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Der Berliner Senat betreibt unter (030)-9028-2828 zwischen 8 und 20 Uhr eine Hotline für Bürger, die den Verdacht haben, sie könnten infiziert sein. Alternativ können Sie auch die Nummer des Patientenservice anrufen 116117. Bei beiden Nummern ist mit langen Wartezeiten zu rechnen.

Fernsehturm spiegelt sich in Werbetafel. Foto: Markus Wächter
Schutz gegen Corona- und andere Viren

Hände waschen: Eine wichtige Maßnahme, um Virusinfektionen zu vermeiden, ist es, die Hände regelmäßig und gründlich mit Seife zu waschen. Gründliches Händewaschen dauert 20 bis 30 Sekunden. In öffentlichen Toiletten ist es ratsam, den Wasserhahn mit einem Einweghandtuch oder dem Ellenbogen zu schließen.

Hygiene: Mit ungewaschenen Händen sollte man sich nicht an Mund, Augen oder Nase fassen. Wer krank ist, sollte Abstand zu anderen halten, sich zu Hause auskurieren und enge Körperkontakte zu seinen Mitmenschen vermeiden. Geschlossene Räume sollten mehrmals täglich für einige Minuten gelüftet werden.

Husten und Niesen: Dabei wird geraten, Abstand von anderen zu halten und sich wegzudrehen. Am besten ist es, ein Taschentuch zu benutzen oder sich die Armbeuge vor Mund und Nase halten. All diese Hygieneregeln sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts zurzeit in Anbetracht der Grippewelle ohnehin angeraten.

+++ 31. März +++

Senat berät über Bußgeldkatalog für die Coronakrise

Rotes Rathaus Foto: dpa

Die Coronakrise nimmt bei der Sitzung des Berliner Senats am Dienstag (13.00 Uhr) ein weiteres Mal breiten Raum ein. Unter anderem wollen die Senatsmitglieder darüber beraten, wie sinnvoll ein Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die Corona-Regeln ist. Ob darüber auch beschlossen wird, ist noch offen. Senatsgesundheitsverwaltung und Innenressort haben den Katalog gemeinsam erarbeitet.

In Nordrhein-Westfalen gibt es einen solchen Bußgeldkatalog schon. So werden dort zum Beispiel 200 Euro bei unerlaubten Zusammenkünften von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit fällig. In Berlin sind ebenfalls Bußgelder möglich. Es gibt verschiedene Regelungen für das Ahnden von Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz und die entsprechenden Verordnungen. Aus Sicht von Innensenator Andreas Geisel (SPD) wäre es aber wünschenswert, Details noch präziser zu regeln.

Ein weiteres Thema der Senatssitzung könnte die Frage werden, ob Berlin schon bald unbegleitete Flüchtlinge aus dem Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos aufnehmen soll. Das ist seit Wochen ein Thema. Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) drängte am Montag, dabei endlich voranzukommen. Behrendt zufolge ist Berlin bereit, eigene Schritte zu gehen und Menschen aus Lesbos auszufliegen, falls auf Bundesebene nicht schnell genug etwas unternommen werde. (dpa)

Tägliche Bilanz der Polizei-Kontrollen wegen Coronamaßnahmen

Rund 280 Polizeikräfte führten am Montag zwischen 6 und 18 Uhr Kontrollen durch. Die Beamtinnen und Beamten überprüften 18 Objekte sowie 39 Personen im Freien. Insgesamt leiteten die Einsatzkräfte acht Straf- und 16 Ordnungswidrigkeitenverfahren aufgrund von Verstößen gegen die Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus ein.

Gegen 9.50 Uhr teilten Mitarbeitende Essen an circa 100-150 Obdachlose vor einem Café am Boxhagener Platz in Friedrichshain aus. Ein Ordnerdienst achtete auf die Einhaltung der Verordnung, sodass ein Einschreiten der eingesetzten Polizeikräfte nicht notwendig wurde.

Zwischen 18 und 6 Uhr überprüften rund 150 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte die Einhaltung der Verordnung. Die Kräfte kontrollierten vier Objekte und 17 Personen im Freien und leiteten drei Straf- und neun Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.

Gegen 20.20 Uhr überprüften Einsatzkräfte des Landeskriminalamts mit Unterstützungskräften einer Einsatzhundertschaft ein Café in der Windscheidstraße in Charlottenburg. In diesem befanden sich zugriffsbereite Wasserpfeifen und vier Personen, die an einer Spielekonsole spielten und den vorgeschriebenen Mindestabstand unterschritten. Die Einsatzkräfte stellten im Verlauf der Maßnahmen circa 20 Kilogramm unversteuerten Wasserpfeifentabak fest und beschlagnahmten diesen. Das Café wurde geschlossen.

Seit dem 14. März 2020, 18 Uhr führte die Polizei Berlin damit insgesamt 1.907 objektbezogene Überprüfungen sowie 1.176 Überprüfungen im Freien durch. In 820 Fällen wurden sofortige Schließungen der Objekte angeordnet. Insgesamt stellten die Polizeikräfte bisher 825 Verstöße fest.

Tagesaktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Dienstag mit 61.913 angegeben - ein Plus von 4615 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 66.885 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 583 Todesfälle, die JHU 645 Tote. (dpa)

Für die einzelnen Bundesländer übermittelte das RKI die folgenden Zahlen (Infizierte / Differenz zum Vortag / Tote):

Berlin: 2575 / +111 / 13

Brandenburg: 798 / +37 / 2

Angst vor Corona: Experten warnen vor Folgen psychischer Belastung

Die psychische Belastung der Bundesbürger durch die Coronavirus-Pandemie ist nach Ansicht von Experten in Krisenplänen noch nicht ausreichend berücksichtigt. «Die Fachleute müssen sich darauf einstellen, dass sowohl eine Welle von Gesunden kommen wird, die plötzlich Ängste hat, die behandelt werden müssen - als auch auf die Verschlechterung der Symptomatik von bereits psychisch Erkrankten», sagte die Berliner Psychiaterin Iris Hauth, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde. In China hätten sich Krisentelefone als hilfreich erwiesen. Bereits psychisch erkrankte Menschen benötigten weitergehende Hilfen wie zum Beispiel Video-Sprechstunden.

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) hat bereits eine anonyme und kostenlose Corona-Hotline geschaltet. Die aktuelle Situation löse Unsicherheit und Befürchtungen aus, hieß es vom Verband. Die Hotline mit der Nummer 0800 777 22 44 sei täglich von 8 bis 20 Uhr geschaltet. (dpa)

Hilferuf an Kanzlerin: Deutsche Zoos brauchen 100 Millionen Euro Soforthilfe

Der Verband der Zoologischen Gärten hat wegen der Corona-Krise ein Soforthilfe-Programm in Höhe von 100 Millionen Euro für mehr als 50 Zoos in Deutschland gefordert. In einem Brief wandte sich Verbandschef Jörg Junhold, selbst Zoodirektor in Leipzig, am Dienstag auch an Kanzlerin Angela Merkel und wies auf die Notwendigkeit sofortiger Unterstützung hin. „Anders als andere Einrichtungen können wir unseren Betrieb nicht einfach runterfahren – unsere Tiere müssen ja weiterhin gefüttert und gepflegt werden.“

Nach Junholds Worten arbeiten Zoos derzeit ohne Einnahmen, aber mit gleichbleibend hohen Ausgaben weiter. Ein einzelner Zoo müsse in der aktuellen Krise einen wöchentlichen Umsatzverlust von etwa einer halben Million Euro verkraften. Insgesamt werden 56 deutsche Zoos vom Verband mit Sitz in Berlin vertreten. In den Einrichtungen werden mehr als 180.000 Wirbeltiere gepflegt und gezüchtet. (dpa)

Trump: Einreisestopp für Europäer wird verlängert

US-Präsident Donald Trump Foto: imago images/MediaPunch

Der zunächst auf einen Monat begrenzte Einreisestopp der USA für Besucher aus Europa zur Bekämpfung des Coronavirus soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump verlängert werden. Diese und ähnliche Beschränkungen würden in Kraft bleiben und möglicherweise sogar verschärft werden, sagte Trump am Montag bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses.Ursprünglich solle der Einreisestopp Mitte April auslaufen. Die restriktiven Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie in den USA soll zunächst bis Ende April verlängert werden. (dpa)

Jena verordnet Maskenpflicht in Supermärkten und Nahverkehr

Zur Eindämmung der Corona-Krise soll im thüringischen Jena ab der kommenden Woche eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken in Supermärkten und im Nahverkehr gelten. "In einer Woche soll das Tragen eines Mund-und-Nasen-Schutzes in Jenaer Verkaufsstellen, dem öffentlichen Nahverkehr und Gebäuden mit Publikumsverkehr verpflichtend werden", teilte die Stadtverwaltung am Montagabend mit. Die Maßnahme sei vom Fachdienst Gesundheit angemahnt worden.

Neben Masken seien auch Tücher oder Schals als Schutz anerkannt - diese müssten aber auch die Nase und den Mund abdecken, erklärte die Verwaltung. Die Stadt habe eine "Grundausstattung an Masken, mit der Pflegekräfte, Ärzte, Fahrer im ÖPNV und andere in systemrelevanter Infrastruktur versorgt werden können".

Ansonsten werde "in der Umsetzung bevorzugt auf die Jenaerinnen und Jenaer gesetzt". Für die Versorgung der Bevölkerung gelte die eindringliche Bitte: "Nähen Sie sich selbst und anderen Menschen den wichtigen Mund-Nasen-Schutz, um die Verbreitung des Virus einzudämmen - jede Maske ist besser als gar keine Maske." (dpa)

Ausgangssperre wegen Coronavirus in Italien bis Ostern verlängert

Die wegen der Corona-Pandemie in Italien verhängte Ausgangssperre wird bis Ostern verlängert. Die vor drei Wochen angeordnete landesweite Ausgangssperre gelte noch mindestens bis zum 12. April, teilte Gesundheitsminister Roberto Speranza am Montagabend in Rom mit. Damit folge die Regierung der Empfehlung ihres wissenschaftlichen Beratergremiums, alle Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie aufrechtzuerhalten. Anderenfalls wären die Maßnahmen wie das Verbot öffentlicher Versammlung und die Schließung aller nicht lebensnotwendiger Betriebe am Freitag ausgelaufen.

Mit 11.591 Opfern führt Italien die weltweite Rangfolge der Corona-Toten an. Insgesamt mehr als 100.000 Infektionen wurden in dem EU-Land nachgewiesen. (AFP)

Ende der Kontaktverbote in Deutschland nicht in Sicht

Ein Ende der strikten Kontaktverbote in Deutschland ist weiterhin nicht in Sicht. Die Innenminister von Bund und Ländern stimmten bei einer Telefonkonferenz überein, dass die Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie weiterhin "in aller Konsequenz aufrechterhalten und durchgesetzt werden" müssen, wie die thüringische Landesregierung am Montag mitteilte. In Italien und Spanien keimen unterdessen vorsichtige Hoffnungen, dass der Höhepunkt der Erkrankungswellen in absehbarer Zeit überschritten sein könnte. (dpa)

+++ 30. März +++

Innenminister für Beibehaltung der Maßnahmen zur Corona-Eindämmung

Die Innenminister von Bund und Ländern haben sich für eine Beibehaltung der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Ausbreitung ausgesprochen. Die Maßnahmen «müssen in aller Konsequenz aufrechterhalten und durchgesetzt werden», erklärten die Ressortchefs nach Angaben des Bundesinnenministeriums nach einer Telefonkonferenz am Montag. «Wir sind erst am Anfang der Pandemie und dürfen nicht frühzeitig die notwendigen Maßnahmen zur Unterbrechung der Infektionsketten aufheben», sagte Bundesminister Horst Seehofer (CSU) laut Mitteilung. «Ich appelliere deshalb eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, nicht nachzulassen und sich weiterhin an die Kontaktbeschränkungen zu halten. Das ist zwingend erforderlich, um Leben zu retten.» (dpa)

Lederer: Bis zu 300.000 Soforthilfe-Anträge im Bereich des Möglichen

Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) erwartet in der Hauptstadt bis zu 300.000 Anträge auf Soforthilfe in der Corona-Krise von Solo-Selbständigen und Freiberuflern - viele davon aus der Kulturbranche. Im Gespräch auf rbbKultur sagte der Senator: «Also der Andrang ist riesig, aber das hat wahrscheinlich auch mit der spezifischen Situation hier zu tun.» Anders als der Bund verweise Berlin nicht auf die Grundsicherung. «Die erste Welle sind sechsstellige Zahlen. Ich rechne schon damit, dass wir hier bei 250.000 bis 300.000 Anträgen am Ende landen. Das ist durchaus im Bereich des Möglichen.» (dpa)

Finnland will Corona-Maßnahmen bis 13. Mai verlängern

Die finnische Regierung will die von ihr ergriffenen Maßnahmen gegen eine Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verschärfen und verlängern. Alle bisher geltenden Maßnahmen sollen um einen Monat bis zum 13. Mai verlängert werden, wie Ministerpräsidentin Sanna Marin und einige ihrer Kabinettsmitglieder am Montagabend auf einer Pressekonferenz in Helsinki sagten. Das Parlament, in dem Marins Regierungskoalition eine breite Mehrheit hat, muss all dem vor dem Inkrafttreten noch zustimmen. Unter anderem wird die Verlängerung für die Finnen bedeuten, dass Schulen im Land weiter geschlossen bleiben und die Schüler ab der vierten Klasse aus der Ferne unterrichtet werden sollen. Zudem soll das öffentliche Versammlungsverbot für mehr als zehn Personen bis zum 31. Mai ausgeweitet werden, bis dahin soll auch die geplante Schließung von Restaurants, Cafés und Kneipen gelten. Darüber hinaus sollen strenge Regelungen für den Grenzverkehr im Norden und Westen des Landes eingeführt werden. Der Schiffsverkehr soll künftig nur noch für Güter und Fracht offen sein, Passagiere dürfen dann nicht mehr per Schiff unterwegs sein. Bislang gibt es mehr als 1300 bestätigte Infektionsfälle in Finnland, 13 an Covid-19 erkrankte Patienten starben bislang in dem skandinavischen EU-Land. (dpa)

Flüchtlinge in Berlin erhalten Quarantäne-Unterkunft

Berlin richtet eine Quarantäne-Unterkunft für Flüchtlinge ein, die sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Dafür wird in wenigen Tagen die Container-Unterkunft an der Buchholzer Straße in Pankow wieder in Betrieb genommen, wie die Sozialverwaltung am Montag mitteilte. Bis zu 300 infizierte Menschen können demnach dort untergebracht werden. Die Bewohner dürfen das Gelände in Französisch-Buchholz während der Quarantäne nicht verlassen. Schwer Erkrankte sollen aber in Krankenhäuser gebracht werden. (dpa)

2581 bestätigte Coronavirus-Fälle in Berlin

In Berlin gibt es derzeit 2581 bestätigte Fälle des neuartigen Coronavirus, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung am Montagabend mitteilte. Das sind 119 mehr als am Vortag.

Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden aktuell 381 Personen, 84 davon intensivmedizinisch. Alle anderen Personen sind häuslich isoliert. Dreizehn an dem neuartigen Coronavirus erkrankte Patienten seien bislang verstorben. Das Durchschnittsalter der verstorbenen Personen betrage 82 Jahre. (BK)

Corona-Infektionen in Brandenburg steigen auf 894 - 61 neue Fälle

In Brandenburg hat sich die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen bis zum Montagnachmittag auf 894 erhöht (Stand: 16.00 Uhr). Innerhalb von 24 Stunden kamen 61 neue Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam mitteilte. 65 Covid-19-Patienten werden im Krankenhaus behandelt, 18 von ihnen werden künstlich beatmet. Im Zusammenhang mit der Viruserkrankung sind laut der aktuellsten Statistik des Gesundheitsministeriums vier Todesfälle in Brandenburg gemeldet. Noch nicht erfasst waren darin drei Todesfälle in Potsdam, von denen ein Stadtsprecher am Abend berichtete. Demnach sind am Montag zwei Männer und eine Frau - alle mit Vorerkrankungen - gestorben, die auch mit dem Coronavirus infiziert waren. (dpa)

Autor von Hitsong «I Love Rock 'n' Roll» an Coronavirus gestorben 

Der US-Musiker Alan Merrill, Autor des Hitsongs «I Love Rock 'n' Roll», ist im Alter von 69 Jahren nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Merrill sei am Sonntag in einem Krankenhaus in New York gestorben, teilte seine Tochter bei Facebook mit. Er habe gerade an einem neuen Album gearbeitet.

Merrill hatte «I Love Rock ‘n’ Roll» 1975 als Mitglied der Band Arrows geschrieben. 1982 veröffentlichte die Sängerin Joan Jett ein Cover des Songs, das weltweit zum Erfolg wurde. Jett trauerte nun via Twitter um Merrill. «Mit großem Dank und Traurigkeit wünsche ich ihm eine sichere Reise auf der anderen Seite.» Auch Musiker Meat Loaf, in dessen Band Merrill eine Zeit lang Gitarrist gewesen war, betrauerte den Tod seines früheren Kollegen. Merrill sei ein «großartiger und sehr talentierter Mensch» gewesen, schrieb er bei Facebook. «Ich bin jetzt sehr traurig.» (dpa)

Auch dritter Coronavirus-Test Merkels negativ

Auch das Ergebnis des dritten Coronavirus-Tests von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist negativ. Die Bundeskanzlerin werde aber "auch in den nächsten Tagen die Dienstgeschäfte aus ihrer häuslichen Quarantäne wahrnehmen", teilte ein Regierungssprecher am Montag mit. Merkel hatte sich am 22. März freiwillig in häusliche Quarantäne begeben. Grund für die Vorsichtsmaßnahme war, dass sie zwei Tage zuvor Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Arzt hatte. Der Mediziner, der die Kanzlerin prophylaktisch gegen Pneumokokken geimpft hatte, war später positiv auf das Virus getestet worden. (AFP)

WHO gegen allgemeines Mundschutztragen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus keinen Nutzen im allgemeinen Mundschutztragen. Es gebe keinerlei Anzeichen dafür, dass damit etwas gewonnen wäre, sagte der WHO-Nothilfedirektor Michael Ryan am Montag in Genf. Vielmehr gebe es zusätzliche Risiken, wenn Menschen die Masken falsch abnehmen und sich dabei womöglich infizieren. «Unser Rat: wir raten davon ab, Mundschutz zu tragen, wenn man nicht selbst krank ist», sagte Ryan. Österreich hatte am Montag angekündigt, Mundschutz beim Einkaufen zur Pflicht zu machen. Die Masken sollen an den Eingängen der Läden ausgeteilt werden. Bei dem Mund-Nasen-Schutz handele es sich nicht um die hochwertigen Masken, die das Gesundheitspersonal benötigt. Auch Tschechien hat einen Mundschutz-Zwang in der Öffentlichkeit eingeführt. (dpa)

Zahl der Corona-Ansteckungen in Italien stabilisiert sich

Der Anstieg der Zahl der aktuell positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen in Italien ist so niedrig wie seit Beginn der landesweiten Ausgangssperren nicht. Die Zahl der aktuell Erkrankten nahm bis Montag um 1648 auf 75.528 zu - so wenig wie seit dem 10. März nicht. In die Zahl sind Tote und Geheilte nicht eingerechnet. Die Zahl der Gesamtinfektionen stieg auf 101.739, wie der Zivilschutz mitteilte. Auch hier war der prozentuale Anstieg geringer. Die Zahl der Verstorbenen ist allerdings nach wie vor so hoch wie in keinem anderen Land der Welt. Bis Montag kamen 812 Tote hinzu, insgesamt sind es nun 11.591. (dpa)

Mehr als 60.000 Corona-Infizierte in Deutschland - über 500 Tote

In Deutschland sind bis Montagnachmittag 61.296 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit 14.437 nachgewiesenen Fällen und 133 Toten und Nordrhein-Westfalen mit mindestens 14.219 Fällen und 125 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 120,3 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 73,7. Mindestens 512 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Darunter waren zwei Touristen während einer Reise in Ägypten und ein 67-Jähriger Tourist auf Zypern. Auf der griechischen Insel Kreta starb ein 42 Jahre alter Deutscher. Auch in Deutschland rechnen Experten mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Keine Lockerungen - Senat will Ausgangsbeschränkungen beibehalten

Manchem in Berlin reicht es bereits. Coronavirus-Krise hin oder her, der ein oder die andere würde sich ganz gerne mal wieder mit Freunden im Park treffen. Im Augenblick geht das nicht. Vom Grillen mit der Fußballmannschaft über die Geburtstagsparty mit den Nachbarn bis zum Abendessen mit den Eltern aus der Kitagruppe - das öffentliche Leben in Berlin ist in vieler Hinsicht eingeschränkt. Und das wird wohl so bleiben. Seit einer Woche ist die Verordnung in Kraft, die unter anderem Ansammlungen von mehr als zwei Personen verbietet - ausgenommen im Fall von Familien oder in einem Haushalt lebenden Personen. Außerdem dürfen die Berlinerinnen und Berliner die Wohnung nur unter bestimmten Bedingungen verlassen und müssen zu anderen draußen immer einen Mindestabstand von mindestens 1,50 Meter einhalten. Die sogenannten Kontaktbeschränkungen gelten noch eine weitere Woche. Dass sie danach schon wieder Geschichte sind und jeder wieder raus kann, wann, wie und mit wem er möchte, gilt als so gut wie ausgeschlossen. (dpa)

Berliner Studenten können 500 Euro Corona-Hilfe beantragen

Berliner Studenten in einer akuten finanziellen Notlage können eine einmalige Hilfe von 500 Euro beim Studierendenwerk beantragen. Aufgrund der Corona-Krise hätten viele Studenten ihre Nebenjobs verloren, begründete Sprecherin Jana Judisch am Montag in Berlin. Das Geld werde aus dem Notfonds gezahlt. 120 000 Euro stehen bereit. Die Studenten müssten nachweisen, dass sie in einer akuten Notlage sind, aber die Voraussetzungen für einen weiteren erfolgreichen Studienverlauf mitbringen. Die Anträge werden chronologisch nach Eingang abgearbeitet. (dpa)

Woidke bittet Bürger um Geduld - Ausschuss stimmt für Rettungsschirm

Eine Woche nach dem Beginn der drastischen Ausgehbeschränkungen zum Schutz vor dem Coronavirus hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) an die Bürger appelliert, nicht nachzulassen. «Alle Menschen sind weiter dazu aufgerufen, die physischen und Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren», erklärte Woidke am Montag per Mitteilung. «Nur dadurch können wir die Verbreitung des lebensgefährlichen Virus eindämmen. Bitte halten Sie sich daran!» Die Brandenburger dürfen draußen nur allein, mit Angehörigen aus dem eigenen Haushalt oder einer Person außerhalb des Haushalts bei 1,5 Metern Abstand unterwegs sein. Für das Betreten öffentlicher Orte gibt es Ausnahmen wie Arbeit, Einkaufen, Arztbesuche oder dringende Behördentermine. (dpa)

Derzeit 7000 Patienten mit Covid-19 in deutschen Kliniken

In den Krankenhäusern in Deutschland werden momentan rund 7000 Menschen mit Covid-19 behandelt. Davon befinden sich rund 1500 Patienten auf Intensivstationen, von denen etwa 1100 beatmet werden müssen. Das ergab am Montag eine Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur bei der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). «Wir haben es geschafft, die so wichtigen Beatmungsplätze im Bereich der Intensivmedizin von ehemals 20 000 Plätzen auf zwischenzeitlich 30 000 zu steigern», sagte DKG-Präsident Gerald Gaß der dpa.

Österreich kündigt Maskenpflicht in Supermärkten an

Als weitere Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus hat die österreichische Regierung eine Mundschutzpflicht in Supermärkten angekündigt. Von Mittwoch an würden in den Märkten Mundschutzmasken an Kunden verteilt, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Montag in Wien. Der ÖVP-Politiker verlängerte zudem die seit Mitte März geltenden Ausgangsbeschränkungen bis zum 13. April. Die Versorgung der Supermärkte mit Schutzmasken werde einige Tage dauern, räumte Kurz ein. Sobald alle Märkte mit den Masken ausgestattet seien, werde das Tragen eines Mundschutzes beim Einkaufen jedoch Pflicht. Dies entspreche zwar nicht den Gewohnheiten der Österreicher, die Maßnahme sei aber nötig, um andere Menschen zu schützen. (AFP)

Ärztepräsident: Schulen könnten regional bis Jahresende zu bleiben

Der Präsident des Weltärzteverbands, Frank Ulrich Montgomery, geht davon aus, dass Schulen in einigen Regionen Deutschlands für den Rest des Jahres geschlossen bleiben. Montgomery sprach sich am Montag in der "Bild"-Zeitung für ein nach Corona-Infektionsschwerpunkten gestaffeltes Vorgehen aus. Demnach könnten erste Schulen ab Mai wieder öffnen.

"Wenn sich die Zahlen weiter so entwickeln wie jetzt, sollten wir im Mai damit rechnen können, dass Schulen wieder aufmachen in Regionen, die nicht extrem belastet sind", sagte der Ärztepräsident. Man müsse dann aber auch bereit sein, regional Schulen wieder zu schließen, wenn sich die Lage ändere. In Corona-Hotspots drohe eine Schließung bis Jahresende.

Der langjährige Präsident der Bundesärztekammer warnte vor einem vorschnellen Lockern der geltenden Kontaktsperren und einem raschen Wiederhochfahren der Wirtschaft. "Wir dürfen erst wieder die Kontaktschleusen öffnen, wenn wir sicher sind, dass es dadurch nicht zu einem Anstieg der Todeszahlen kommt." Demnach müsse sich zunächst die Zeitspanne, innerhalb derer sich die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland verdoppelt, auf 14 Tage erhöhen. (AFP)

Regierungskreise: Flughafen Tegel soll erst mal in Betrieb bleiben

Über eine mögliche vorübergehende Schließung des Berliner Flughafens Tegel soll nun erst in der zweiten April-Hälfte entschieden werden. Am Montag sollte noch kein entsprechender Antrag gestellt werden, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr. Auch die «B.Z.» und der «Tagesspiegel» hatten berichtet, dass der Flughafen zunächst in Betrieb bleiben soll, obwohl die Passagierzahlen in der Corona-Krise eingebrochen sind. Berlin wollte den Luftverkehr deshalb vorübergehend am Standort Schönefeld konzentrieren, um Kosten zu vermeiden.

Vertreter des Bundes und der Länder Berlin und Brandenburg als Gesellschafter der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg berieten am Montag über die Lage. Thema der Gesellschafterversammlung dürften auch mögliche Finanzhilfen für die Flughafengesellschaft sein. Der Aufsichtsrat hat schon zugestimmt, Hilfen zu beantragen. (dpa)

Luft wegen Corona-Sperren auch in deutschen Städten sauberer

Die Luftverschmutzung in deutschen Städten hat im Zuge der Corona-Ausgangsbeschränkungen bereits deutlich abgenommen. Dies zeigt ein Vergleich von Satellitenbildern aus den vergangenen Tagen mit jenen ein Jahr zuvor, die die Europäische Allianz für öffentliche Gesundheit EPHA am Montag veröffentlichte. Das ist ein Bündnis nichtstaatlicher Organisationen für Gesundheits- und Umweltschutz.

Die Bilder des Satelliten «Sentinel-5» aus der Zeit vom 5. bis 25. März 2019 und derselben Zeit 2020 zeigen drastische Unterschiede für Großstädte wie Düsseldorf, Essen, Köln oder Frankfurt. Die europäische Agentur ESA hatte bereits vorige Woche Bilder für Europa veröffentlicht. Jetzt hat die EPHA Vergleichsdaten einzelner Städte aufgeführt.

«Das jahrelange Einatmen von dreckiger Luft dürfte die Gesundheit jener geschwächt haben, die jetzt im Kampf auf Leben und Tod gegen Covid-19 stecken», sagte EPHA-Generalsekretär Sascha Marschang. Nach der Corona-Krise müsse entschlossen gegen Luftverschmutzung vorgegangen werden. (dpa)

Neuer Termin für Olympische Spiele

Olympische Spiele in Tokio beginnen am 23. Juli 2021.

Gesundheitssenatorin Kalayci zu Schutzkleidung: «Die Not ist groß»

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Schutzkleidung für Klinikpersonal eingeräumt. «Der Markt ist leer gefegt und höchst schwierig, weil Schutzkleidung international Mangelware ist und die Lieferketten nicht funktionieren», sagte die SPD-Politikerin in einem Interview mit dem «Tagesspiegel» (Montag). «Es gibt auf der Bundesebene und auf der Landesebene zentrale Beschaffung. In den nächsten Tagen und Wochen hoffe ich auf Lieferungen. Die Not ist groß.»

