Shamaya Lynn wurde während eines Zoom-Meetings von einem Kind erschossen. Twitter

Was für ein wahr gewordener Albtraum. Ein Vater in den USA lässt seine Waffe ungesichert in der Wohnung liegen. Während seine Frau mit Arbeitskollegen an einer Video-Konferenz teilnimmt, schnappt sich eines der Kinder die Pistole. Es schießt. Und trifft seine Mutter in den Kopf.

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Was wie Szenen aus einem schlechten Horrorfilm klingt, mussten Menschen in Altamonte Springs in der Nähe von Orlando in Wirklichkeit mitmachen. Dass Kleinkinder während einer Videokonferenz mal eben im Bild auftauchen, ist spätestens seit Beginn der Corona-Krise Normalität. Aber doch nicht so!

Arbeitskollegen hatten den Nachwuchs im Zimmer der 21-jährigen Shamaya Lynn bereits auf ihren Bildschirmen gesehen, als sie plötzlich ein dumpfes Geräusch hörten. Die Frau fiel schlagartig nach hinten um. Als sie nicht vor den Computer zurückkehrt, wählt ein Kollege die Notruf-Nummer.

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In einem Jahr: 369 unbeabsichtigte Schüsse von Kindern – 142 davon trafen tödlich.

„Beamte und Sanitäter haben ihr Bestes getan, um Shamaya Lynn zu retten. Aber sie wurde mit einer tödlichen Schusswunde am Kopf gefunden“, erklärte die Polizei. Und weiter: „Die Ermittler haben festgestellt, dass die Verletzung von einem Kleinkind verursacht wurde, das eine geladene Pistole gefunden hat, die von einem Erwachsenen ungesichert in der Wohnung gelassen wurde.“

Die Ermittler erklärten außerdem, die Pistole gehörte dem Vater der beiden kleinen Kinder des Opfers. Beide Kinder blieben unverletzt.

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Der Fall wird nun untersucht. Ob Anklage erhoben wird, steht noch nicht fest.

Leider ist der Vorfall kein Einzelfall in den USA. Laut der Waffenkontrollgruppe „Everytown for Gun Safety“ gab es im vergangenen Jahr mindestens 369 unbeabsichtigte Schüsse von Kindern unter 18 Jahren – 142 davon trafen tödlich.