Feierlichkeiten zur Sommersonnenwende in Stonehenge. dpa/Andrew Matthews/PA Wire

Auch wenn es die Sonne dienstagfrüh im Morgennebel von Stonehenge schwer hatte – tausende Menschen, darunter selbsternannte Druiden und Sonnenanbeter, ließen sich nicht abhalten und begrüßten mit dem Sonnenaufgang um 04.49 Uhr Ortszeit den längsten Tag des Jahres. Zuvor hatte die Menge in der Nacht an der südenglischen Kultstätte Stonehenge die Sommersonnenwende gefeiert.

Stonehenge – 5000 Jahre alte Kultstätte

Laut der Stonehenge-Verwaltung versammelten sich insgesamt rund 6000 Menschen zum größten Sommersonnenfest in Stonehenge seit Beginn der Corona-Pandemie vor zweieinhalb Jahren. Einige Besucher empfingen die „neue Energie“ der Sommersonne mit geöffneten Armen, eine Handvoll in Togen gekleideter Männer machte Yogaübungen im Morgengrauen, wieder andere umarmten die riesigen Steine, um mit ihnen zu „kommunizieren“.

Die um das Jahr 3000 vor Christus aufgestellten Megalithsteine von Stonehenge geben den Forschern seit Jahrhunderten Rätsel auf. Die gängigste Theorie zur Entstehung des Steinkreises lautet, dass Menschen schon in der damaligen Zeit den astronomischen Kalender verstanden hätten. Im Jahr 1986 wurde die Stätte in die Welterbeliste der UN-Kulturorganisation Unesco aufgenommen.