Lara Müller-Maron hält am Ostersonntag an Bord des Seenotrettungskreuzers „Pidder Lüng“ ihr soeben geborenes Baby Bosse im Arm.  Foto: DGzRS/dpa -

Eigentlich wollte Lara Müller-Maron (25) von der Insel Sylt ihr Baby in einer Klinik in Flensburg zur Welt bringen. Doch der kleine Bosse hatte es offenbar eilig. Er erblickte in der Nacht zum Ostersonntag auf einem Seenotrettungskreuzer das Licht der Welt. Die werdende Mutter sollte mit dem Schiff „Pidder Lüng“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) von Sylt zum dänischen Havneby gebracht und von dort aus mit einem Rettungswagen zur Klinik in Flensburg gefahren werden. Doch so lange wollte Baby Bosse nicht warten. Und so kam es zu dem kleinen Osterwunder auf See. „Wir sind superglücklich, und es geht uns allen gut“, ließ die junge Mutter ausrichten.

Seenotretter Christopher Kölln (v. l.), Holger Speck und Gerhard Reinfeld freuen sich an Bord des Seenotrettungskreuzers „Pidder Lüng“, dass Mutter und Baby nach der Geburt auf dem Schiff wohlauf sind. 

Der am Hafen wartende Rettungswagen aus Flensburg wurde nicht mehr benötigt. Mutter und Kind konnten nach rund einer Stunde mit der „Pidder Lüng“ die Rückreise nach List antreten. Auch wenn die Seenotretter nach Angaben der DGzRS grundsätzlich darauf vorbereitet sind, medizinische Notfälle zu versorgen, seien Geburten an Bord selten. Letztmals sei dies vor knapp zehn Jahren der Fall gewesen. Damals kam auf dem Seenotrettungskreuzer der Station Amrum ein Junge zur Welt.