Der letzte Ort, an dem man eine solche Gefahr erwarten würde, ist die Toilette. IMAGO/Frank Sorge

David Miguel war bei einem Fußballspiel seiner Schule, der Martha Drummond Fonseca Schule in Nova Lima. Als er auf die Toilette gehen musste, hörte er seltsame Geräusche aus der Nachbarkabine. Es hörte sich wie ein Knurren an, weswegen der 9-Jährige nachschaute. Was er dann sah, ließ ihn allerdings voller Angst aus der Toilette fliehen und seinen Vater suchen. Der glaubte ihm allerdings zuerst nicht und dachte sein Sohn würde nur übertreiben „Ich dachte, es wäre ein Ozelot, ein wilder Hund oder etwas anderes“.

Ein Hund war es definitiv nicht

Doch als Rodrigo Almeida selbst nachschaute wurde er, genau wie sein Sohn, von einem riesigem Puma angefaucht. Auch er floh aus der Kabine und verständigte sofort den Rettungsdienst. Dieser konnte das Raubtier ruhig stellen und wieder zurück in die Wildnis bringen. Sowohl der Puma als auch Sohn und Vater blieben unverletzt.

Nach dem Vorfall konnten die beiden in einem Interview mit dem britischen Mirror ihren Schrecken kaum in Worte fassen „Ich hab gezittert wie Wackelpudding. Es knurrte mich an und mein Herz wäre fast stehen geblieben“, sagte der Junge nach seiner Begegnung mit dem Tier auf dem Örtchen.

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Das könnte in Zukunft häufiger passieren

Der Tierarzt Marcos Mourao äußerte Besorgnis, dass in Zukunft in Brasilien weitere solcher Fälle auftreten können. „Wir wissen, dass solche Dinge passieren wegen Rodungen, großen Waldbränden und der Zerstörung der natürlichen Umwelt dieser Tiere. Deswegen tauchen sie, auf der Flucht, in Städten und Dörfern auf.“

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Mourao rät bei einer solchen Begegnung, mit wenig Lärm das Gebiet zu verlassen und den Notdienst zu kontaktieren. Rodrigo Almeida und David Miguel haben demnach genau das Richtige getan.