Ein sizilianischer Mafiaboss soll bei einer Kontrolle seiner Gefängniszelle ausgetickt sein. (Symbolbild) Foto: imago images / Panthermedia

Ein sizilianischer Mafiaboss soll einem Zeitungsbericht zufolge bei einer Kontrolle seiner Gefängniszelle einem Wachmann den kleinen Finger abgebissen und verschluckt haben. Giuseppe Fanara sei im Juni mit insgesamt sieben Polizisten aneinandergeraten, als diese seine Zelle in der Haftanstalt von Rebibbia, einem Stadtteil von Rom, untersuchen wollten, berichtete die Zeitung „Il Messagero“.

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Während des Kampfs habe er einem der Polizisten erst einen Faustschlag ins Gesichts versetzt und ihm dann den kleinen Finger der rechten Hand abgebissen, berichtete das Blatt. Da der Finger später unauffindbar blieb, geht die Staatsanwaltschaft demnach davon aus, dass Fanara ihn verschluckt hat.

Dem Bericht zufolge warf sich der 60-Jährige anschließend mit einem Besenstil bewaffnet auf die anderen Beamten. Dabei drohte er, „ihnen wie Schweinen die Gurgel zu durchtrennen“. Fanara sei überwältigt und ins Hochsicherheitsgefängnis nach Sardinien verlegt worden.

Der Cosa Nostra-Boss saß seit neun Jahren im Gefängnis von Rebibbia. Er war wegen fünffachen Mordes zu einer mehrfachen lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt worden.