Im sächsischen Bautzen stauen sich LKW auf der Autobahn A4 Dresden - Görlitz auf eine Strecke von inzwischen 60 Kilometern. Foto:Robert Michael/dpa

Der durch Grenzkontrollen in Polen entstandene Stau an der Grenze von Sachsen und Brandenburg zum Nachbarland wächst immer weiter: In Sachsen staut es sich mittlerweile auf etwa 60 Kilometer. Auch im brandenburgischen Grenzgebiet wurden kilometerlange Staus gemeldet.

In Sachsen befand sich das Stauende am Mittwochmorgen an der Autobahn 4 zwischen den Anschlussstellen Uyst und Burkau, teilte die Polizeidirektion Görlitz mit. Der Stau wachse weiter. Auch auf der Autobahn 12 von Brandenburg nach Polen hatte es zuletzt Stau gegeben.

Es sei begonnen worden, alle Auffahrten auf der A4 ab Bautzen bis Görlitz zu sperren, erklärte die sächsische Polizei. Damit soll der Stau auf den Strecken im Nebenverkehr abgebaut oder vermieden werden. Die Polizei rät allen Autofahrern, die A4 weiträumig zu meiden. Nur Fahrzeuge, die unbedingt nach Polen müssten, sollten auf der Autobahn bleiben, weil der Grenzübergang Ludwigsdorf die einzige Möglichkeit für Fahrzeuge zum Grenzübertritt sei.

Polen hatte am Sonntag wegen der Coronakrise die Grenze für Ausländer geschlossen. Wegen der Megastaus nahm Außenminister Heiko Maas (SPD) am Dienstag mit seinem polnischen Kollegen Jacek Czaputowicz Kontakt auf. Im Anschluss kündigte das Auswärtige Amt an, dass sich beide "um Entspannung" bemühten.