In der Gemeinde St. Moritz in der Schweiz gab es in zwei Luxushotels einen Corona-Ausbruch. Foto: dpa/GIancarlo Cattaneo

In der Schweiz setzt man nach wie vor trotz grassierender Corona-Pandemie auf eine Durchführung des für das Land so wichtigen Ski-Tourismus. Das hat sich nun im Nobel-Skiort St. Moritz gerächt. Nachdem sich dort dutzende Personen mit einer mutierten Variante des Coronavirus angesteckt haben, stellten die Behörden zwei Luxushotels unter Quarantäne.

Die rund 95 Gäste und 300 Angestellten der Hotels Badrutt’s Palace Hotel und Grand Hotel des Bains Kempinski dürfen die Gelände vorerst nicht verlassen. In beiden Luxusherbergen wurden zahlreiche Infektionen festgestellt. Laut Blick sollen sich die Betroffenen mit der südafrikanischen Variante des Virus infiziert haben. Diese sorgt zwar laut Experten bisher nicht für schwerere Krankheitsverläufe, soll sich aber noch schneller verbreiten als die Mutation aus Großbritannien. 

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„Zum Schutz der Gesundheit von Bevölkerung und Gästen hat das Gesundheitsamt die beiden Hotels unter Quarantäne gestellt und Corona-Tests für deren Mitarbeitende und Gäste angeordnet“, erklärte das Gesundheitsamt des Kantons Graubünden. Schulen und Skischulen wurden bis auf weiteres geschlossen. Das Tragen von Schutzmasken, wie es in vielen Teilen Europas schon üblich ist, wurde nun angeordnet.

Die Feriengäste haben ein mulmiges Gefühl. „Wir spüren die Unsicherheit und haben sicherheitshalber eine zweite Schutzmaske aufgesetzt“, sagt ein Urlauber-Pärchen dem Blick. Für Dienstag ist ein Massentest in der Gemeinde geplant. Die Behörde empfiehlt Touristen und Einwohnern „dringend“, daran teilzunehmen. Die Bevölkerung des Ortes wurde zudem dazu aufgerufen, die sozialen Kontakte in der nächsten Zeit zurückzufahren.

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Laut Blick handelt es sich besonders um Hotelangestellte, die positiv auf die Corona-Mutante getestet wurden. „Es handelt sich um keinen wilden Ausbruch, sondern um eine Häufung von Fällen“, heißt es aus der Taskforce „Corona II“.