Sophie Grégoire Trudeau, die Ehefrau des kanadischen Regierungschefs. Sie erkrankte Mitte März an Covid-19. Foto: Chris Wattie / AFP

Als Sophie Grégoire Trudeau, Ehefrau des kanadischen Regierungschefs Justin Trudeau, positiv auf Corona getestet wurde, ging die ganze Familie in Quarantäne. Der Premier regierte von zu Hause aus, seine Frau erkrankte – und kümmerte sich dennoch um die Kinder. Nun erzählte sie, wie sie das forderte.

Es sei „nicht einfach“ gewesen. Ihr Mann habe während der häuslichen Quarantäne jeden Tag von 7 bis 21 Uhr in seinem Arbeitszimmer gearbeitet, berichtete Sophie Grégoire Trudeau (45) im Sender Radio-Canada. „Dann war ich für die Kinder zuständig.“ Zwei Jungen und ein Mädchen hat das Paar, den sechsjährigen Hadrien, Ella-Grace Margaret (11) und Xavier James (12). Um sie vor einer Ansteckung zu schützen, habe sie „extrem vorsichtig“ sein müssen, erzählte ihre Mutter. „Ich war allein mit den Kindern und musste Abstand halten. Ich hatte Handschuhe, Masken und alles, aber es war nicht einfach.“

Die Kinder der Trudeaus mit Großmutter Margaret: Hadrien, Ella-Grace und Xavier (v.l.) Foto: Geoff Robins / AFP

Sophie Grégoire Trudeau war Mitte März nach der Rückkehr von einer London-Reise positiv auf das Coronavirus getestet worden. Als Vorsichtsmaßnahme begaben sich auch Trudeau und die drei Kinder in Selbstisolation. Der Premierminister musste in seiner offiziellen Residenz in Ottawa fortan in Heimarbeit regieren , währenddessen die Infektion bei seiner Frau eine Woche lang „hart zugeschlagen“ habe, wie sie erzählte. Sie habe ihren Geruchs- und Geschmackssinn verloren und an Kopf- und Gliederschmerzen und Übelkeit gelitten. Auch die Kinder hätten sie in dieser Zeit „viel Energie“ gekostet.

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau und seine Ehefrau Sophie Grégoire Trudeau im Sommer 2018. Foto: Michael Kappeler/dpa

Seit Ende März gelte sie offiziell als virenfrei, ihr Geruchs- und Geschmackssinn sei aber immer noch nicht wieder so gut wie früher. Auf die Frage, ob sie besorgt gewesen sei, den Regierungschef eines G7-Staats anzustecken, lachte die 45-Jährige und fügte dann schnell hinzu: „Ich lache, aber es ist nicht lustig.“ Wie andere betroffene Familien auch habe sie versucht, mit der Situation und den Abstandsregeln „zurechtkommen“. Sophie Grégoire Trudeau und die drei Kinder sind mittlerweile in die offizielle Sommerresidenz der kanadischen Premierministers in Harrington Lake umgezogen.