Spendensammler Sir Tom Moore. Foto: dpa/Cadbury

In Großbritannien gilt Sir Thomas Moore als Held. Der 100-Jährige hatte im Frühjahr mit einem Rollator-Spendenlauf durch seinen Garten knapp 33 Millionen Pfund Spenden für das coronagebeutelte britische Gesundheitssystem gesammelt und war dafür von der Queen sogar zum Ritter geschlagen worden. Und auch bei den Menschen in Großbritannien kam das gut an. Zu seinem 100. Geburtstag am 30. April erhielt er mehr als 150.000 Glückwunschkarten. 100 von ihnen kommen nun in ein Museum.

„Meine Familie dankt allen, die sich die Zeit genommen haben, diese wunderbaren Nachrichten und Karten zu schreiben“, sagte Moores Tochter, Hannah Ingram-Moore, zur Eröffnung der Ausstellung im Imperial War Museum (IWM) Duxford am Samstag. Viele der Karten, die seit Samstag in dem Museum zu sehen sind, sind selbstgebastelt oder selbstgemalt. Insgesamt hatte Moore zu seinem 100. Geburtstag am 30. April mehr als 150 000 Geburtstagskarten erhalten. Freiwillige mussten beim Öffnen helfen. In der Schule seines Enkels waren die Karten zeitweise alle auf dem Boden aufgestellt worden - sie füllten einen großen Saal.

Die Karten für Tom Moore füllten einen ganzen Saal an der Schule von Tom Moores Enkel. Foto: dpa/Imperial War Museum Duxford

Neben den Karten ist im Museum eine Ausstellung namens „The Forgotten War“ zu sehen - dort geht es um die Geschehnisse in Burma zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs, bei denen der junge Moore als Soldat im Einsatz war. „Wenn wir über den Zweiten Weltkrieg reden, ist der Burmafeldzug ein Aspekt, der selten öffentliche Aufmerksamkeit bekommt“, sagte Museumskurator Sean Rehling und bezeichnete die Kämpfe dort als „brutales Kriegstheater“. Die Ausstellung soll Besuchern ermöglichen, sich über diesen Teil der Geschichte zu informieren und den Einsatz der Streitkräfte stärker wertzuschätzen.