Lissabon in der Weihnachtszeit.  AP

Die Bundesregierung stuft die beliebten Urlaubsländer Spanien und Portugal wegen hoher Corona-Infektionszahlen von Samstag an als Hochrisikogebiete ein. Österreich wird dagegen von der entsprechenden Risikoliste genommen, wie das Robert Koch-Institut am Donnerstag bekanntgab.

Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

Ausgangssperren in Katalonien

Angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante führt Katalonien als erste spanische Region kurz vor Weihnachten wieder eine nächtliche Ausgangssperre ein. Diese gilt bereits ab Freitagnacht zwischen 01.00 Uhr und 06.00 Uhr in allen Städten mit über 10.000 Einwohnern, in denen die Siebentages-Inzidenz bei über 250 Infektionsfällen pro 100.000 Einwohner liegt. Kataloniens Oberstes Gericht hatte die Maßnahme zuvor ausdrücklich genehmigt. Sie trifft auf fast alle Städte zu.

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Darüberhinaus müssen Kataloniens Diskotheken wieder schließen, Restaurants dürfen nur die Hälfte der Gäste bewirten, die Auslastung von Fitnessstudios und Theatern wird auf 70 Prozent begrenzt. Die neuen Schutzmaßnahmen gelten zunächst für eine Frist von 15 Tagen.

Omikron lässt in Spanien Zahlen steigen 

In Spanien sind rund 80 Prozent der 47 Millionen Einwohner geimpft. Bis vor kurzem blieb das Land von dem europaweiten Anstieg der Infektionsfälle verschont, doch mit dem Auftreten der neuen Omikron-Variante schnellen auch hier die Zahlen wieder in die Höhe: Am Mittwoch verzeichneten die Behörden mit über 60.000 Infektionsfällen einen Rekord. Omikron machte in der Woche bis zum 12. Dezember bereits etwa die Hälfte aller Corona-Infektionen in Spanien aus. In der Vorwoche waren es nur 0,3 Prozent.