Polizeibeamte stehen am Tatort in der Nähe einer Haltestelle, um die ein Pavillion mit Sichtschutz angebracht wurde. Foto: Vifogra/dpa

Ein tödliches Drama spielte sich am frühen Freitagabend in Augsburg ab. Bei einem Streit, der an einer Bushaltestelle im Stadtteil Pfersee eskalierte, wurde ein 28-jähriger Mann getötet. Inzwischen hat die Polizei ein tatverdächtiges Paar in Haft. Die beiden waren zunächst geflüchtet.

In den frühen Morgenstunden wurden die 19-jährige Frau und der 27-jährige Mann als dringend tatverdächtig festgenommen. Nach ersten Erkenntnissen war das Opfer mit den beiden, als sie an der Bushaltestelle vorbeikamen,  in Streit geraten und wurde dabei tödlich verletzt. Das Paar war dann zu Fuß geflohen.

Einsatzkräfte hätten den 28-Jährigen bei ihrem Eintreffen "schwerstverletzt" auf der Fahrbahn vorgefunden, hieß es von der Polizei. Der Mann sei trotz umfangreicher Rettungsmaßnahmen eines Notarztes vor Ort gestorben.

Dem Paar wird nun vorgeworfen, an der Tötung des 28-Jährigen beteiligt gewesen zu sein. Die Ermittlungen zu den Hintergründen und dem Ablauf der Tat dauerten noch an. Die junge Frau und ihr Begleiter sollen Sonntag  einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Es geht um Verdacht auf Totschlag.

Polizeibeamte arbeiten am abgesperrten Tatort in der Nähe einer Haltestelle. Foto: Vifogra/dpa

Das Geschehen erinnerte an die Gewalttat am Augsburger Königsplatz vor knapp einem Jahr. Damals geriet ein 49-Jähriger mit einem Jugendlichen in Streit. Der 17-Jährige schlug zu, traf den Familienvater am Kopf. Der Mann erlitt eine Gehirnblutung und starb. Der 17-Jährige wurde Anfang November unter anderem wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer viereinhalbjährigen Jugendstrafe verurteilt. Dagegen legte die Verteidigung Revision ein.

Die Tat hatte in der Adventszeit 2019 in ganz Deutschland Schlagzeilen gemacht. Der 49-Jährige war mit seiner Ehefrau und einem befreundeten Paar abends in der Stadt unterwegs, als es zu einem Streit mit einer Gruppe Jugendlicher kam.