Beim Eintreffen der Polizei endete die wilde Fahrt in einer Baustelle. (Symbolbild)
Beim Eintreffen der Polizei endete die wilde Fahrt in einer Baustelle. (Symbolbild) dpa/Jonas Güttler

Zeugen müssen an einen wilden Hollywood-Streifen geglaubt haben, als sie auf der Autobahn im sächsischen Vogtland einen Mann auf der Motorhaube eines Pkw mitfahren sahen.

Angefangen hatte das Drama bei einem Streit zwischen zwei Autofahrern, in dessen Verlauf ein 23-Jähriger mehrere Kilometer lang auf der Motorhaube seines Kontrahenten mitfuhr. Wie die Polizei in Zwickau am Montag mitteilte, konnte sich der Mann auf der Motorhaube vier Kilometer lang festhalten, obwohl der Fahrer mehrfach versuchte, ihn durch Bremsen und Beschleunigen abzuschütteln.

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Nach Polizeiangaben war der 59-jährige Fahrer auf der Autobahn 72 unterwegs, als er den Wagen eines 23-Jährigen berührte. Der ältere Mann war stark alkoholisiert, wie sich später herausstellte. Auf Höhe einer Anschlussstelle hielten beide Fahrer zunächst an und stritten dort miteinander.

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Der 59-Jährige fuhr schließlich weiter, weil er womöglich wenig Lust verspürte, in seinem Zustand auf die Polizei zu treffen. Der 23-Jährige wollte ihn aufhalten, stellte sich vor das Auto und landete auf der Motorhaube. Die Fahrt endete erst nach vier Kilometern in einem Baustellenbereich, wo schließlich die Polizei eintraf. Der 59-Jährige muss sich nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten.