In vielen Supermärkte ist die Abgabe von Speiseöl derzeit limitiert. Imago/Manuel Geisser

Ja, das Speiseöl in den deutschen Supermärkten wird knapp. Das liegt allerdings nur zu einem Teil am Krieg in der Ukraine, die als wichtiger Lieferant für Sonnenblumenöl gilt, aber eben auch an dem egoistischen Verhalten der deutschen Verbraucher. Denn einige von ihnen sparen angesichts knapper Rohstoffe nicht an dem Öl, sie versuchen sich schlicht alle auffindbaren Reserven unter den Nagel zu reißen - andere gucken dann in die Röhre. Nun ist in Asperg, im Landkreis Ludwigsburg, ein Streit um das kostbare Fett eskaliert.

Streit um 30 Flaschen Speiseöl eskaliert in Supermarkt in Asperg

Der Zoff in dem Supermarkt ereignete sich laut einem Bericht der Polizei bereits am Donnerstag. Gegen 17 Uhr betrat eine fünfköpfige Gruppe den Laden, ihr Ziel: 30 Flaschen Speiseöl! Deutlich mehr als der Markt aktuell bereit war abzugeben. Denn wie bereits im ersten Corona-Lockdown, als der Einzelhandel die Abgabe von Klopapier rationierte, rationieren Supermärkte nun die Abgabe von Sonnenblumenöl, um Hamsterkäufe zu verhindern.

Und so akzeptierte die 43 Jahre alte Kassiererin die auf Kassenband gestellte Menge Speiseöl nicht. Nach Medienberichten wollte die Gruppe sage und schreibe 30 Flaschen Speiseöl kaufen. Als die Kassiererin auf die Maximalmenge von einer Flasche pro Person hinwies, tickten laut Polizei zwei Männer aus der Gruppe aus.

Wegen Sonneblumenöl: Männer bedrohen Kassiererin

Die beiden schrien die Kassiererin an, drohten ihr beim Verlassen des Ladens sogar mit dem Tode! Bams zitiert die Verkäuferin: „Sie drohten, ich würde den nächsten Tag nicht mehr erleben und sie würden hier alles kaputt schlagen.“ Laut Stuttgarter Zeitung sollen die Speiseöl-Hooligans sogar angekündigt haben, den Supermarkt anzuzünden.

Das wollte ein 36-jähriger Kollege der Kassiererin offenbar nicht so stehen lassen, folgte der Gruppe mit einem Nudelholz in der Hand zu ihrem Auto. Die Männer, noch immer recht aufgebracht, griffen daher zu Ziersteinen aus einem Steinkübel, was den Mitarbeiter wieder zur Flucht in den Markt zwang. Die Kunden nutzten den Moment und verließen den Parkplatz. Die Ermittlungen der Polizei laufen weiter.

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Bereits vor zwei Jahren, als wegen Hamsterkäufen das Klopapier in deutschen Supermärkten und Drogerien knapp wurde, kam es immer wieder zu teils tumultartigen Szenen, in denen sich Hamsterkäufer über die Abgabebeschränkung echauffierten.