Gut genähte Mund-Nasen-Abdeckungen helfen extrem bei der Eindämmung der Corona-Pandemie. Foto: Imago-Images/Ralph Peters

Bei vielen vernünftigen Menschen ist es Konsens: Eine Mund-Nasen-Bedeckung hilft dabei, die Corona-Pandemie einzudämmen. Doch es gibt Unterschiede in der Wirksamkeit. Ein Forscherteam der Florida Atlantic University testete im Labor, welche Maskenarten wie durchlässig sind, wenn sie Husten oder Niesen ausgesetzt sind. 

Wichtig sei, dass sowohl Material als auch Konstruktion einen merklichen Einfluss auf die Maske hinsichtlich ihrer Tauglichkeit haben, betonen die Forscher um Siddhartha Verma im Fachblatt „Physics of Fluids“. Ein Problem bei Masken sei, dass sie nicht komplett dicht seien und auch nicht perfekt abschlössen.

Getestet wurden ein als Mund-Nasen-Bedeckung verwendetes Halstuch, eine Maske gemacht aus einem Stofftaschentuch, eine genähte doppellagige Maske aus Baumwolle und eine handelsübliche kegelförmige Maske. Masken für den medizinischen Einsatz waren nicht dabei. Die Masken wurden am Kopf einer Art Schaufensterpuppe angebracht. Mittels einer Pumpe wurde Niesen beziehungsweise Husten simuliert. 

Das Ergebnis: Die gut sitzende, genähte Maske hielt die Nies- und Husten-Tröpfchen am besten zurück. Im Laborversuch flogen die Partikel etwa 6,6 Zentimeter weit. Etwas schlechter war die handelsübliche kegelförmige Maske. Am schlechtesten schnitt das Halstuch ab. Die Partikel erreichten hier eine Weite von circa 1,1 Meter. Zum Vergleich: Beim Husten ohne Mund-Nasen-Bedeckung flogen die Partikel mit rund 2,4 Metern mehr als doppelt so weit.

Wichtig zu wissen sei, dass keine Maske zu 100 Prozent vor den Erregern schütze, sagte Verma. Daher sei es nötig, zusätzlich Abstand zu halten und Hände zu waschen. Das empfiehlt auch das Robert-Koch-Institut - zusätzlich zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen im öffentlichen Raum.