Die Lieferengpässe ließen sich überwinden, wenn mehr Schutzausrüstung produziert werde, so die Senatorin. «Am Besten im Inland. Der Bedarf ist international weit größer, als es die Produktionskapazitäten hergeben.» Die Ausstattung von Praxen und Krankenhäusern mit Schutzkleidung sei nicht nur in Berlin, sondern in ganz Deutschland schlecht. «Nicht alle Bereiche haben für eine eventuelle Pandemie Vorräte gehalten», sagte Kalayci. «Die Krankenhäuser: für einige Wochen bis einige Monate. Im Bereich der niedergelassenen Ärzte: gar keine Bevorratung. Für die Gesundheitsämter gibt es Vorrat. Nun sind alle kalt erwischt.» (dpa)

Weltweit jetzt mehr als 700.000 Infektionen mit Coronavirus gemeldet

Weltweit ist die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus auf mehr als 700.000 gestiegen. Bis Montagmorgen wurden nach einer auf amtlichen Angaben basierenden Zählung der Nachrichtenagentur AFP mehr als 715.200 Infektionen gemeldet, betroffen sind 183 Länder und Gebiete. Die Zahl der Todesopfer weltweit liegt bei mehr als 33.500. (AFP)

Südkorea als Vorbild für den erfolgreichen Kampf gegen das Coronavirus

Im Kampf gegen das Coronavirus setzt Deutschland nunmehr auf eine kräftige Ausweitung der Tests und der gezielten Quarantäne-Maßnahmen, um die Infektionsketten zu durchbrechen. Dabei gilt Südkorea als Vorbild. Das ostasiatische Land hat es mit Massentests, der Isolierung von Erkrankten, aber auch der Nutzung von Handydaten geschafft, die Ausbreitung des Erregers stark zu verlangsamen - ohne dass das öffentliche Leben zum Erliegen kam. (dpa)

Bayern verlängert Ausgangsbeschränkungen bis Ende der Osterferien 

Die seit dem 21. März wegen des Coronavirus geltenden Ausgangsbeschränkungen in Bayern werden bis zum Ende der Osterferien am 19. April verlängert. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München. (dpa)

Herzstörungen nach Einnahme von "Corona-Mittel" in Frankreich

In Frankreich haben mehrere Menschen gefährliche Herzrhythmusstörungen bekommen, nachdem sie ohne ärztliche Aufsicht ein angebliches Mittel gegen das Coronavirus eingenommen hatten. In einigen Fällen sei sogar die Einweisung auf eine Intensivstation nötig gewesen, erklärte die regionale Gesundheitsbehörde in Bordeaux am Sonntagabend. Die Menschen hatten den Wirkstoff Hydroxychloroquin eingenommen.

Das Mittel wird eigentlich gegen Malaria eingesetzt. Er dürfe "in keinem Fall zur Selbstmedikation eingenommen werden", sondern allenfalls unter Aufsicht eines Arztes, warnte die Gesundheitsbehörde. Sie verwies auf die starken Nebenwirkungen des Mittels, zu denen neben Herzrhythmusstörungen unter anderem auch neurologische Probleme gehören. Eine Überdosis kann tödlich sein. (AFP)

Berliner Corona-Krankenhauses startet im April/Mai

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) rechnet mit einer Eröffnung des neu geplanten Corona-Krankenhauses auf dem Messegelände im April oder Mai. «Da laufen die Vorbereitungen zur Zeit ganz gut», sagte sie in der Sendung «Rbb-Spezial» am Sonntagabend. «Ich denke mal, dass wir April/Mai dann auch starten können.» Auf dem Berliner Messegelände soll ein provisorisches Corona-Krankenhaus mit bis zu 1000 Betten entstehen.

Das Behandlungszentrum ist dann als eine Art Überlauf gedacht, falls die Krankenhäuser ausgelastet sind. Schwer Erkrankte sollen weiter in Kliniken intensivmedizinisch versorgt werden. Projektleiter für den Aufbau des neuen Behandlungszentrums ist der Ex-Chef des Technischen Hilfswerks, Albrecht Broemme.

Auf dem Gelände der Messe Berlin stehen vor Halle 26 erste Aufsteller mit der Aufschrift "Corona-Behandlungszentrum Jaffestrasse" bereit. Foto: imago images/Andreas Gora

Innensenator zu Coronakrise: Verbote werden zunehmend akzeptiert

Die Berliner Bevölkerung verhält sich in der Coronakrise nach Einschätzung von Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) zunehmend vernünftiger. Es habe mit der Akzeptanz und Durchsetzung der zahlreichen Verbote anfangs Anlaufschwierigkeiten gegeben, sagte Geisel am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. «Polizei und Ordnungsämter mussten in nicht unerheblichen Umfang tätig werden.» Es seien viele Strafverfahren etwa gegen Geschäftsbetreiber eingeleitet worden.

In der vergangenen Woche habe sich die Lage aber deutlich beruhigt, sagte Geisel. Abgesehen von Einzelfällen habe es auch am Wochenende nicht die befürchteten Konflikte gegeben. «Diese Botschaft ist bei den Berlinern angekommen.» Die Akzeptanz sei insgesamt sehr hoch. Bei Ermahnungen durch Polizisten hätten die Menschen größtenteils mit Verständnis reagiert. «Wir beobachten sehr verantwortungsbewusstes und solidarisches Verhalten.» (dpa)

Corona-Patienten statt Eurovision Song Contest in Rotterdam

Notklinik statt Musikfest: Dort, wo eigentlich Sänger um das beste europäische Lied wetteifern sollten, sollen nun Corona-Patienten versorgt werden. Das Rotterdamer Veranstaltungszentrum Ahoy richtet seit Montag einige Hallen als Not-Klinik ein. Zunächst werde Platz für 88 Patienten geschaffen, teilte Ahoy auf seiner Website mit. Die Kapazität könne auf 680 Betten erweitert werden. (dpa)

Spaniens «Winterschlaf» gegen Corona beginnt erst am Dienstag 

In Spanien tritt die ebenso drastische wie umstrittene Verschärfung der Ausgangssperre zur Bekämpfung der Corona-Pandemie erst am Dienstag voll in Kraft. Am Montag dürften die betroffenen Personen und Unternehmen «die letzten unbedingt erforderlichen Arbeiten» zur Einstellung der Aktivitäten erledigen, heißt es in dem in der Nacht zum Montag im Amtsblatt veröffentlichten Dekret. Ursprünglich sollte der «Winterschlaf», wie die Finanzministerin und Sprecherin der linken Regierung María Jesús Montero sich ausdrückte, am Montag beginnen. (dpa)

Wirtschaftsweise fürchten Einbruch der Wirtschaft um bis zu 5,4 Prozent

Die deutsche Volkswirtschaft wird wegen der Corona-Pandemie deutlich schrumpfen. Die sogenannten Wirtschaftsweisen rechnen in einem am Montag veröffentlichen Sondergutachten mit einem Einbruch des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von im schlimmsten Fall 5,4 Prozent im Gesamtjahr. Bei einer kürzeren Dauer der Einschränkungen wegen der Krise und einer schnellen Erholung der Wirtschaft könnte das BIP demnach auch nur um 2,8 Prozent zurückgehen. (AFP)

Ansturm auf Website zur Meldung von Corona-Verstößen führt zum Crash

Eine Website, auf der Neuseeländer Verstöße gegen die Ausgangssperre wegen des Coronavirus melden können, ist wegen des großen Ansturms nach kurzer Zeit zusammengebrochen. Die am Sonntagnachmittag bereitgestellte Website sei von meldewilligen Neuseeländern geradezu überrannt worden, sagte Polizeisprecher Mike Bush am Montag. Innerhalb kürzester Zeit habe es bereits rund 4200 Meldungen gegeben.

"Das zeigt, wie wichtig es den Kiwis (Neuseeländern) ist, dass alle sich daran halten", zeigte sich Bush überzeugt. Gemeldet worden sei beispielsweise eine Party von rund 60 Leuten in einem Hostel für Rucksackreisende in Queenstown oder Fälle von Touristen, die trotz Ausgangsbeschränkungen weiter im Wohnmobil durchs Land reisten. (AFP)

Coronavirus in Berlin: Bestätigte Fälle steigen auf 2462

In Berlin gibt es derzeit 2462 bestätigte Fälle des neuartigen Coronavirus, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung am Sonntagabend mitteilte. Das sind 125 mehr als am Vortag. Samstag stieg die Zahl der Neuinfektionen um 185 Fälle. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden aktuell 312 Personen, 70 davon intensivmedizinisch. Alle anderen Personen sind häuslich isoliert. Elf an dem neuartigen Coronavirus erkrankte Patienten seien bislang verstorben.

Corona-Infektionen in Brandenburg steigen auf 846 - 104 neue Fälle

In Brandenburg hat sich die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 846 erhöht (Stand: 8.00 Uhr). Innerhalb von 24 Stunden kamen 104 neue Fälle hinzu, teilte das Gesundheitsministerium in Potsdam mit. 65 Covid-19-Patienten werden im Krankenhaus behandelt, 16 von ihnen werden künstlich beatmet. Im Zusammenhang mit der Viruserkrankung sind vier Todesfälle in Brandenburg gemeldet.

Die meisten Infektionen mit Sars-CoV-2 sind nach Angaben des Ministerium in der Stadt Potsdam registriert. Dort wurden 109 Menschen positiv auf den Erreger getestet. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark verzeichnete 98 Fälle, gefolgt vom Landkreis Oberhavel mit 91 nachweislich Infizierten. Die geringste Zahl an Fällen meldete die Stadt Frankfurt (Oder) mit sechs Fällen, gefolgt vom Landkreis Prignitz mit neun. (dpa)

Easyjet stellt gesamten Flugbetrieb ein

Easyjet hat seinen regulären Flugbetrieb wegen der Corona-Krise vorerst eingestellt. Sämtliche Flugzeuge blieben bis auf Weiteres am Boden, teilte der britische Billigflieger am Montag mit. Das Unternehmen begründete die Entscheidung mit den weltweiten massiven Reisebeschränkungen und den Beschränkungen des öffentlichen Lebens in zahlreichen Ländern Europas, berichtet die Agentur AFP. Wann der kommerzielle Flugbetrieb wieder aufgenommen wird, ließ Easyjet offen. Die Airline hatte bereits vergangene Woche fast alle Flüge gestrichen. Zugleich beteiligte sich Easyjet aber an der Rückholung von Kunden aus dem Ausland. Nach eigenen Angaben startete das Unternehmen dafür 650 Flüge und brachte mehr als 45.000 Menschen zurück.

Corona-Maßnahmen bleiben bis mindestens 20. April: Städtetag zeigt Verständnis

Der Deutsche Städtetag hat verständnisvoll auf die Einschätzung des Kanzleramts reagiert, dass vor dem 20. April die Beschränkungen in der Corona-Krise nicht gelockert werden. Städtetagspräsident Burkhard Jung machte aber auch deutlich, dass Deutschland den Ausnahmezustand nicht monatelang durchhalten werde. Er könne die Aussage von Kanzleramtschef Helge Braun gut verstehen, sagte der Leipziger Oberbürgermeister der Deutschen Presse-Agentur. «Der Erfolg der Maßnahmen zeigt sich nicht nach ein oder zwei Wochen.» Es brauche genügend Zeit, um das Gesundheitssystem besser vorzubereiten. Gesundheit und Menschenleben zu retten habe nun Priorität.

«Antworten auf die Fragen in der Bevölkerung zur Dauer der Maßnahmen und zu einer stufenweisen Rückkehr zur Normalität brauchen wir allerdings auch», sagte Jung. Der Alltag in den Städten habe sich so stark verändert, «dass wir das nicht monatelang durchhalten können». Der Ausnahmezustand müsse vorübergehend sein. «Wir brauchen danach Strategien der Lockerung, eventuell auch erneuter Zügelung und möglicherweise noch gezieltere Maßnahmen, bis wir nach einigen Monaten wieder zur Normalität zurückkehren können.»

Die Regierung will nach Ostern entscheiden, wie es nach dem dann folgenden Wochenende weitergeht. In den meisten Bundesländern müssten die Schüler nach den Osterferien eigentlich am 20. April wieder zur Schule gehen. (dpa)

Mediziner: Corona-Patienten gleichmäßig verteilen

Intensivmediziner in Deutschland fordern die bundesweit zentrale Verteilung von Coronavirus-Patienten auf die Kliniken des Landes. Sollte in "zwei bis vier Wochen" der Höhepunkt der Infektionszahlen erreicht werden, seien die Belastungsgrenzen für Kliniken in einigen Regionen überschritten, warnte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens, in den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Bundesregierung müsse deshalb so schnell wie möglich eine zentrale Stelle einrichten, die Patienten bundesweit auf weniger ausgelastete Kliniken verteile. Dabei sollten das Robert-Koch-Institut (RKI), das Gesundheitsministerium, das Innenministerium und die Bundeswehr beteiligt werden, forderte Janssens.

Damit eine solche länderübergreifende Verteilung funktioniere, müssten zudem Kliniken mit Intensivstationen staatlich verpflichtet werden, ihre Kapazitäten im bundesweiten Intensivregister der DIVI zu melden, sagte Janssens. Von den rund 1160 Kliniken haben nach seinen Angaben erst rund 700 ihre freien und belegten Intensivbetten gemeldet.

Expertin: Leben in Großbritannien könnte sich im Herbst normalisieren

Das Leben in Großbritannien dürfte sich nach Expertenangaben frühestens in etwa einem halben Jahr normalisieren. Ein zu schnelles Aufheben der Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie könnte eine zweite Infektionswelle auslösen, warnte Jenny Harries, die die Regierung in Medizinfragen berät, am Sonntagabend in London. «Das bedeutet aber nicht, dass wir sechs Monate lang eine komplette Ausgangssperre haben werden.» Die Maßnahmen müssten regelmäßig überprüft und angepasst werden.

In Großbritannien sind bereits mehr als 1200 Menschen an den Folgen der Covid-19-Lungenkrankheit gestorben, darunter mindestens zwei Ärzte. Die Regierung steht unter starkem Druck, weil sie nach Ansicht vieler Kritiker zu spät und zu lasch auf den Ausbruch reagiert habe. Ein großes Problem in Großbritannien ist, dass viel zu wenig Beatmungsgeräte bereitstehen und der staatliche Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) chronisch unterfinanziert und marode ist. Es mangelt unter anderem auch an Schutzausrüstungen wie Masken. (dpa)

Donald Trump rechnet mit 100.000 Corona-Toten in den USA

US-Präsident Donald Trump hat die Amerikaner in der Coronavirus-Krise auf dramatische Opferzahlen vorbereitet. Wenn es gelinge, die Todeszahl durch Eindämmungsmaßnahmen auf 100.000 zu begrenzen, «dann haben wir alle zusammen einen guten Job gemacht», sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Er fügte hinzu: «Das ist eine furchtbare Zahl.» Trump kündigte zudem an, bis Montag geltende Richtlinien zur sozialen Distanzierung um einen Monat bis Ende April auszuweiten.

Noch vor Kurzem sprach Donald Trump von vollen Kirchen zu Ostern - nun hat der US-Präsident seine Vorhersagen stark revidiert. Er erwartet nun doch kein rasches Abflauen der Pandemie in seinem Land mehr. Anfang Juni würden sich die USA auf dem Weg hinaus aus der Krise befinden, sagte Trump am Sonntag. Bislang hatte er davon gesprochen, dass die Maßnahmen nach Ostern wieder gelockert werden.

Die Zahl der verzeichneten Corona-Infektionsfälle in den USA stieg nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität bis zum Sonntagabend (Ortszeit) weiter deutlich an und erreichte rund 142.350. Damit rangieren die Vereinigten Staaten mit immer deutlicherem Abstand vor Italien, China und Spanien. Die Zahl der registrierten Todesfälle durch die Pandemie in den USA nahm der Universität zufolge auf 2494 zu.

