„Lost“ war Jugendwort des Jahres 2020. In der Jugendsprache ist damit jemand gemeint, der ahnungslos, unsicher oder unentschlossen ist.  imago/Arnulf Hettrich

Endspurt bei der Stimmabgabe! Jugendliche können bis Montag (18. Oktober) bei der Wahl zum Jugendwort des Jahres abstimmen. Zur Auswahl stehen noch die Worte „sheesh“, „sus“ und „cringe“. Eines von ihnen soll das Jugendwort von 2020 ablösen, da wurde „lost“ erkoren.

Unverständnis dürfte da wohl vor allem bei Erwachsenen aufkommen. Diese könnten oft wenig mit den Jugendwörtern anfangen, sagt die Sprachwissenschaftlerin Uta Reinöhl von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Jugendsprache sei besonders kreativ und dynamisch, sie reagiere sehr schnell auf Veränderungen in Lebenswelten.

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Doch auch in der Standardsprache habe man diese Art von Dynamik erst kürzlich erleben können, erinnert sie. Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sei auch in dort ein eigenes Pandemie-Vokabular entstanden mit Anglizismen, neu erfundenen Worten und Bedeutungsverschiebungen.

Und das bedeuten die nominierten Wörter:

„Sheesh“ gilt als ein Ausdruck des Erstaunens, wie der Langenscheidt-Verlag auf seiner Internetseite erklärt. Das Wort „sus“ habe sich durch ein Online-Spiel verbreitet und heiße so viel wie „verdächtig“. „Cringe“ hatte es auch im letzten Jahr schon ins Finale geschafft und beschreibt etwas Peinliches oder Unangenehmes.

Welches der drei Wörter dieses Jahr das Rennen macht, soll am 25. Oktober bekannt gegeben werden.

Seit 2020 können Jugendliche über das Jugendwort des Jahres abstimmen. Zuvor hatten Erwachsene darüber entschieden, was immer wieder zu Diskussionen geführt hatte. Im vergangenen Jahr wurde „lost“ zum Jugendwort des Jahres gekürt. Es drückt Ahnungslosigkeit und Unsicherheit aus.

Und hier können Jugendliche über das Jugendwort abstimmen: www.langenscheidt.com/jugendwort-des-jahres