Ein erschossener Eisbär liegt an der Küste. Der Polarbär hat auf Spitzbergen ein deutsches Crew-Mitglied des Kreuzfahrtschiffes „MS Bremen“ angegriffen. Foto: Gustav Busch Arntsen/Governor of Svalbard/AP/dpa

Auf der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen wurde in der Nacht zu Freitag ein Mann von einem Eisbären getötet. Nach Informationen der Behörden geschah der Angriff gegen 4 Uhr auf einem Campingplatz bei Longyearbyen. Die Identität des Toten war am Freitagmorgen noch nicht bekannt. Auf den Eisbären wurde auch geschossen. Als die Polizei eintraf, war das Tier jedoch verschwunden. Später wurde der Bär tot auf dem Parkplatz eines Flugplatzes gefunden.

In den vergangenen Tagen kam es häufiger vor, dass sich Eisbären der Siedlung näherten. In der Regel werden die Tiere vertrieben oder mit Helikoptern umgesetzt. Die Menschen in Longyearbyen sind dazu aufgerufen, die Ortschaft nicht unbewaffnet zu verlassen.

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Im Juli 2018 hatte ein Eisbär auf Spitzbergen ein deutsches Crew-Mitglied des Kreuzfahrtschiffes „MS Bremen“ angegriffen. Das Tier habe den Eisbärenwächter am Kopf verletzt, teilte der Veranstalter Hapag-Lloyd Cruises mit. Der Mann kam zur Beobachtung in ein Krankenhaus in Tromsø. Der Eisbär wurde erschossen.

Der Mann war nach Angaben von Hapag-Lloyd Cruises am Sonnabend mit anderen Wächtern – aber ohne Touristen – an Land gegangen. Zuvor hatte ein Sprecher des Rettungsdienstes von Nordnorwegen gesagt, zu der Attacke sei es gekommen, als eine Gruppe von Touristen in einem kleinen Boot auf einer Insel anlandete. Spitzbergen ist eine zu Norwegen gehörende Inselgruppe.