In der Statistik des Todesfälle liegen die Vereinigten Staaten zwar weiterhin klar hinter Italien, Spanien und China. Der US-Seuchenexperte Anthony Fauci, der Trump im Kampf gegen die Pandemie berät, rechnet allerdings mit einem sprunghaften weiteren Anstieg der Todesfälle. Nach seinen Szenarien könnten zwischen 100.000 und 200.000 Menschen in den USA an der von dem neuartigen Erreger ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 sterben.

Trump äußerte am Sonntag die Erwartung, dass die Rate der Todesfälle in den USA zu Ostern - also in zwei Wochen - ihren Höhepunkt erreichen werde. Danach werde die Zahl neuer Todesfälle nachlassen, und zwar "hoffentlich sehr substanziell". Noch kürzlich hatte der Präsident eine deutliche Besserung der Lage bereits zu Ostern vorausgesagt. (AFP)

Berliner Schaubühne meldet Kurzarbeit an

Die Stilllegung des Kulturbetriebs wegen des Coronavirus trifft auch die Berliner Schaubühne hart. «Was uns im Moment am meisten umtreibt, ist die Frage: Wie lange wird es dauern?», sagte der künstlerische Leiter Thomas Ostermeier (51) der dpa. «Wenn dieser Zustand möglicherweise wirklich ein Jahr anhält, dann sieht die Welt danach nicht mehr so aus wie vorher.»

Der Theaterbetrieb sei heruntergefahren und für fast alle Mitarbeiter Kurzarbeitergeld beantragt worden. «Wir haben momentan eine Videokonferenz nach der anderen», sagte Ostermeier. «Was können wir für die Mitarbeiter tun? Und wie schaffen wir es, nicht gleichzeitig in eine Totalkatastrophe der Verschuldung hineinzulaufen?»

Weil die Vorstellungen ausfallen, zeigt die Schaubühne online ältere Aufzeichnungen. Am ersten Abend hätten sie 20 000 Aufrufe gehabt «und damit mehr Zuschauer als mancher deutscher Arthouse-Film im Kino». «Das wird auch international sehr gut angenommen», sagte Ostermeier. Am Mittwoch soll «Hamlet» mit Lars Eidinger laufen.

Als Privattheater seien sie darauf angewiesen, hohe Einnahmen zu erzielen. «Das schaffen wir zum einen, weil viele Abende ausverkauft sind, aber auch weil wir sehr viel auf Tour gehen», sagte Ostermeier. Einige Auftritte im Ausland wurden abgesagt. «Ich befürchte, dass wir ganz viele von unseren kommenden Gastspielen nicht wahrnehmen können, und das sind natürlich massive Einbußen.» (dpa)

Coronavirus: Südkorea meldet weniger Neuinfektionen

Die Zahl der täglich erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist erneut auf unter 100 gesunken. Am Sonntag seien 78 Menschen positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Montag mit. Die Gesamtzahl erreichte damit 9661. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus wurde mit 158 angegeben. (dpa)

Trudeau bleibt trotz Genesung seiner Frau von Corona-Infektion in Quarantäne

Die Ehefrau des kanadischen Regierungschefs Justin Trudeau ist von ihrer Coronavirus-Infektion genesen, der Ministerpräsident bleibt aber noch in Quarantäne. Da die Ärzte nicht wüssten, wann genau sich seine Frau mit dem neuartigen Erreger angesteckt habe, setzte er seine freiwillige Selbstisolation vorsichtshalber um mindestens weitere zwei Wochen fort, sagte Trudeau am Sonntag im Gespräch mit Reportern in Ottawa.

In dieser Zeit solle Gewissheit darüber erreicht werden, dass er nicht selber mit dem Coronavirus infiziert sei, sagte Trudeau. Das Pressegespräch führte der Regierungschef von der Veranda seines Hauses aus - in gebührendem Abstand zu den Journalisten.

Trudeau befindet sich in Quarantäne, seit seine Frau nach Rückkehr von einer London-Reise am 12. März positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Sophie Grégoire Trudeau teilte ihrerseits bereits am Samstag mit, die Ärzte hätten sie für geheilt erklärt.

Nach Angaben des Regierungschefs werden seine Frau und drei Kinder die nächste Zeit in der offiziellen Sommerresidenz der kanadischen Ministerpräsidenten in Harrington Lake nordwestlich von Ottawa verbringen. (dpa)

Aufnahmestopp am Klinikum Wolfsburg wegen Corona-Infektion

Das Klinikum Wolfsburg nimmt aufgrund von Corona-Infektionsfällen unter den Mitarbeitern keine neuen Patienten mehr auf. Diese werden auf umliegende Krankenhäuser verteilt, wie die Stadt am Sonntagabend mitteilte. Zudem seien ab sofort keine Besuche mehr erlaubt, «auch nicht die bisherigen Ausnahmen». Die Stadt hat stark mit der Coronavirus-Pandemie zu kämpfen - in einem Wolfsburger Alters- und Pflegeheim sind insgesamt 15 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Ähnlich wie in dem Heim, in dem überwiegend Demenzkranke leben, werden auch im Klinikum die Vorsichtsmaßnahmen weiter verschärft. Das gesamte Klinikpersonal arbeite «ab sofort im Vollschutz», hieß es von der Stadt: «Die Patienten werden so verteilt, dass nur noch ein Patient pro Zimmer liegt.» (dpa)

Donald Trump: Erst im Juni wird es besser

Noch vor Kurzem sprach Donald Trump von vollen Kirchen zu Ostern - nun hat der US-Präsident seine Vorhersagen stark revidiert. Er erwartet nun doch kein rasches Abflauen der Pandemie in seinem Land mehr. Anfang Juni würden sich die USA auf dem Weg hinaus aus der Krise befinden, sagte Trump am Sonntag. Bislang hatte er davon gesprochen, dass die Maßnahmen nach Ostern wieder gelockert werden.

Die Zahl der verzeichneten Corona-Infektionsfälle in den USA stieg nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität bis zum Sonntagabend (Ortszeit) weiter deutlich an und erreichte rund 142.350. Damit rangieren die Vereinigten Staaten mit immer deutlicherem Abstand vor Italien, China und Spanien. Die Zahl der registrierten Todesfälle durch die Pandemie in den USA nahm der Universität zufolge auf 2494 zu.

In der Statistik des Todesfälle liegen die Vereinigten Staaten zwar weiterhin klar hinter Italien, Spanien und China. Der US-Seuchenexperte Anthony Fauci, der Trump im Kampf gegen die Pandemie berät, rechnet allerdings mit einem sprunghaften weiteren Anstieg der Todesfälle. Nach seinen Szenarien könnten zwischen 100.000 und 200.000 Menschen in den USA an der von dem neuartigen Erreger ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 sterben.

Trump äußerte am Sonntag die Erwartung, dass die Rate der Todesfälle in den USA zu Ostern - also in zwei Wochen - ihren Höhepunkt erreichen werde. Danach werde die Zahl neuer Todesfälle nachlassen, und zwar "hoffentlich sehr substanziell". Noch kürzlich hatte der Präsident eine deutliche Besserung der Lage bereits zu Ostern vorausgesagt. (AFP)

US-Präsident Donald Trump. Foto: AP/Alex Brandon

Argentinien verlängert Ausgangsbeschränkungen um zwei Wochen

Angesichts der sich weiter ausbreitenden Corona-Pandemie hat die argentinische Regierung die weitreichenden Ausgangsbeschränkungen verlängert. Die Maßnahmen sollen mindestens bis Ostern beigehalten werden, teilte Präsident Alberto Fernández nach einer Kabinettssitzung am Sonntag mit. «Dies ist ein Krieg gegen eine unsichtbare Armee», sagte der Staatschef. «Ich bin davon überzeugt, dass wir gute Ergebnisse erzielen, wenn wir uns weiter an die Quarantäne halten.» Bislang haben sich in dem südamerikanischen Land 820 Menschen nachweislich mit den neuartigen Coronavirus infiziert. 20 Patienten sind gestorben.

Um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, hatte die Regierung am 20. März weitreichende Ausgangsbeschränkungen verfügt. Landesweit dürfen die Menschen ihre Häuser und Wohnungen nicht mehr verlassen. Erlaubt sind nur Besorgungen in nahe gelegenen Lebensmittelgeschäften und Apotheken. Einige Berufsgruppen sind von der Ausgangssperre ausgenommen: Ärzte, Pfleger und Polizisten, Mitarbeiter in der Lebensmittel-, Pharma- und Petroindustrie, Angestellte von Supermärkten und Apotheken sowie Beschäftigte von Logistikfirmen. (dpa)

Innenausschuss tagt erneut zum Thema Coronavirus

Der Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses befasst sich am Montag (10.30 Uhr) erneut mit der Gefahr durch das Coronavirus und Möglichkeiten der Eindämmung. Das ist der einzige inhaltliche Tagesordnungspunkt. Dabei wird es voraussichtlich auch um die Maßnahmen und Kontrollen der Polizei in den vergangenen Tagen und besonders am Wochenende gehen. Seit zwei Wochen ist die Polizei zum Teil auch für die Durchsetzung der Verbote zuständig. Erst ging es nur um geschlossene Clubs und Kneipen, dann wurde auch ein großer Teil der Geschäfte geschlossen und den Menschen wurde untersagt, sich gegenseitig zu besuchen oder in Gruppen draußen zusammenzutreffen.

Der Innenausschuss ist einer der wenigen Ausschüsse, der weiter tagt - wenn auch mit einer verringerten Zahl an Teilnehmern und großen Abständen zwischen den einzelnen Politikern. (dpa)


+++ 29. März +++

833 Corona-Diagnosen in Brandenburg bestätigt - 98 neue Fälle

In Brandenburg haben sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums bislang nachweislich 833 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Bis Sonntagnachmittag (16.00 Uhr) seien innerhalb von 24 Stunden 98 neue Fälle hinzugekommen, teilte das Ministerium in Potsdam mit. 65 Covid-19-Patienten liegen im Krankenhaus, 16 von ihnen werden künstlich beatmet. Vier Todesfälle sind in Brandenburg im Zusammenhang mit der Viruserkrankung gemeldet.

In Potsdam war in der Nacht zu Samstag ein weiterer Patient nach einer Coronavirus-Infektion gestorben. Der Mann sei 78 Jahre alt und vorerkrankt gewesen, teilte die Stadtverwaltung mit. Den ersten Toten in Brandenburg hatte der Landkreis Oberhavel am Freitag der vergangenen Woche (20.3.) gemeldet: Dort starb ein 81 Jahre alter Mann nach einer Infektion mit dem neuartigen Virus. Zwei weitere Todesfälle folgten in Potsdam, wo am Donnerstag ein 88 Jahre alter Mann und am Freitag ein 80-Jähriger starben. (dpa)

Deutschland registriert rund 4000 neue Infektionen an einem Tag

Innerhalb eines Tages ist die Zahl der registrierten Corona-Infizierten in Deutschland um mindestens 4000 Fälle gestiegen. Das geht aus den Daten hervor, die das Robert Koch-Institut am Sonntagvormittag veröffentlichte (Stand Sonntag 00.00 Uhr). Demnach zählte es bislang insgesamt 52.547 Fälle - 63 pro 100.000 Einwohner. Das waren 3965 Fälle mehr als am Vortag. Insgesamt seien bislang 389 Infizierte gestorben. Die Zahlen lassen sich nicht einfach von Tag zu Tag vergleichen. So hat das RKI nach eigenen Angaben am Samstag von drei Bundesländern keine Zahlen übermittelt bekommen. In Spanien und Italien gibt es einen leichten Lichtblick, die Zahlen steigen etwas langsamer.

Weltweit sind nach Auskunft der Johns-Hopkins-Universität (USA) bis Sonntagmittag mehr als 31.700 mit dem Virus infizierte Menschen gestorben. Den Angaben zufolge haben sich rund 680.000 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. 145.000 infizierte Menschen seien inzwischen genesen. Experten gehen weltweit von einer hohen Dunkelziffer aus. Es gebe in kaum einem Land genügend Tests, um die Menschen flächendeckend zu untersuchen. (dpa)

Norwegen will sich mit Zufallstests besseres Corona-Bild verschaffen

Um ein besseres Bild von der Zahl der Coronavirus-Infektionen im Land zu erhalten, will Norwegen bald auch Menschen ohne Symptome testen. Die norwegischen Gesundheitsbehörden bereiteten sich darauf vor, solche zufälligen Tests in die Wege zu leiten, berichtete der norwegische Rundfunksender NRK am Sonntag. Derzeit werde abgeklärt, wie dies durchgeführt und finanziert werden solle, sagte ein Vertreter des nationalen Gesundheitsinstituts dem Sender. Ziel solcher Zufallstests soll sein, die tatsächliche Ausbreitung des Coronavirus besser einschätzen zu können.

Vorbild soll dabei Island sein, das in Rekordzeit die an der Einwohnerzahl gemessen meisten Tests weltweit auf die Beine gestellt hatte. Bis Mitte der Woche sind auf der Nordatlantik-Insel nach Angaben der isländischen Regierung 12 000 der rund 360 000 Einwohner getestet worden, darunter Tausende, die symptomfrei gewesen sind. Ziel soll es letztlich sein, die gesamte Bevölkerung zu testen.

Bis Sonntag wurden in Norwegen nach Behördenangaben 4102 Infektionen nachgewiesen. 22 Menschen sind bislang nach einer Coronavirus-Infektion gestorben, ihr Durchschnittsalter lag bei 84 Jahren. Rund 85 000 Menschen wurden bis dato auf Sars-CoV-2 getestet, was bedeutet, dass die Tests bei etwa vier Prozent positiv ausgefallen sind. (dpa)

Sechs französische Corona-Patienten werden in Berlin behandelt

Berlin hat aus Solidarität sechs schwerkranke Corona-Patienten aus Frankreich aufgenommen. Sie werden jetzt in der Berliner Charité intensivmedizinisch behandelt, wie die Klinik und die Senatskanzlei am Sonntag mitteilten.

Demnach kommen die Patienten aus dem besonders stark von der Corona-Epidemie betroffenen Elsass. Sie wurden am Samstag mit zwei Privatflugzeugen aus Straßburg ausgeflogen, die die französische Botschaft organisiert hatte. Kurz vor Mitternacht kam der letzte Patient in Berlin an. Der Zustand der Menschen, die an drei Charité-Standorten behandelt werden, sei einigermaßen stabil, hieß es.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte die Hilfsaktion am Samstagmorgen angekündigt. «Solidarität hört nicht an der Stadtgrenze auf», erklärte er. «Wir haben die Kapazitäten und können und wollen in Einzelfällen auch helfen und Unterstützung anbieten.» In dieser akuten Krisensituation sei das selbstverständlich.

