Waesche trocknet an einer Waescheleine auf einer Wiese in Wusterhausen. Die muss man noch waschen.  Foto: imago images/photothek

Es hört sich im ersten Moment echt praktisch an – doch wer darüber nachdenkt, dürfte als nächstes Ekel-Gefühle bekommen: Die Firma „HercLéon“, deren Gründer Wenceslaus Muenyi vor kurzem in der amerikanischen Version der Erfinder-Show „Höhle der Löwen“ zu Gast, hat angeblich eine Unterhose erfunden, die nie gewaschen werden muss. Und nicht nur das: Auch Socken, Bettwäsche, T-Shirts und Corona-Masken gehören zum Programm.

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Wie das gehen soll? Die Firma habe laut eigener Aussage einen Stoff entwickelt, der nicht schmutzig wird. Die Fasern enthielten unter anderem Bambus, Eukalyptus, Kupfer und Buchenholz und seien – quasi – selbstreinigend. „Wir glauben, dass die Zukunft von Kleidung, Bettwäsche und anderen materialbasierten Produkten selbstreinigend ist, und wir freuen uns, die Welt in eine natürlich sauberere und umweltfreundlichere Zukunft zu führen“, heißt es auf der Website des Unternehmens. „Die Zukunft, die wir schaffen wollen, ermöglicht es Ihnen, Ihren CO2-Fußabdruck zu verringern, ein saubereres Leben zu führen und Ihre Kleidung, Bettwäsche und andere Produkte viel länger haltbar zu machen.“

Die Unterhosen müssen nach dem Tragen nur gelüftet werden

Aber: Kann das mit Unterwäsche funktionieren? Der Kupfer-Zusatz des Stoff soll antibakteriell wirken, schreibt das Unternehmen. Gewaschen werden müssen die Klamotten nicht. „Aber wir empfehlen, die Kleidungsstücke nach dem Tragen für ein paar Stunden auszulüften, nachdem man sie einen Tag getragen hat. Wenn man sie den nächsten Tag anzieht, riechen sie wieder so frisch wie ungetragene Unterwäsche.“ Für die Slips und Boxershorts lief bereits eine Crowdfunding-Kampagne – 130.000 Euro kamen zusammen. Das Bedürfnis, Unterwäsche nicht mehr waschen zu müssen, scheint also ziemlich groß zu sein…