Liebestolle Männer hoffen in einem Wohnhaus in Görlitz auf ein Schäferstündchen – doch das wird nichts mehr. Imago/Panthermedia

Es gibt Dinge, die gibt’s gar nicht – und sie klingen wahnsinnig komisch, zumindest für jene, die sie nicht erleben müssen. In Sachsen sorgt derzeit eine wirklich schräge Geschichte für Furore, die vielen Freude bereitet, aber eben nicht allen. In einem Wohnhaus im schönen Görlitz, in dem Familien leben, klingelt es immer wieder nachts an der Tür – und Männer auf der Suche nach wildem Sex begehren Einlass. Denn: Dieses Haus war früher mal ein Bordell!

Nun versuchen die Bewohner, sich die liebestollen Herren mit einem großen Aushang vom Leib zu halten. Vor der Villa hängt ein Zettel am Zaun, darauf steht: „In diesem Haus wohnen AUSSCHLIESSLICH Familien mit Kindern. Sollten Sie trotzdem auf die Idee kommen zu klingeln: Die Anlage verfügt über eine Kamera. Wir machen von nun an Fotos. HIER IST KEIN PUFF!“ Und weiter: „Damit’s auch beim letzten ankommt!!! P.S. Wir befinden uns außerdem im Lockdown. Prostitution ist derzeit VERBOTEN!!!“

Das Wohnhaus wurde noch vor einigen Jahren für Sex-Treffen genutzt

Tatsächlich ist das Mehrfamilienhaus noch vor einigen Jahren für Sex-Treffen genutzt worden. Denn: Hier war 2013 der „Privatverein Hautnah“ beheimatet, geführt von einer Erotik-Unternehmerin (79). Den verruchten Ruf werde die Villa bis heute nicht los, berichtet „tag24“. Dabei wurde es schon 2019 zum Wohnhaus. Damals kaufte Familienvater Alexander Welk (40) das Haus, sanierte es. „Ich kannte die Vorgeschichte. Aber es stand ja schon eine Zeit lang leer.“

Lesen Sie dazu auch: Spektakuläre Doku enthüllt: So lief das Sex-Geschäft im Osten >>

2020 zogen die heutigen Bewohner ein – doch leider kommen auch die ungebetenen Gäste immer wieder. Welk: „Zwei bis drei Leute kommen pro Woche. Sie klingeln zu später Stunde, wollen einen Termin. Nachdem sie dann aufgeklärt werden, sind sie verdutzt. Manche gehen schnell verschämt weg.“ Er ist genervt. „Wenn Fremde durch den Vorgarten laufen, kann man das nicht mehr mit Humor nehmen. Und was sollen wir unseren Kindern erzählen?“ Bleibt abzuwarten, ob der Aushang hilft – und die Familien, die hier leben, bald ihren Frieden finden.