Der Mann zündete Feuerwerkskörper mit einem Hammer. Das endete in einer Katastrophe.  dpa/Patrick Pleul

In den Niederlanden ist ein Zwölfjähriger durch eine Silvester-Knallerei getötet worden. Ein weiterer Junge sei nach dem Vorfall in Haaksbergen nahe der deutschen Grenze schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei am Freitag auf Twitter mit. Die beiden Kinder hatten demnach nicht selbst mit dem Feuerwerk hantiert.

Laut dem Sender NOS sahen sie einem Mann dabei zu, wie er mit einem selbstgebauten sogenannten „Klaphamer“ (Vorschlaghammer) Pulver zündete. Immer wieder schlug er damit auf Magnesiumpulver ein, um es zur Explosion zu bringen, berichtet die Webseite „tubantia.nl“. Das ist in den Niederlanden nicht illegal. 

Es kam zu einer mächtigen Explosion

Die Aktion ging aber komplett schief: Es kam zu einer mächtigen Explosion. Dabei wurde der 12-Jährige getötet. Ein zweiter Junge wurde schwer verletzt, ein dritter kam mit dem Schrecken davon. 

Die Polizei nahm den Mann fest. Gegen ihn wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt.

In den Niederlanden gilt eigentlich ein landesweites Böllerverbot an Silvester. Die Regierung hatte das Verbot das zweite Jahr in Folge verhängt, um die Krankenhäuser in der Corona-Pandemie nicht zusätzlich zu belasten. 2019 mussten mehr als 1300 Menschen wegen Verletzungen durch Feuerwerkskörper behandelt werden. Im Jahr 2020 sank die Zahl infolge des Verbots um 70 Prozent.