Spanien meldet mit 838 neuen Höchststand an Corona-Todesfällen an einem Tag 

Mit 838 Todesopfern durch das neuartige Coronavirus binnen 24 Stunden hat Spanien einen neuen traurigen Rekord gemeldet. Die Gesamtzahl der Corona-Opfer in dem Land stieg damit auf 6528, wie das Gesundheitsministerium in Madrid am Sonntag mitteilte.

Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg innerhalb eines Tages um 9,1 Prozent auf 78.797 Fälle. Mit Ausnahme von Donnerstag war die Zahl der neu hinzugekommenen Corona-Opfer in Spanien in den vergangenen Tagen stetig gestiegen.

Gleichzeitig stieg die Zahl der bereits wieder genesenen Patienten seit Samstag um 19,7 Prozent auf 14.709, wie das Ministerium weiter mitteilte. (AFP)

RKI-Chef: Müssen damit rechnen, dass die Kapazitäten nicht reichen

Der Leiter des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler.  Foto: Annegret Hilse/Reuters-Pool/dpa

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, kann nicht ausschließen, dass sich die Versorgungssituation in der Corona-Krise auch in Deutschland zuspitzen könnte. Das machte er mit Blick auf die dramatische Situation in Ländern wie Italien deutlich. „Wir können nicht ausschließen, dass wir hierzulande ebenfalls mehr Patienten als Beatmungsplätze haben. Ob es so kommt, ist Spekulation“, sagte Wieler im Interview der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Wir müssen jedenfalls damit rechnen, dass die Kapazitäten nicht ausreichen, ganz klar.“ In Italien war die Zahl der Toten im Zuge der Corona-Pandemie am Samstag auf mehr als 10.000 gestiegen. (dpa)

Schutzmasken dringend gesucht: Regierung will schnelleren Nachschub

Um den Mangel an Schutzmasken und -kitteln in der Corona-Krise einzudämmen, versucht die Bundesregierung den Ankauf zu beschleunigen. Dafür hat sie ein besonderes Verfahren gestartet, in dem Lieferverträge ohne weitere Verhandlungen über den Kaufpreis zustande kommen. Zuerst hatte die «Welt am Sonntag» darüber berichtet. Das sogenannte Open-House-Verfahren sieht vor, dass Anbieter mindestens 25.000 OP-Masken, Schutzkittel oder FFP2-Mundschutze anbieten können und der Bund diese zu einem von ihm selbst festgelegten Preis kauft - das ist einfacher und schneller als das sonst geltende Vergaberecht mit Ausschreibungen. (dpa)

Deutsche Passagiere eines Kreuzfahrtschiffs werden aus Australien ausgeflogen

Nach der Irrfahrt eines Kreuzfahrtschiffs mit Corona-Fällen an Bord sollen die überwiegend deutschen Passagiere am Sonntagabend von Australien nach Deutschland ausgeflogen werden. Die rund 800 Passagiere würden mit vier Maschinen aus der Hauptstadt Perth über das thailändische Phuket nach Frankfurt gebracht, sagte eine Sprecherin der deutschen Fluggesellschaft Condor der Nachrichtenagentur AFP. Nach Angaben des deutschen Reiseveranstalters "Phoenix Reisen" werden die Reisenden am Montagmorgen in Frankfurt landen.

Die "Artania" war eines von drei Kreuzfahrtschiffen, denen die australischen Behörden aus Furcht vor einem weiteren Anstieg der Coronavirus-Infektionen im Land das Anlegen zunächst verweigert hatte. Am Freitag durfte das Schiff schließlich im Hafen von Fremantle anlegen. Nach Angaben des australischen Gesundheitsministeriums wurden zwölf Passagiere der "Artania" positiv auf das Virus getestet. Mindestens neun wurden zur Behandlung in Krankenhäuser in Perth gebracht.

Nach Angaben der australischen Behörden befinden sich überwiegend Deutsche an Bord, aber auch einige Franzosen und Schweizer. Auch Letztere sollen nach Angaben des Reiseveranstalters nach Frankfurt geflogen werden, sofern ihre Weiterreise in ihre Heimat gewährleistet ist. (AFP)


+++ 28. März +++

2337 Corona-Infizierte in Berlin: Fast 200 neue Fälle

In Berlin gibt es derzeit 2337 bestätigte Coronavirus-Fälle. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Samstagabend mit. Die Zahl der Infizierten in der Hauptstadt ist somit um 185 gestiegen. 300 der infizierten Personen werden im Krankenhaus isoliert und behandelt, 64 davon intensivmedizinisch. Alle anderen Personen befinden sich in häuslicher Isolation. Neun Personen seien bislang an dem neuartigen Coronavirus verstorben, heißt es weiter. (BK)

Spanien schließt "nicht lebenswichtige Unternehmen"

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat im Kampf gegen das Coronavirus eine weitere Verschärfung der bereits seit zwei Wochen geltenden Ausgangsbeschränkungen angekündigt. Ab Montag sollen aller Arbeitnehmer, die keine unbedingt notwendigen Arbeiten verrichten, zwei Wochen lang zu Hause bleiben, erklärte der Regierungschef am Samstagabend in einer Fernsehansprache. Welche Sektoren genau gemeint sind, sagte er nicht. Das Gehalt werde den Betroffenen in dieser Zeit weiter gezahlt, die nicht geleisteten Arbeitsstunden könnten sie später schrittweise nachholen.

Seit dem Inkrafttreten des Alarmzustandes am 15. März durften Angestellte und Selbstständige trotz Ausgangsbeschränkungen weiter in ihre Büros gehen. Jedoch war die Bevölkerung aufgefordert, so viel wie möglich von Zuhause aus zu arbeiten. Jetzt schickt Sánchez die meisten Arbeitnehmer komplett in eine Art «Zwangsurlaub». Die Bevölkerung darf bereits seit zwei Wochen nur noch in Ausnahmefällen aus dem Haus, so etwa zum Einkaufen und nur alleine. Spazieren gehen oder Sport im Freien sind in Spanien derzeit nicht erlaubt.

«In Spanien stehen wir vor den schwersten Stunden, das Virus trifft uns mit erbarmungsloser Gewalt», betonte Sánchez. Erst am Mittag war bekannt geworden, dass allein seit Freitag 832 Covid-19-Patienten gestorben waren - das war der bisher höchste Anstieg überhaupt. Insgesamt sind knapp 5700 Menschen an dem Virus gestorben. Die Zahl der Infizierten kletterte auf rund 72 000. Der Anstieg nimmt prozentual gesehen aber seit Tagen ab. Die Regierung hatte zuletzt beschlossen, das ursprünglich für 15 Tage geplante Ausgehverbot bis zum 11. April zu verlängern. (dpa)

Pedro Sanchez, Ministerpräsident von Spanien. Foto: dpa/AP/Mariscal/POOL EFE

Mehr als 10.000 Corona-Tote in Italien

In Italien sind seit Beginn der Pandemie mehr als 10 000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Der Zivilschutz meldete am Samstag 889 neue Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 10.023. (dpa)

Investitionsbank: Eine Million Euro Hilfe sind schon angekommen

Die Hilfen für Berliner Unternehmen sind nach Angaben der Investitionsbank Berlin (IBB) bereits in großem Umfang angelaufen. Die IBB vergibt im Auftrag des Landes Zuschüsse für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmer. In einer Kombination von Bundes- und Landesmitteln gibt es Zuschüsse bis 14 000 Euro für Unternehmen bis fünf und 15.000 Euro für Unternehmen mit sechs bis zehn Beschäftigten. Bereits am Freitag haben 110 Personen Mittel in Höhe von rund einer Million Euro auf ihren Konten gehabt, wie die IBB am Samstag mitteilte. Das entspreche durchschnittlich 9000 Euro pro Antrag. Am Montag sollen weitere Gelder in Höhe von über 40 Millionen Euro an mehrere Tausend Personen angewiesen werden.

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Die Nachfrage nach den Darlehen im Rahmen des «Soforthilfe Pakets I» ist nach Angaben der IBB deutlich größer als erwartet. «Wir haben bisher 836 vollständig eingereichte Anträge mit einem beantragten Volumen von 152 Millionen Euro erhalten», so Jürgen Allerkamp, Vorsitzender des Vorstands der IBB. «Damit erreichen wir innerhalb einer Woche das Kreditvolumen, das wir sonst innerhalb eines halben Jahres erzielen.» Das Land hat der IBB zufolge einen Kreditrahmen für bisher gesunde Unternehmen in Höhe von 100 Millionen Euro beschlossen und eine Erhöhung auf 200 Millionen in Aussicht gestellt.

Wenn alle Anträge, die momentan in Bearbeitung seien, bewilligt würden, beliefe sich das Volumen der IBB zufolge auf mehr als 300 Millionen Euro. Deshalb setzt die Investitionsbank nach eigenen Angaben die Annahme weiterer Anträge aus, um mit den Senatsverwaltungen für Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie Finanzen das weitere Vorgehen zu beraten. Alle eingegangenen Anträge würden jedoch bearbeitet. (dpa)

Weltweit mehr als 600.000 nachgewiesene Coronavirus-Infektionen

Mehr als 600.000 Menschen haben sich weltweit nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert. Kurz nach Samstagmittag bezifferte die renommierte Johns-Hopkins-Universität die Zahl der nachweislich Infizierten mit 614 884. Demnach starben mehr als 28.600 in Folge oder an der Lungenkrankheit Covid-19, die das Virus auslösen kann. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Es gebe in kaum einem Land genügend Tests, um die Menschen flächendeckend zu untersuchen. Allein in den USA sind mehr als 104 830 Infektionen nachgewiesen worden, in Italien mehr als 86.490 und in China mehr als 81.990.

Trump: Erwägen, New York «unter Quarantäne zu stellen» 

Die US-Regierung erwägt nach Aussage von Präsident Donald Trump in der Coronavirus-Krise, New York und andere besonders betroffene Landesteile abzuschotten. «Einige Leute würden New York gerne unter Quarantäne gestellt sehen, weil es ein Hotspot ist», sagte Trump am Samstag außerhalb des Weißen Hauses zu Reportern. Er spezifizierte, dass es bei den Überlegungen um Reisebeschränkungen für Bewohner von Regionen gehe, in denen sich besonders viele Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben.

Neben New York werde auch über New Jersey und gewisse Teile von Conneticut nachgedacht, sagte Trump. Viele New Yorker würden derzeit nach Florida reisen. «Das wollen wir nicht», sagte Trump. Mit Blick auf mögliche Einschränkungen der Bewegungsfreiheit sagte Trump: «Ich würde es lieber nicht tun, aber vielleicht brauchen wir es.» (dpa)

Amtsarzt: Berlins Corona-Infektionszahlen sind unterschätzt

Der Reinickendorfer Amtsarzt Patrick Larscheid hält die aktuellen Infektionszahlen in der Coronavirus-Pandemie für die Hauptstadt für unterschätzt. „Der Fallzahlanstieg kann ja nur so groß sein wie die Testkapazität ist“, sagte er am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. „Das ist der Knackpunkt. Die Tests in Berlin sind weiter auf 2000 am Tag limitiert. Der Bedarf geht aber darüber hinaus.“ Für eine Abschätzung, ob Schutzmaßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen wirkten, ist es nach Larscheids Meinung allein wegen dieser unsicheren Datenlage noch viel zu früh.

In Berlin waren mit Stand vom Freitagabend offiziell 2152 bestätigte Coronavirus-Infektionen registriert - darunter acht Todesfälle. 261 Covid-19-Patienten wurden im Krankenhaus behandelt, davon 53 Menschen auf einer Intensivstation. 645 Erkrankte seien wieder genesen. (dpa)

Russland schließt seine Grenzen wegen Coronavirus vollständig

Im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus schließt Russland seine Grenzen vollständig. Ab Mitternacht in der Nacht zum Montag werde der Verkehr an allen Grenzübergängen auf Straßen, Bahnverbindungen, Häfen und Fußgängerübergängen "vorübergehend beschränkt", hieß es in einem am Samstag veröffentlichten Dekret. Ausgenommen sind nur russische Diplomaten und Lastwagenfahrer.

Mit der Grenzschließung solle verhindert werden, dass "neue Infektionsfälle ins Land kommen". Betroffen ist demnach auch die Grenze zu Weißrussland, an der es normalerweise keinerlei Kontrollen gibt.

Russland hatte seine Grenzen vor einer Woche bereits für Ausländer geschlossen und internationale Flüge am Donnerstag eingestellt. Nach offiziellen Zahlen wurden in Russland bisher 1264 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus diagnostiziert, vier Menschen starben. (AFP)

Katze steckt sich bei einem Menschen mit Coronavirus an

Eine Katze hat sich in Belgien bei einem Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Von dem Fall berichtet die belgische Behörde für Lebensmittelsicherheit AFSCA auf ihrer Webseite. Bisher gebe es aber keine Hinweise, dass sich das Virus von Haustieren auf Menschen oder auf andere Tiere übertrage.

Die Katze in Belgien und zwei Hunde in Hongkong seien die einzige bekannten Fälle, bei denen sich Haustiere bei infizierten Menschen angesteckt hätten. Die Hunde hätten keine Symptome gezeigt, die Katze aber habe vorübergehend Atem- und Verdauungsbeschwerden gehabt. Am Freitag hatten die Gesundheitsbehörden unter Berufung auf die veterinärmedizinische Fakultät der Universität Lüttich über den Fall informiert.

Die AFSCA betonte: «Das Risiko einer Übertragung des Virus von Haustieren auf den Menschen ist im Vergleich zum Übertragsrisiko durch direkten Kontakt von Menschen untereinander zu vernachlässigen.» Trotzdem werde dringend empfohlen, die üblichen Hygieneregeln zu befolgen. Dazu gehöre, allzu engen Kontakt zum Tier zu vermeiden, vor allem, wenn man selbst krank sei. Nach jedem Streicheln sollte man sich die Hände waschen und sich nicht vom Haustier im Gesicht lecken lassen, schreibt die AFSCA. (dpa)

Covid-19-Patient stirbt in Potsdam - Vierter Todesfall in Brandenburg

In Potsdam ist in der Nacht zu Samstag ein weiterer Patient nach einer Coronavirus-Infektion gestorben. Der Mann sei 78 Jahre alt und vorerkrankt gewesen, teilte die Stadtverwaltung mit. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle erhöhte sich damit in Brandenburg auf vier. (dpa)

Mehr als 800 Corona-Tote in 24 Stunden in Spanien

Im besonders schwer vom Coronavirus betroffenen Spanien sind innerhalb von 24 Stunden 832 neue Todesopfer verzeichnet worden. Das ist der höchste Anstieg, der in dem Land bislang registriert wurde, wie die Gesundheitsbehörden in ihrer täglichen Bilanz mitteilten. Insgesamt kletterte die Zahl der Opfer seit Freitag auf knapp 5700. Auch die Zahl der Infizierten stieg weiter an und lag am Samstagmittag bei rund 72.000, etwa 8000 mehr als am Vortag. Jedoch hält sich damit der prozentuale Anstieg seit Tagen relativ niedrig. Mehr als 12.000 Menschen sind bereits wieder gesund. Die am heftigsten betroffene Region bleibt Madrid, wo fast die Hälfte aller Todesfälle verzeichnet wurde. Nach Italien ist Spanien weiterhin das Land in Europa, das vom neuen Virus Sars-CoV-2 am stärksten in Mitleidenschaft gezogen wird. (dpa)

Spanien: Soldaten in Schutzanzügen gehen mit Abstand in Richtung eines Seniorenheims, wo sie Desinfektionsmaßnahmen durchführen sollen. Foto: dpa/David Zorrakino/Europa Press

Fast 50.000 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 316 Tote

In Deutschland sind bis Samstagvormittag mehr als 48.800 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 12.000 nachgewiesenen Fällen und 88 Toten sowie Bayern mit mindestens 10.180 Fällen und 60 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 9729 Fällen und 101 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 95,5 die meisten Infektionen.

