Ein Mann repariert nach einem Erdbeben im Dezember sein Haus auf der indonesischen Insel Java (Archivbild).
Ein Mann repariert nach einem Erdbeben im Dezember sein Haus auf der indonesischen Insel Java (Archivbild). Imago/ZUMA Wire/Algi Febri Sugita

Mega-Erdbeben vor der Küste Indonesiens und Osttimors! Am Dienstagmorgen (Ortszeit) hat ein schweres Beben den Boden im Inselstaat erschüttert. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke mit 7,6 an. Die indonesische Behörde für Meteorologie, Klimatologie und Geophysik (BMKG) schätzte die Stärke auf 7,9.

Das Zentrum des Bebens lag 427 Kilometer südlich der indonesischen Insel Ambon in einer Tiefe von 95 Kilometern, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Das ist relativ tief. Die Beben mit den größten Zerstörungen passieren in der Regel deutlich näher an der Oberfläche. Die BMKG meldete zudem mehrere Nachbeben der Stärke 5,5.

Mega-Erdbeben in Indonesien löst Tsunamiwarnung aus

Über Opfer oder größere Schäden wurde zunächst nichts bekannt. Eine von den indonesischen Behörden herausgegebene Tsunami-Warnung wurde rasch wieder aufgehoben. Befürchtete Wellen an den Küsten blieben nach ersten Berichten aus.

Auch in Australien waren die Erdstöße zu spüren: Mindestens tausend Einwohner der Stadt Darwin meldeten sie bei den Behörden. Einige sprachen in sozialen Medien von den schwersten Erschütterungen seit Jahrzehnten. Nach diesen Angaben dauerte das Beben zwei Minuten.

Indonesien liegt am sogenannten Pazifischen Feuergürtel, einem Bogen im Pazifischen Ozean, wo Erdplatten aufeinandertreffen. Dort liegen zahlreiche Vulkane. Indonesien wird wegen seiner Lage auf dem Feuergürtel häufig von Erdbeben erschüttert. Im November waren bei einem Beben der Stärke 5,6 auf der Hauptinsel Java mehr als 600 Menschen ums Leben gekommen.

Indonesien erholt sich noch von schwerem Erdbeben mit mehr als 600 Tote

Der Inselstaat erholt sich gerade noch von einem schweren Erdbeben auf der Insel Java vor mehr als drei Wochen. Dabei sind deutlich mehr Menschen ums Leben gekommen als zunächst bekannt gegeben wurde. Laut einer aktuellen Bilanz seien 602 Menschen gestorben, erklärte ein Sprecher der Verwaltung der Stadt Cianjur am Freitag. Bislang hatten die Behörden die Opferzahl mit 334 angegeben.

Adam begründete den Anstieg damit, dass viele Menschen in Cianjur ihre verstorbenen Angehörigen sofort beerdigt hätten, ohne die Behörden zu informieren. Diesen Fällen seien die Behörden nun nachgegangen.

Bei dem Erdbeben der Stärke 5,6 am 21. November waren auch tausende Menschen verletzt worden. Zehntausende Einwohner mussten wegen schwerer Schäden ihre Häuser verlassen. Besonders betroffen war die Stadt Cianjur. Wegen Indonesiens Lage auf dem Pazifischen Feuerring ereignen sich in dem südostasiatischen Land häufig Erdbeben und Vulkanausbrüche.