Klassisches Raclette mit eingelegtem Gemüse und Käse aus der Pfanne. Foto: imago images/doupix

In diesem Corona-Jahr ist nichts normal, nicht mal der Abschluss. Weder ausschweifende Feiern noch das zur Tradition gewordene Böllern sind in dieser Silvesternacht möglich. Die einzigen Konstanten: „Dinner for One“ in Dauerschleife und das Raclette - wenn auch aufgrund der Kontaktbeschränkungen in kleinerer Runde. Falls Sie dennoch in den eigenen vier Wänden etwas neues ausprobieren wollen, hat die KURIER-Silvester-Redaktion ihre vier liebsten Raclette-Pfännchen zusammengetragen. Viel Spaß beim Ausprobieren.

Raclette-Tipp Nummer 1: Das Tex-Mex-Pfännchen

Zugegeben: Diese Pfanne bedarf ein bisschen Vorbereitung. Denn zuerst muss eine Guacamole angerührt werden. Für die braucht es eine zerkleinerte Avocado, eine rote Zwiebel, eine entkernte Tomate, den Saft einer halben Limette, einen ordentlichen Spritzer Olivenöl, Salz, Pfeffer, Knoblauch- und Chilipulver nach Geschmack. Ist die aber erstmal fertig geht es ganz schnell. In die Raclette-Pfanne kommen dann Kidney-Bohnen, Mais, ein Klacks Guacamole, zerbröselte Tortilla-Chips - und schlussendlich die wichtigste Zutat: eine Scheibe Raclettekäse. Klingt ungewöhnlich, lohnt sich aber.

Raclette-Tipp Nummer 2: Pizza aus dem Pfännchen

Richtig lecker ist auch die Raclette-Pizza. Einfach Pizzateig in ein Raclette-Pfännchen drücken und mit einer Gabel mehrmals einstechen. Dann für ein paar Minuten auf die obere Grillplatte stellen, dass der Teig von unten gebacken wird. Den vorgebackenen Teig dann mit Tomatensoße bestreichen, Käse darauf und danach nach Lust und Laune belegen, zum Beispiel mit Mini-Salami oder kleinen Mozzarella-Kügelchen. Wer will, würzt noch mit etwas Pizza-Gewürz nach. Dann die Pizza-Pfännchen in den Raclette-Grill schieben, bis der Käse geschmolzen ist. Dann mit einem Raclette-Schaber aus dem Pfännchen nehmen und genießen.

Raclette-Tipp Nummer 3: Das Nudelauflauf-Pfännchen

Dieses Rezept entstand wie so viele grandiose Ideen: Aus einem Zufall. Als bei einem Kollegen vor der Silvesternacht 2018/19 noch Nudeln vom Vortag übrig waren, für die er glaubte keine Verwendung mehr zu haben, entschloss er sich, sie nicht wegzuwerfen, sondern mit auf den gedeckten Raclette-Tisch zu stellen. Als es dann losging, experimentierte er herum: Einfach mit Raclette-Käse, mit Gorgonzola, mit Gorgonzola und Parmesan, mit getrockneten Tomaten. Alles sau gute Kombinationen. Nach einem langen Abend stellte sich aber eine als die beste heraus: Die Pfanne leicht mit einer Knoblauchzehe ausstreichen, Nudeln rein, ein paar kleingehackte Walnüsse und Gorgonzola. Buon appetito, würde der Italiener sagen.

Raclette-Tipp Nummer 4: Das Hawaii-Pfännchen

An dieser Rezeptur scheiden sich die Geister. Egal ob Toast, Pizza - oder auch Raclette. Vorenthalten wollten wir das natürlich trotzdem nicht. Für das Hawaii-Raclette-Pfännchen muss erstmal ein kleines Stück Hähnchenbrust auf der Grillplatte gegart werden. Ist es fertig, kommt es zusammen mit Ananas und einer Scheibe Raclette-Käse in die Pfanne. Die einen sagen: Gibt kaum was besseres, die anderen schütteln nur mit dem Kopf. Essen ist eben Geschmackssache.

Beim Raclette gibt es natürlich keine Grenzen. Unzählige Zutaten stehen oftmals auf dem Tisch und selbstverständlich sind alle Kombinationen erlaubt - erst Recht an Silvester. Weitere Rezeptideen gibt es übrigens hier.