Mehr als 316 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten. (dpa)

Kanzleramtschef: Corona-Maßnahmen in Deutschland bleiben bis 20. April bestehen

Die wegen der Corona-Pandemie in Deutschland geltenden Einschränkungen bleiben laut Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) mindestens bis zum 20. April bestehen. "Wir reden jetzt bis zum 20. April nicht über irgendwelche Erleichterungen", sagte Braun dem "Tagesspiegel". "Bis dahin bleiben alle Maßnahmen bestehen", betonte Braun. "Läden, Restaurants, Schulen und die Universitäten sind geschlossen."

Unmittelbar nach Ostern werde feststehen, wie es nach dem 20. April weitergehe, sagte der Kanzleramtschef. Entscheidend sei hierbei die Entwicklung der Infektionsgeschwindigkeit. "Wenn wir es schaffen, die Infektionsgeschwindigkeit so zu verlangsamen, dass wir zehn, zwölf oder noch mehr Tage haben bis zu einer Verdopplung, dann wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte Braun.

Helge Braun (CDU), Chef des Bundeskanzleramtes. Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka

Als Vorbild im Kampf gegen die Corona-Pandemie nannte Braun Südkorea. "Die haben zum einen genau solche Kontaktbeschränkungen gemacht, wie wir das jetzt in Deutschland praktizieren. Sie haben darüber hinaus ein digitales Tracking verwendet, über das man quasi vollautomatisiert erfährt, falls man Kontakt zu Infizierten hatte."

Zudem habe das Land einen "sehr breiten Ansatz beim Testen" verfolgt, sagte Braun. Auch die Bundesregierung setze auf eine Ausweitung der Testkapazitäten. Es solle auch ein Test entwickelt werden, um zu sehen, wer schon infiziert war, ohne es zu merken und sich so bereits immunisiert hat. Die Nutzung spezieller Apps im Kampf gegen Corona müsse mit dem Datenschutz in Deutschland vereinbar sein, betonte Braun.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Freitag haben sich in Deutschland fast 42.300 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. 253 Patienten starben. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete mehr als 50.0000 Infizierte und 342 Tote in Deutschland. (afp)

Berlin nimmt sechs Corona-Patienten aus Frankreich auf

Berlin nimmt sechs schwerkranke Corona-Patienten aus Frankreich auf. Sie sollen an diesem Samstag in die Charité kommen, teilte eine Sprecherin des Senats am Samstag mit. Die Infizierten werden den Angaben zufolge per Flugzeug von der Uniklinik Straßburg nach Berlin gebracht, um im Krankenhaus intensivmedizinisch behandelt zu werden. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte sich am Mittwoch mit dem Chef der Charité, Professor Heyo K. Kroemer, darauf verständigt, Corona-Patienten aufzunehmen.

Auch aus Italien werde aktuell ein Transport vorbereitet. Die Charité hat angeboten, in ausgewählten Einzelfällen zu helfen und schwererkrankte Corona-Patienten aus anderen Ländern aufnehmen zu können. Müller sagte dazu: „Solidarität hört nicht an der Stadtgrenze auf. Wir haben die Kapazitäten und können und wollen in Einzelfällen auch helfen und Unterstützung anbieten.“ In dieser akuten Krisensituation sei das selbstverständlich.

Der Senat hatte am Mittwoch angekündigt, dem Beispiel anderer Bundesländer folgen und schwer kranke Corona-Patienten aufnehmen zu wollen. Zunächst war dabei von Erkrankten aus Italien die Rede gewesen. (dpa)

Coronavirus: Zwei Deutsche auf Zypern und auf Kreta gestorben

Ein 67-Jähriger Deutscher Tourist ist auf Zypern an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Dies habe das Krankenhaus im türkischen besetzten Nordteil der Insel mitgeteilt, berichtete das zyprische Staatsfernsehen (RIK) am Samstag. Vor zwei Tagen war auf der griechischen Insel Kreta ein 42 Jahre alter Deutscher Mathematikprofessor an einer Lungenembolie als Folge einer Infektion mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2 gestorben. (dpa)

Berlin: Polizei kontrolliert Aufenthaltsbeschränkung im Freien

Die Menschen in der Hauptstadt müssen sich an diesem Wochenende darauf einstellen, dass die Polizei angesichts des Sonnenscheins verstärkt die Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise kontrolliert. Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) kündigte an, Polizisten seien weiterhin unterwegs, um die Menschen an die Regeln zu erinnern. Gegen hartnäckige Verweigerer werde man konsequent vorgehen.

Geisel forderte die Menschen auf, sich auch bei schönem Wetter an die Abstandsregeln zu halten und auf längere Aufenthalte draußen zu verzichten. Auch die Polizei hatte am Freitag gewittert, dass die Berliner bei ihren kurzen Spaziergängen oder sportlichen Aktivitäten bereits gefüllte Parks und Grünflächen meiden sollen. In Berlin war es unter anderem in Parks zu Verstößen gegen die Kontaktverbote gekommen. (dpa)

Isolation chinesischer Millionenmetropole Wuhan beendet

Nach zwei Monaten im Ausnahmezustand kehrt in der zentralchinesischen Metropole Wuhan allmählich wieder Alltag ein: Die Isolation der Millionenmetropole, die als Ausgangspunkt der Coronavirus-Pandemie gilt, ist am Samstag beendet worden. Die Einreise in die Hauptstadt der Provinz Hubei ist nun wieder erlaubt, das Ausreiseverbot gilt aber noch bis zum 8. April. Der U-Bahn- und Fernverkehr wurde wiederaufgenommen, Einkaufszentren dürfen kommende Woche ihre Pforten öffnen. (afp)

721 bestätigte Corona-Diagnosen in Brandenburg - 89 neue Fälle

Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen in Brandenburg hat sich am Samstag weiter erhöht: 721 Fälle waren am Morgen (Stand 08.00 Uhr) gemeldet, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam mitteilte. Damit kamen innerhalb von 24 Stunden 89 Infektionen hinzu. 54 Covid-19-Patienten liegen im Krankenhaus, elf von ihnen werden künstlich beatmet. Weiterhin sind drei Todesfälle im Zusammenhang mit der Viruserkrankung gemeldet. (dpa)

Handel: Supermarktkunden sollten Mundschutz tragen

In der Corona-Krise ruft der Einzelhandel in Berlin und Brandenburg die Kunden von Supermärkten dazu auf, beim Einkaufen einen Mundschutz zu tragen. «Je mehr Leute ihn freiwillig tragen, desto mehr schützen sie andere», sagte Verbands-Hauptgeschäftsführer Nils Busch-Petersen. «Wir freuen uns auch über ein Lächeln hinterm Mundschutz.»

Für immer mehr Verkäufer gebe es Plexiglas-Scheiben über den Kassen zum Schutz vor möglichen Infektionen, erklärte der Branchenvertreter. Zudem regelten Händler den Zugang zu ihren Geschäften, etwa über die Zahl der Einkaufswagen. Dann würden nur Kunden mit Wagen eingelassen. (dpa)

Luftwaffe beginnt mit Transport italienischer Corona-Patienten nach Deutschland

Die Luftwaffe hat mit dem Transport schwerkranker Corona-Patienten aus Italien nach Deutschland begonnen. Ein Airbus der Luftwaffe sei am Morgen in Bergamo gelandet und nehme sechs Patienten auf, teilte die Luftwaffe am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Mehrere Kliniken in Nordrhein-Westfalen hatten zuvor angekündigt, in den kommenden Tagen insgesamt zehn Corona-Patienten aus Italien und vier Patienten aus Frankreich aufzunehmen.

Die Staatskanzlei Düsseldorf hatte am Freitagabend mitgeteilt, dass sich mehrere Kliniken in Nordrhein-Westfalen zur Aufnahme von Corona-Intensiv-Patienten aus Italien und Frankreich bereiterklärt hätten. Die ersten sechs Patienten aus den besonders betroffenen Regionen Lombardei und Piemont sollen demnach zum Flughafen Köln/Bonn gebracht und anschließend auf mehrere Kliniken des Bundeslandes verteilt werden.

Je zwei Patienten sollen demnach in das Universitätsklinikum Köln, das Universitätsklinikum Bonn und das Katholische Klinikum Bochum gebracht werden. In den kommenden Tagen fliege die Luftwaffe dann vier weitere Patienten aus Italien nach Nordrhein-Westfalen: Zwei von ihnen werden den Angaben zufolge in das Universitätsklinikum Essen gebracht, die beiden anderen in das Herz- und Diabeteszentrum NRW der Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum in Bad Oeynhausen. (afp)

Städtebundpräsident für einheitliche Geldbußen bei Corona-Vorgaben

Der Präsident des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg, Oliver Hermann, hofft bei Verstößen gegen Beschränkungen in der Corona-Krise auf bundesweite Bußgeld-Regeln. «Es wäre gut, wenn bald die angekündigte bundeseinheitliche Regelung in Kraft tritt», sagte der parteilose Bürgermeister der Stadt Wittenberge (Prignitz) der Deutschen Presse-Agentur. «Ich finde, dass die Bürger insgesamt ein sehr großes Verständnis für die Einschränkungen aufbringen und dass sehr diszipliniert und mit großer Rücksichtnahme agiert wird von den allermeisten. Sicherlich müssen wir an der einen oder anderen Stelle auch eingreifen.» Er wisse von anderen Städten und Landkreisen, dass sich die Frage eines Bußgeldkatalogs stelle. (dpa)

Coronavirus: 54 weitere «importierte» Fälle in China

In China ist die Zahl «importierter Fälle» mit dem Coronavirus erneut gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Samstag mitteilte, wurden 54 weitere Erkrankungen bei Menschen nachgewiesen, die nach China eingereist waren. Insgesamt zählt China damit bereits mehr als 600 solcher Fälle. Darüber hinaus starben drei weitere Menschen an Covid-19. Bisher hat China insgesamt 81 394 Coronavirusinfektionen gemeldet, darunter 3295 Todesfälle und 74 971 geheilte Patienten.

Aus Angst vor einer zweiten Infektionswelle hatte die Volksrepublik am Donnerstag angekündigt, Ausländer zunächst nicht mehr einreisen zu lassen. Ebenfalls angekündigt wurde eine starke Reduzierung der Flugverbindungen. Ab Sonntag soll jede chinesische Fluggesellschaften nur noch eine Verbindung pro Woche in jedes Land anbieten dürfen. Das gleiche gilt für ausländische Airlines, die nach China fliegen. (dpa)

+++ 27. März +++

Über 200 neue Fälle: 2152 Corona-Infizierte in Berlin gemeldet

In Berlin gibt es derzeit 2152 bestätigte Coronavirus-Fälle. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Freitagabend mit. Die Zahl der Infizierten in der Hauptstadt ist somit um 215 gestiegen. 261 der infizierten Personen werden im Krankenhaus isoliert und behandelt, 53 davon intensivmedizinisch. Alle anderen Personen befinden sich in häuslicher Isolation. (BK)

USA mit weltweit meisten Corona-Infektionen

Die Vereinigten Staaten haben nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land der Welt. Bis Freitagnachmittag (Ortszeit) gab es USA-weit mehr als 94.000 bekannte Infektionen, in Italien mehr als 86.000 und in China rund 82.000, wie aus einer Übersicht der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität hervorgeht. Sowohl die USA als auch Italien haben das Ursprungsland der Pandemie, China, damit inzwischen überholt. Mittlerweile gibt es weltweit mehr als halbe Million gemeldete Coronavirus-Infektionen.

In den USA starben laut der US-Universität bislang mehr als 1400 Menschen an dem Virus, in Italien mehr als 9100 und in China rund 3300. Deutschland rangiert in der Auflistung auf Platz fünf mit rund 50 000 Infektionen und bislang mehr als 300 Corona-Toten. (dpa)

Trump aktiviert Kriegswirtschaftsgesetz für Produktion von Beatmungsgeräten

US-Präsident Donald Trump hat in der Coronavirus-Krise ein Kriegswirtschaftsgesetz aktiviert, um den Autobauer General Motors zur Produktion von Beatmungsgeräten zu zwingen. General Motors (GM) habe "Zeit verschwendet", erklärte Trump am Freitag. Er setze deswegen den sogenannten "Defence Production Act" ein. Das Gesundheitsministerium könne damit von General Motors verlangen, Regierungsaufträge für Beatmungsgeräte "anzunehmen, auszuführen und ihnen Vorrang einzuräumen".

