Die Filme der Original-Trilogie mit Mark Hamill, Carrie Fisher und Harrison Ford sind echte Klassiker.
Die Filme der Original-Trilogie mit Mark Hamill, Carrie Fisher und Harrison Ford sind echte Klassiker. Imago/Prod.DB

Aktuell läuft auf dem Streaming-Portal Disney+ die neue „Star Wars“-Serie „Andor“. Sie zeichnet den Weg von Cassian Andor nach, den wir bereits aus dem Spin-off „Rogue One: A Star Wars Story“ kennen. Die Serie spielt damit logischerweise zwischen den Filmen „Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith“ und dem allerersten Kinofilm von 1977 „Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung“. Und damit dürfte bei einigen, die nicht allzu tief ins Universum von „Star Wars“-Erfinder George Lucas abgetaucht sind oder gar erst mit „Andor“ zu Fans werden, die Verwirrung bereits beginnen.

Denn der „Star Wars“-Zeitstrahl ist allein schon durch das Erscheinen der Filme – die Originaltrilogie erschien zwischen 1977 und 1983, die Prequel-Trilogie von 1999 bis 2005 und die Sequels ab 2015 – für Laien ziemlich durcheinander. Dass die inzwischen ziemlich zahlreichen Serien, Filme und Computerspiele, die von Disney zum Kanon gezählt werden, verschiedene Lücken zwischen den Filmen füllen, ohne dabei chronologisch vorzugehen, dürfte das Ganze noch verkomplizieren.

„Star Wars“: In welcher Reihenfolge soll man die Filme und Serien schauen?

Während viele „Star Wars“-Fans Anfängern dazu raten, die Trilogie-Filme in der Reihenfolge ihrer Erscheinung zu schauen und Spin-offs und Serien nach und nach einzustreuen, gibt es aber auch die Variante, alle „Star Wars“-Machwerke in chronologischer Reihenfolge zu schauen. Als Anker für die Zeit in „Star Wars“ gilt die Schlacht von Yavin, also die Zerstörung des ersten Todessterns in Episode IV. Alle anderen Zeitangaben nehmen darauf Bezug – also vor (VSY) oder nach (NSY) der Schlacht von Yavin.

Ewan McGregor und Hayden Christensen in den Prequels als Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker (später Darth Vader).
Ewan McGregor und Hayden Christensen in den Prequels als Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker (später Darth Vader). Imago/Ronald Grant

„Star Wars“: Alle Filme und Serien in chronologischer Reihenfolge

Will man also „Star Wars“ von vorne bis hinten schauen, so beginnt man am besten mit „Episode I – Die dunkle Bedrohung“, diese spielt 32 VSY. Als Nächstes kommt der Film „Episode II – Angriff der Klonkrieger“ an die Reihe, der 22 VSY spielt. Im gleichen Jahr wird der Animationsfilm „The Clone Wars“ sowie der Beginn der gleichnamigen Serie verortet. Die Serie läuft anschließend noch weiter bis ins Jahr 19 VSY, dem Jahr, in dem auch die Geschehnisse von „Episode III – Die Rache der Sith“ spielen. In der siebten Staffel von „The Clone Wars“ überschneiden sich die Handlungsstränge sogar.

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Ebenfalls im Jahr 19 VSY, aber nach dem Ende von „Episode III“, beginnt dann die animierte Serie „The Bad Batch“, die 2021 Premiere feierte. Eine zweite Staffel ist für Anfang 2023 geplant.

Bevor es mit Filmen und Serien weitergeht, reiht sich im Jahr 14 VSY das Videospiel „Star Wars Jedi: Fallen Order“ ein, das sich um den untergetauchten Jedi-Padawan Cal Kestis dreht.

Im Jahr 13 VSY spielen die Prologe der beiden Spin-off-Filme „Solo: A Star Wars Story“ und „Rogue One: A Star Wars Story“. Die eigentliche Handlung von „Solo“ findet dann im Jahr 10 VSY statt, die von „Rogue One“ im Jahr der Schlacht von Yavin, nämlich unmittelbar vor den Geschehnissen von Episode IV, dem allerersten „Star Wars“-Film.

„Star Wars“: Einiges los zwischen „Episode III“ und „Episode IV“

Doch bis es so weit ist, hat „Star Wars“ noch einiges an Serien-Material. Die im Sommer erschienene Serie „Obi-Wan Kenobi“ spielt im Jahr 9 VSY, die animierte Serie „Rebels“, die sich um die Jedi Kanan Jarrus und Ezra Bridger sowie die Pilotin Hera Syndulla dreht, spielt zwischen den Jahren 5 VSY und 1 VSY, zudem gibt es einen Epilog im Jahr 5 NSY, also im Jahr nach der Original-Trilogie.

Denn die spielt in den Jahren 0 („Episode IV“), 3 NSY („Episode V – Das Imperium schlägt zurück“) und 4 NSY („Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter“).

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Cassian Andor (Diego Luna) in der neuen „Star Wars“-Serie „Andor“
Cassian Andor (Diego Luna) in der neuen „Star Wars“-Serie „Andor“ Disney+

Danach geht es mit der Erfolgs-Serie „The Mandalorian“ und deren Spin-off „Das Buch von Boba Fett“ weiter. Beides spielt im Jahr 9 NSY. Dann beginnt (bislang) die noch kaum beleuchtete Zeitperiode im „Star Wars“-Universum. Erst im Jahr 33 NSY setzt die Handlung der kindgerecht animierten Serie „Star Wars: Resistance“ ein, die die Handlung der drei Sequel-Filme begleitet. „Episode VII“ und „Episode VIII“ spielen beide im Jahr 34 NSY, „Episode IX“ im Jahr 35 NSY.

„Star Wars“: Chronologische Reihenfolge nimmt Überraschungseffekte

Mit dieser Reihenfolge können Sie sich chronologisch durch die Geschichte von „Star Wars“ gucken. Dabei gehen aber einige einst eingebaute Überraschungsmomente verloren. So dürfte – Achtung Spoiler – die dramatische Verkündung von Darth Vader in „Episode V“, dass er der Vater von Luke Skywalker ist, niemanden überraschen, der die Episoden I bis III bereits gesehen hat. Wohl auch, um solche Momente zu retten, plädieren viele Fans, zuerst die Original-Trilogie zu schauen. Wer die Handlung mitsamt den Überraschungen allerdings schon kennt, der kann auch getrost in chronologischer Reihenfolge schauen.

Wer dann noch tiefer eintauchen will, kann sich durch die Comics und Bücher graben und so ein bisschen Hintergrundwissen anhäufen. Aber Vorsicht: Die allermeisten gedruckten Werke zu „Star Wars“ aus den Jahren vor der Disney-Übernahme im Jahr 2014 werden dem Legends-Bereich zugerechnet. Zum Kanon zählen nur offizielle Bücher und Comics aus den Jahren ab 2014.

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Die Serie „Andor“ übrigens, die aktuell auf Disney+ läuft, soll in einer ähnlichen Zeit wie die Serie „Rebels“ spielen. Die Handlung beginnt fünf Jahre vor der Schlacht von Yavin und soll am Ende der zweiten Staffel direkt in die Handlung von „Rogue One“ übergehen.