Flammen schlagen über einen Bergkamm in Colorado. Foto: AP/David Zalubowski

Der derzeit im US-Bundesstaat Colorado wütende Waldbrand hat seine ersten Todesopfer gefordert. Das Sheriffbüro von Grand Lake nordwestlich von Denver bestätigte am Freitagabend (Ortszeit), ein 86-jähriger Mann und seine 84-jährige Frau seien tot aus ihrem zerstörten Haus am Rande der Ortschaft in den Rocky Mountains geborgen worden.

Für die Gegend, in der das Haus des Ehepaares gestanden habe, galt ein Evakuiertungsbefehl, wie der örtliche Sheriff Brett Schroetlin in einem auf Facebook veröffentlichten Video sagte. Das Ehepaar habe diesen bewusst verweigert, weil sie ihr Haus nicht verlassen wollten. In der Gegend wütet das sogenannte East Troublesome-Feuer.

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Das Feuer hatte sich rasend schnell ausgebreitet und am Mittwochabend Grand Lake bedroht. Es gilt der Zeitung „Denver Post“ zufolge als derzeit zweitgrößtes seit Beginn der Aufzeichnungen in Colorado. Bis Freitagabend dehnte sich der Waldbrand auf einer Fläche von umgerechnet etwa 761 Quadratkilometern aus. Tausende Einwohner flohen vor den Flammen, wie die Zeitung berichtet. Für den späten Samstagabend (Ortszeit) erwartete das Nationale Wetterbüro in dem nahe gelegenen Boulder einen Schneesturm, der die Löscharbeiten begünstigen könnte.

In den Rocky Mountains lodern seit vielen Wochen auch weitere Wald- und Buschbrände. Der größte davon, das sogenannte Cameron Peak Fire, hat inzwischen eine Fläche von rund 840 Quadratkilometern erfasst, wie die „Denver Post“ berichtete.