Das Gesetz wurde 1950 während des Koreakriegs beschlossen. Mit ihm kann die US-Regierung in Krisenzeiten Unternehmen verpflichten, bestimmte Aufträge anzunehmen. Trump hatte das Gesetz bereits vor zehn Tagen ins Gespräch gebracht, war vor einer tatsächlichen Anwendung zunächst aber zurückgeschreckt. (AFP)

Italien meldet fast 1000 Corona-Tote an einem Tag

Italien hat an einem Tag fast 1000 Tote im Zuge der Corona-Pandemie gemeldet und damit so viele wie an keinem Tag zuvor. Die Zahl stieg um 969 auf 9134, wie der Zivilschutz am Freitag in Rom mitteilte. Die Gesamtzahl der Infizierten stieg um fast 6000 auf 86 498. Damit liegt Italien weltweit etwa gleichauf mit den USA. Die Kurve der Neuinfektionen flachte sich aber nach Aussagen des obersten Gesundheitsinstituts etwas ab - sie hat allerdings noch nicht ihren Höhepunkt erreicht.(dpa)

Die Totenzahl ist auch deshalb noch höher ausgefallen, weil darin 50 am Vortag nicht berechnete Fälle aus der Region Piemont enthalten sind. «Wir sind noch nicht auf dem Höhepunkt (der Kurve). Aber es gibt positive Anzeichen», sagte der Präsident des nationalen Gesundheitsinstitutes (ISS), Silvio Brusaferro, in Rom. Seit dem 19./20. März gebe es eine leichte Abflachung der Kurve der neuen Ansteckungen - die Kurve falle aber noch nicht ab, «wir sind in einer Verlangsamung der Steigung». (dpa)

Särge, die aus der Gegend von Bergamo eintreffen, werden von Arbeitern in Schutzanzügen aus einem Militärfahrzeug in ein Gebäude des Friedhofs von Cinisello Balsamo getragen.  Foto: Claudio Furlan/LaPresse/AP/dpa

Tui soll Milliarden-Hilfskredite wegen Corona-Einbrüchen bekommen

Der Reisekonzern Tui soll im Kampf gegen den Einbruch seines Geschäfts wegen der Corona-Pandemie staatliche Hilfskredite über 1,8 Milliarden Euro bekommen. Man habe nach der Beantragung nun eine entsprechende Zusage der Bundesregierung erhalten, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Das Darlehen laufe über die Förderbank KfW. Mit dem Geld soll eine weitere Kreditlinie des Konzerns im Wert von 1,75 Milliarden Euro aufgestockt werden. Weil hierzu auch bestehende Verträge geändert werden müssen, sei noch die Zustimmung weiterer Banken nötig, hieß es. (dpa)

696 Corona-Infizierte in Brandenburg - 117 neue Fälle

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Brandenburger wächst weiter. Mit Stand Freitag (16.00 Uhr) waren nach Angaben des Gesundheitsministeriums 696 Infizierte in Brandenburg gemeldet. Das sei ein Zuwachs von 117 Fällen innerhalb der vergangenen 24 Stunden. 53 Menschen sind demnach in Behandlung in Krankenhäusern, davon werden elf künstlich beatmet.

Nachdem am Donnerstagabend und am Freitagmorgen zwei 88 und 80 Jahre alte Männer in Potsdam an Covid-19 gestorben sind, hat sich die Zahl der Toten in Brandenburg auf drei erhöht. Der erste Todesfall in Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus war in der vergangenen Woche im Landkreis Oberhavel bekanntgeworden. (dpa)

Steinmeier unterzeichnet Gesetzespaket mit Corona-Hilfen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das Gesetzespaket mit den Milliardenhilfen für Unternehmen und Bürger in der Corona-Krise unterzeichnet. Das teilte eine Sprecherin des Bundespräsidialamts am Freitag in Berlin mit. Die Gesetze müssen jetzt nur noch im Bundesgesetzblatt veröffentlicht werden. Nur wenige Stunden zuvor hatte der Bundesrat das Hilfspaket mit Maßnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger einstimmig beschlossen. Die ersten Gelder sollen noch vor dem 1. April bei den Betroffenen ankommen. (dpa)

Sprecher: Britischer Premier Johnson positiv auf Coronavirus getestet

Der britische Premierminister Boris Johnson ist positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Der Regierungschef habe am Donnerstag "leichte Symptome" entwickelt und sich daraufhin testen lassen, sagte ein Sprecher am Freitag in London. "Das Ergebnis ist positiv." (afp)

Ukraine: Orthodoxe Himmelsgebete gegen das Coronavirus

Stoßgebete vom Himmel: Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie setzt eine der orthodoxen Kirchen der Ukraine auf ungewöhnliche Methoden. Priester des Moskauer Patriarchats in den südlichen Städten Saporischschja und Odessa flogen im Hubschrauber und im Flugzeug über ihre Gemeinden, wie örtliche Medien am Freitag berichteten. Hoch oben in der Luft beteten sie mit Heiligenbildern. In einem Video war zu sehen, wie ein Geistlicher ein Kreuz in der Hand hielt. Andere Geistliche fuhren auf den Ladeflächen von Kleintransportern oder Geländewagen durch Orte und segneten sie mit Weihwasser.

Die Geistlichen wollen somit die Bewohner vor dem sich ausbreitenden Coronavirus bewahren. In dem osteuropäischen Land sind nach offiziellen Angaben bisher 218 Menschen mit dem Virus infiziert. Fünf Patienten starben demnach an der Lungenkrankheit Covid-19. In dem konfessionell gespaltenen Land gibt es neben mindestens zwei orthodoxen Kirchen auch eine große katholische Glaubensgemeinschaft. (dpa)

Regierung will deutlich mehr Menschen auf das Coronavirus testen

Die Bundesregierung setzt im Kampf gegen das Coronavirus auf eine kräftige Ausweitung der Tests. Mehr Menschen zu testen mache "natürlich Sinn", um mit der exponentiellen Ausbreitung des Virus Schritt zu halten, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Freitag. Mehrere Medien zitierten aus internen Dokumenten, wonach die Regierung eine größtmögliche Erhöhung anstrebt. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) machte derweil klar, dass eine Debatte über die Lockerung der Corona-Restriktionen noch nicht anstehe.

Vorbild für die weiteren Maßnahmen der Bundesregierung könnte Südkorea sein: Den dortigen Behörden war es mit Massentests und der Isolierung von Erkrankten gelungen, die Ausbreitung des neuartigen Erregers stark zu verlangsamen, ohne das öffentliche Leben zum Stillstand zu bringen. (afp)

Große Nachfrage nach Corona-Soforthilfe für Unternehmen

Die Corona-Soforthilfen haben am Freitag einen Ansturm von Unternehmern ausgelöst. Nach Freischaltung der Online-Anträge steuerten mehrere Zehntausend Interessenten die Website der Investitionsbank Berlin an. Nutzer mussten mehr als eine Stunde warten, um die Formulare ausfüllen zu können. Am frühen Nachmittag waren mehr als 60.000 Nutzer in der Warteschlange.

«200 Anträge sind in der ersten halben Stunde erfolgreich eingegangen», teilte die landeseigene Förderbank zwischenzeitlich mit. «Wir werden die Kapazitäten noch weiter erhöhen, damit noch mehr Personen gleichzeitig ihren Antrag auf den Corona-Zuschuss stellen können.» Soloselbstständige, Freiberufler und Kleinstunternehmer mit höchstens fünf Mitarbeitern können 5000 Euro Soforthilfe vom Land bekommen, außerdem bis zu 9000 Euro vom Bund. Für Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten gibt es aus Bundesmitteln bis zu 15.000 Euro. (dpa)

Mehr als 4800 Todesfälle durch Coronavirus in Spanien

In Spanien hat sich die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus auf mehr als 4800 erhöht. 769 weitere Menschen seien in den vergangenen 24 Stunden an den Folgen ihrer Infektion gestorben, teilte die Regierung in Madrid am Freitag mit. Es handelt sich um die höchste Zahl an Todesfällen in Spanien an nur einem Tag seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Infektionsfälle stieg auf mehr als 64.000. Gemessen an den Todesfällen ist Spanien nach Italien das am stärksten von der Pandemie betroffene Land Europas. Täglich kommen rund 8000 Neu-Infektionen hinzu. Trotz des drastischen Anstiegs bei den Neu-Infektionen zeichnet sich in dem Land aber ein leichtes Abflachen der Ansteckungskurve ab. Am Freitag erhöhte sich die Zahl der Neuinfektionen um 14 Prozent, am Donnerstag waren es noch vier Prozentpunkte mehr.

Mehr als 43.700 Corona-Infizierte in Deutschland - mehr als 270 Tote

In Deutschland sind bislang mehr als 43.700 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 11.500 nachgewiesenen Fällen und 85 Toten sowie Bayern mit mehr als 8800 Fällen und Baden-Württemberg mit mehr als 8400 Fällen. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 87,7 die meisten Infektionen. Mehr als 270 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

Dritter Toter nach Coronavirus-Infektion in Brandenburg

Nach zwei Covid-19-Todesfällen in Potsdam hat sich die Zahl der Toten mit nachgewiesener Coronavirus-Infektion in Brandenburg auf drei erhöht. In der Landeshauptstadt sei am Freitagmorgen ein 80 Jahre alter Mann daran gestorben, sagte Oberbürgermeister Mike Schubert auf einer Pressekonferenz. Am Vorabend war ebenfalls im Ernst-von-Bergmann-Klinikum der erste Todesfall in Potsdam gemeldet worden, dabei handelte es sich um einen 88-Jährigen. Der erste Brandenburger, der nachweislich nach einer Erkrankung an dem neuartigen Virus gestorben ist, war in der vergangen Woche aus dem Landkreis Oberhavel gemeldet worden. (dpa)

Zwei Drittel aller weltweiten Covid-19-Todesfälle in Europa

Etwa jede zweite bestätigte Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sowie zwei Drittel aller damit verbundenen Todesfälle gehen bislang auf Europa zurück. Wie das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) am Freitag auf Twitter mitteilte, wurden bis Donnerstagvormittag weltweit 467.710 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen, davon 232.470 in den Ländern der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraums sowie in Großbritannien. Weltweit starben demnach bis zu dem Zeitpunkt 20.947 Menschen an der Covid-19-Erkrankung, darunter 13.692 in Europa. Deutschland hatte nach Angaben des ECDC hinter Italien (74.386) und Spanien (47.610) die europaweit drittmeisten Infektionen (36.508), im Vergleich zu den anderen Ländern aber deutlich weniger Todesfälle: Während in Italien mehr als 7500 und in Spanien über 3400 Menschen an Covid-19 gestorben seien, seien es in Deutschland bis Donnerstag nur 198 gewesen.

US-Schauspieler Mark Blum an Corona gestorben

Mark Blum Foto: dpa

Der New Yorker Film- und Theaterschauspieler Mark Blum ist mit 69 Jahren an den Folgen von Covid-19 gestorben. Seine Infektion mit dem neuen Coronavirus habe zu Komplikationen geführt, denen der Darsteller schließlich erlegen sei, teilte die Schauspielergewerkschaft Screen Actors Guild am Donnerstag (Ortszeit) mit. Blum wurde mit Filmen wie «Desperately Seeking Susan» und «Crocodile Dundee» bekannt. Er spielte regelmäßig in dem New Yorker Off-Broadway-Theater «Playwright Horizons», das auf Twitter der Trauer der Kollegen Ausdruck verlieh: «Danke für alles, was du für unser Theater gemacht hast, Mark», heißt es. «Wir werden dich vermissen.» Dazu veröffentlichte das New Yorker Haus einige Szenenbilder alter Bühnenstücke. (dpa)

1500 Schutzmasken aus Hamburger Klinik gestohlen

Unbekannte Täter haben rund 1500 Schutzmasken aus einem Krankenhaus in Hamburg gestohlen. Die Polizei schätzte den Schaden auf 15 000 Euro, wie sie am Freitag mitteilte. Es hätten nur befugte Personen Zugang zu dem Masken-Depot gehabt, dies grenze den Verdächtigenkreis ein. Die Masken wurden demnach im Zeitraum vom 20. bis 25. März in dem Krankenhaus im Hamburger Stadtteil Eilbek gestohlen. Das Landeskriminalamt hat den Fall übernommen. Zuvor hatte das «Hamburger Abendblatt» berichtet. (dpa)

Experte: Noch keine Trendwende in Corona-Krise in Italien

Trotz leicht sinkender Neu-Infektionen mit dem Coronavirus ist Norditalien nach Einschätzung eines Experten noch nicht über den Berg. Der Höhepunkt stehe noch bevor, sagte der Medizinische Direktor der Gesundheitsbehörde der Provinz Bergamo, Carlo Alberto Tersalvi, am Freitag im Deutschlandfunk. Es sei zu früh, von einer Trendwende zu sprechen. Es sei ein erstes «gutes Signal», dass sich das Tempo der bestätigten Neuinfektionen verlangsamt habe. Die Lage in den sechs Krankenhäusern der Provinz Bergamo sei weiter «sehr kritisch», sagte Tersalvi. Die Kliniken seien voll mit Intensivpatienten und «am Limit». Etwas Entlastung verschaffe die hausärztliche Versorgung. Viele weniger schwer Erkrankte würden zu Hause behandelt. «Das hilft», sagte Tersalvi, der die Zusammenarbeit aller Kliniken in der Provinz steuert.

Kleinunternehmer können jetzt Corona-Hilfen beantragen

Kleinunternehmer in Berlin können von heute (Freitag) an Bundes- und Landeshilfe gegen die Folgen der Coronavirus-Pandemie beantragen. Die Investitionsbank Berlin schaltet das Formular um 12.00 Uhr auf ihrer Website frei. Soloselbstständige, Freiberufler und Kleinstunternehmer mit höchstens fünf Mitarbeitern können 5000 Euro Soforthilfe vom Land bekommen, außerdem bis zu 9000 Euro vom Bund. Für Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten gibt es aus Bundesmitteln bis zu 15.000 Euro. Die Bundesmittel können nur für laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten und Ähnliches beantragt werden, wie die Förderbank erklärte. Anträge, die schon vor Fristbeginn eingereicht wurden, werden nicht berücksichtigt.

