von Haustier am besten ist, um einsetzende Demenz zu verlangsamen.