Blick auf den Apple-Flagshipstore am Ufer in Marina Bay Sands mit der Skyline des Geschaeftsviertels von Singapur im Hintergrund. imago/Olaf Schuelke

Corona-Schutzmasken hält er für Unfug, und dafür geht ein 40-Jähriger jetzt in den Knast. Der Brite wurde in Singapur zu sechs Wochen Haft verurteilt, weil er keine Corona-Schutzmaske getragen und sich gegen seine Festnahme durch die Polizei massiv zur Wehr gesetzt hatte. Dies bestätigte ein Gerichtsvertreter am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Benjamin Glynn wurde laut Medienberichten im Mai festgenommen, nachdem Aufnahmen von ihm ohne Maske in einem Zug im Internet aufgetaucht waren.

Vor Gericht ohne Corona-Maske erschienen

AFP/Gavin Foo
So erschien Benjamin Glynn vor Gericht: Masken lehnt er ab.

Als Polizisten kamen, um ihn festzunehmen, leistete Glynn Widerstand. Zu einer ersten Gerichtsverhandlung erschien er erneut ohne Maske und wehrte sich vehement gegen das „lächerliche“ Verfahren. Den örtlichen Medien zufolge versicherte er, dass Masken nicht vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützten.

Der Richter ordnete zunächst eine psychiatrische Untersuchung an. Als der Gutachter Glynn für gerichtstauglich erklärte, wurde er am Mittwoch wegen Verstoßes gegen die Corona-Regeln, Widerstand gegen die Polizei und öffentlichen Ärgernisses verurteilt. Das Urteil wurde auf den 19. Juli datiert. Da der 40-Jährige somit schon zwei Drittel der Strafe abgesessen hatte, wurde er nach dem Urteil freigelassen und soll laut der „Straits Times“ abgeschoben werden.