Die IBB bietet außerdem zinslose Überbrückungskredite von bis zu 500.000 Euro mit einer Laufzeit von zwei Jahren, die Liquiditätshilfen Berlin. Die Nachfrage danach sei groß, hieß es bei der Bank. Unternehmer wurden gebeten, die Anträge auch früh morgens oder spät abends einzureichen, um das Kundenportal nicht zu überlasten. Unternehmer können auch von der Förderbank des Bundes, der KfW, Kredite erhalten. Diese werden über die Hausbanken beantragt. Über alle Programme informieren die IBB, die Fördergesellschaft Berlin Partner und die Berliner Tourismus- und Kongressgesellschaft (Visit Berlin) auch telefonisch. (dpa)

Umsatz des Handwerks geht wegen Corona-Krise um gut 50 Prozent zurück

Der Umsatz der Handwerksbetriebe in Deutschland ist wegen der Corona-Pandemie im Schnitt um gut 50 Prozent eingebrochen. In einer Umfrage des Zentralverbands ZDH unter 4900 Unternehmen diese Woche gaben 77 Prozent der Betriebe Umsatzrückgänge an, 55 Prozent berichteten von stornierten Aufträgen und 36 Prozent von fehlendem Personal, weil etwa Beschäftigte wegen eigener Quarantäne oder fehlender Kinderbetreuung nicht zur Arbeit erscheinen können. "Die Corona-Krise hat das Handwerk mit voller Wucht und in der ganzen Breite getroffen", sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer dem "Handelsblatt" vom Freitag. Ohne staatliche Überbrückungshilfen stünden zahlreiche Betriebe vor dem Aus. In der Umfrage gaben laut Zeitung 16 Prozent der Befragten an, dass ihr Betrieb wegen behördlicher Vorgaben geschlossen wurde. Die Quote der stornierten Aufträge liege bei 45 Prozent. 58 Prozent der Betriebe planen den Angaben zufolge Kurzarbeit. Für elf Prozent ist die Kündigung von Mitarbeitern vorstellbar und für 18 Prozent die vorübergehende Schließung des eigenen Betriebs. (AFP)

Trump spricht mit Xi über Corona und lobt Zusammenarbeit mit China

US-Präsident Donald Trump hat mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping telefoniert und die gute Zusammenarbeit im Kampf gegen die Corona-Pandemie hervorgehoben. «China ist schon weit vorangekommen und hat ein großes Verständnis des Virus entwickelt. Wir arbeiten eng zusammen. Großer Respekt!», schrieb Trump auf Twitter. In der zentralchinesischen Provinz Hubei war das neue Virus Sars-CoV-2 Ende vorigen Jahres zuerst aufgetreten. Inzwischen gibt es in China kaum noch Neuerkrankungen. In den USA hat deren Zahl zuletzt dagegen stark zugenommen. (dpa)

+++ 26. März +++

1937 bestätigte Coronavirus-Fälle in Berlin

In Berlin gibt es derzeit 1937 bestätigte Coronavirus-Fälle. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Donnerstagabend mit. Die Zahl der Infizierten in der Hauptstadt ist somit um 292 gestiegen. 235 der infizierten Personen werden im Krankenhaus isoliert und behandelt, 46 davon intensivmedizinisch. Alle anderen Personen befinden sich in häuslicher Isolation. Acht Personen seien bislang am neuartigen Coronavirus verstorben. (BK)

22 Polizisten infiziert, 446 in Quarantäne

Bei der Berliner Polizei sind inzwischen 468 Beamte wegen einer möglichen Coronavirus-Ansteckung betroffen und können nicht arbeiten. 22 Polizisten sind infiziert, 80 in einer vom Amtsarzt angeordneten Quarantäne und 366 in einer freiwilligen Quarantäne. Das sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik am Donnerstag. An den vergangenen Tagen seien aber auch jeweils zwischen 30 und 65 Kollegen aus der Quarantäne zurückgekehrt. Die Polizei hat inzwischen eine eigene Virus-Teststrecke eingerichtet. Bislang seien 60 Polizisten getestet worden, 3 davon seien infiziert. «Wir testen nur Kollegen mit Symptomen», sagte Slowik. Für bis zu 40 Kollegen soll das künftig pro Tag möglich sein. Menschen ohne Symptome zu testen sei nicht sinnvoll, weil es zu viele falsche Ergebnisse gebe. (dpa)

RKI-Präsident: Mindestens 5900 Corona-Patienten in Deutschland wieder genesen

In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bereits mehrere tausend Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus wieder gesund geworden. "Wir schätzen, dass mindestens 5900 Mitbürger inzwischen genesen sind", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Die Zahl der Infizierten gab das RKI am Donnerstag mit rund 36.500 an, das waren etwa 5000 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle lag nach RKI-Zählung bei 198. (AFP) 

Berichte: Corona-Fall in der Papst-Residenz

Im Vatikan sorgen Berichte über einen Coronafall im Umfeld des Papstes für Aufregung. Mehrere italienische Medien schrieben am Donnerstag, in der Residenz von Papst Franziskus, in der Casa Santa Marta, sei ein Geistlicher positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet worden sei. Der Vatikan bestätigte die Berichte auf Anfrage zunächst nicht. Schon Anfang März hatte es die Pressestelle des Kirchenstaates abgelehnt, Berichte über einen angeblichen Virus-Test des 83-jährigen Kirchenoberhaupts genauer zu kommentieren. Wie mehrere Zeitungen schrieben, sei ein Mitarbeiter des Staatssekretariats positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sein Umfeld sei am Mittwoch informiert, Gesundheitsvorkehrungen seien getroffen worden. (dpa)

Frankreich bittet Bundeswehr wegen Corona-Krise um Hilfe

Wegen der Corona-Krise hat Frankreich in Deutschland nach einem Bericht des «Spiegel» um schnelle Hilfe der Bundeswehr ersucht. Die Regierung in Paris habe in den vergangenen Tagen über militärische und diplomatische Kanäle bei der Bundesregierung angefragt, ob die Bundeswehr wegen der Notlage im Nachbarland schnell aushelfen könne, berichtete das Nachrichtenmagazin am Donnerstag. Das Verteidigungsministerium in Berlin sagte dazu auf Anfrage, ein offizieller Antrag liege nicht vor.

Dringend benötigt würden laut dem französischen Ersuchen Helikopter zur Verlegung von Corona-Patienten aus besonders betroffenen Regionen in andere Landesteile, heißt es in dem Bericht. Zudem könnte die Bundeswehr bei der Versorgung von Covid-19-Patienten helfen, die derzeit das französische Gesundheitssystem an seine Kapazitätsgrenzen bringen - offenkundig sind also Plätze zur medizinischen Behandlung angefragt. Paris schwebe aber auch ein Einsatz von Einheiten der deutsch-französischen Brigade vor. (dpa)

Corona-Zahlen in Spanien steigen trotz strenger Regeln weiter

Zwölf Tage nach dem Beginn des Corona-Alarmzustandes in Spanien sind die Zahlen der bestätigten Fälle und der Toten innerhalb von 24 Stunden weiter drastisch gestiegen. Bis zum Donnerstagmittag kletterte die Zahl der Infizierten um 8500 auf mehr als 56.000, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Rund 4000 Menschen starben bisher insgesamt an Covid-19, allein seit Mittwoch wurden 650 Tote gemeldet. Viele Krankenhäuser sind völlig überfordert: Das spanische Fernsehen zeigte Bilder von überfüllten Intensivstationen, in denen die Patienten in den Gängen ausharren. Allein im spanischen Corona-Hotspot Madrid kletterte die Zahl der Fälle auf 17.000. Fast 2100 Menschen sind gestorben, am Vortag waren es noch 1800. Der Gesundheitsminister der Gemeinschaft Madrid, Enrique Ruiz Escudero, sieht aber Licht am Ende des Tunnels. Der Tag, an dem es weniger neue Fälle als am Vortag geben werde, sei nah, betonte er in einem Interview mit dem Sender «Antena 3». «Das könnte zwischen heute und morgen oder am Wochenende geschehen.» (dpa)

Bezirksbürgermeister Igel begibt sich in häusliche Quarantäne

Der Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick, Oliver Igel (SPD), wurde am Mittwochnachmittag darüber informiert, dass es in seinem engsten Familienkreis ein positiv auf das Coronavirus getestetes Familienmitglied gibt. Unmittelbar nach dieser Information hat sich der Bezirksbürgermeister in häusliche Quarantäne begeben. Igel wird auf das Coronavirus getestet. Er zeigt keinerlei Symptome. Seinen Dienstgeschäften wird er weiterhin aus der häuslichen Quarantäne heraus nachgehen. (BK)

Vivantes-Kliniken: Dutzende Mediziner in Quarantäne

Bei den landeseigenen Berliner Vivantes-Kliniken müssen bereits am Anfang der Coronavirus-Pandemie mehrere Dutzend Ärztinnen und Ärzte in Quarantäne bleiben. An allen Standorten seien zusätzlich zu den Abklärungsstellen für Patienten Abstrichstellen für Mitarbeiter eingerichtet worden, berichtete Sprecherin Astrid Steuber. Bei den ersten Krankheitssymptomen erfolge dort ein Test zum Ausschluss von Covid-19 und je nach Ergebnis auch eine 14-tägige Quarantäne. Aktuell gelte, dass Mitarbeiter nach Kontakt mit einem infizierten Menschen weiter arbeiteten, solange sie ohne Symptome seien - allerdings mit entsprechender Schutzausrüstung und engem Monitoring der eigenen Gesundheit. (dpa)3,3 Millionen neue Arbeitslosenmeldungen in den USA GRUNDTEXT

USA: 3,28 Millionen neue Arbeitslose

Die Coronavirus-Krise sorgt für eine Explosion der Arbeitslosenzahlen in den USA. In der vergangenen Woche meldeten sich 3,28 Millionen Menschen zusätzlich arbeitslos, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Das ist der höchste Zahl an Meldungen seit Beginn dieser Messung. (AFP)

Umfrage: Jeder Dritte für härtere Corona-Einschränkungen

Im Kampf gegen das Coronavirus rechnen fast zwei Drittel der Deutschen mit weiteren Einschränkungen der persönlichen Freiheit. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur äußerten 64 Prozent die Erwartung, dass die beschlossenen Maßnahmen zur Vermeidung zwischenmenschlicher Kontakte noch einmal verschärft werden. Nur 20 Prozent glauben nicht daran, 16 Prozent machten keine Angaben. Die Akzeptanz der Maßnahmen ist der Umfrage zufolge riesig. 88 Prozent der Befragten der YouGov-Umfrage sind mit dem Maßnahmenkatalog einverstanden. Jeder Dritte (32 Prozent) wünscht sich sogar noch härtere Einschränkungen. Nur acht Prozent der Deutschen halten die Maßnahmen für überzogen. (dpa)

Bund gegen vorübergehende Tegel-Schließung 

(dpa) Im Bundesverkehrsministerium gibt es starke Vorbehalte gegen eine vorübergehende Schließung des Flughafens Tegel. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Regierungskreisen erfuhr, drängt der Bund darauf, beide Berliner Flughäfen offen zu halten. Grund sei, grundsätzlich die Infrastruktur funktionsfähig zu halten - vor allem auch für Frachtflüge und Urlaubsrückkehrer. Der Bund hält Anteile an der Flughafengesellschaft und ist im Aufsichtsrat vertreten. Im Berliner Senat gibt es Überlegungen, den Flughafen Tegel vorübergehend zu schließen. Hintergrund sind die massiven Einbrüche bei den Passagierzahlen um mehr als 90 Prozent an den Berliner Flughäfen aufgrund von Sars-CoV-2. «Also ich werde hier nicht das Versprechen abgeben, dass zum Beispiel Tegel oder eine andere Betriebsstätte des Flughafens nicht temporär geschlossen wird», sagte Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) am Mittwoch im Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Das Land Berlin ist zu mehr als einem Drittel an den Hauptstadt-Flughäfen Schönefeld und Tegel beteiligt. Der Flughafen Tegel soll mit der Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER Ende Oktober ohnehin komplett geschlossen werden. (dpa)

Rund 5000 neue Corona-Fälle in Deutschland, offiziell 198 Tote

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Donnerstag mit 36.508 angegeben - ein Plus von 4954 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 37.323 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 198 Todesfälle, die JHU 206 Tote. (AFP)

Scheeres: Abi-Prüfungen auch bei weiter geschlossenen Schulen machbar

Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) geht davon aus, dass Abiturprüfungen auch dann organisiert werden können, wenn die Schulen wegen der Corona-Pandemie weiter geschlossen bleiben. Die Entscheidung der Kultusministerkonferenz, die Prüfungen nicht ausfallen zu lassen, «ist der richtige Weg, damit unsere Schülerinnen und Schüler Planungssicherheit haben», sagte die Politikerin am Donnerstag im rbb-Inforadio. Wegen der Anerkennung der Abschlüsse brauche es eine deutschlandweite Lösung. Angesichts der Coronavirus-Krise müssten aber besondere Vorkehrungen getroffen werden, um die Gesundheit von Schülern und Lehrern zu gewährleisten. Scheeres sprach sich im Inforadio auch dafür aus, die für kurz nach den Osterferien angesetzten Prüfungen nach hinten zu verschieben. (dpa)

Zwei Ortsteile in Sachsen-Anhalt wegen Coronavirus unter Quarantäne

Wegen der hohen Anzahl von Coronavirus-Infizierten sind zwei Ortsteile der Stadt Jessen (Elster) in Sachsen-Anhalt von der Außenwelt abgeschirmt: Jessen und Schweinitz stehen unter Quarantäne. Seit diesem Donnerstagmorgen, 7.00 Uhr, kontrollieren Feuerwehrleute und Polizisten die Zufahrtsstraßen, wie der Sprecher des Landkreises Wittenberg bestätigte. Die Quarantäne ist bis zum 10. April angekündigt. Dem Sprecher zufolge sind rund 8000 Einwohner betroffen. Anlass für die Maßnahmen ist ein Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim. Von 16 Infizierten mussten bereits drei ins Krankenhaus gebracht werden. «Das Haus verlassen darf man, um sich auf kürzestem Wege etwas zu Essen zu holen oder in die Apotheke zu gehen», sagte der Sprecher. Der Zutritt oder die Zufahrt zu den gesperrten Ortsteilen ist laut einer Mitteilung des Landkreises nur Menschen gestattet, die dort ihren Haupt- oder Nebenwohnsitz haben und sich unverzüglich in die häusliche Quarantäne begeben. Ausnahmen sollen gelten für «Personen, die Maßnahmen der medizinisch indizierten Pflege wahrnehmen, Rettungsdienste, ärztliche Hausbesuche» sowie Mitarbeiter bestimmter lokaler Unternehmen. (dpa)

Regierung rechnet mit 2,1 Millionen Kurzarbeitern

Die Bundesregierung rechnet nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) mit etwa 2,1 Millionen Kurzarbeitern in der Corona-Krise. "Darauf bereiten wir uns erst einmal vor", sagte BA-Vorstand Christiane Schönefeld der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Donnerstag. "Aber wir nehmen auch in den Blick, dass die Zahlen deutlich höher sein könnten." Die BA wolle für jedes Szenario eine Antwort haben, sagte Schönefeld weiter. Die Behörde lasse sich "aber von den großen Zahlen bezüglich Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit nicht irritieren. Wir arbeiten stattdessen konsequent daran, immer mehr Mitarbeiter an den entscheidenden Stellen einzusetzen." Bei den Arbeitsagenturen sind demnach normalerweise 900 Beschäftigte im Bereich Kurzarbeit tätig. Inzwischen seien 2000 zusätzliche Kräfte für diese Aufgabe identifiziert worden, die nun sukzessive die bisherigen Teams verstärken sollen, sagte Schönefeld der Zeitung. (dpa)

Arzt: Mediziner sollten von Pendler-Quarantäne ausgenommen werden

Der ärztliche Direktor des Klinikums Uckermark, Rüdiger Heicappell, befürchtet durch die neue polnische Quarantäne-Regelung für Pendler nach Deutschland eine starke Beeinträchtigung für sein Krankenhaus. Etwa 50 Mitarbeiter seien davon betroffen, dass Polen ab Freitag Pendler, die in Deutschland arbeiten, nach ihrer Rückkehr wegen des Coronavirus in eine 14-tätige Quarantäne schicken will, sagte Heicappell im rbb-Inforadio. Dabei handele es sich überwiegend um Ärzte, aber auch Krankenschwestern und Hebammen. Bei insgesamt 140 Ärzten bedeute das Fehlen von rund 50 Mitarbeitern einen erheblichen Mehraufwand für die verbleibenden Kollegen. Heicappell begrüßte die Ankündigung der Brandenburger Landesregierung, Berufspendler beim Verbleib in Deutschland finanziell zu unterstützen, forderte im Inforadio aber auch: «Sie sollte sich dafür einsetzen, dass medizinisches Personal von der Quarantäne-Regel ausgenommen wird.» (dpa)

+++ 25. März +++

1645 bestätigte Coronavirus-Fälle in Berlin

In Berlin gibt es derzeit 1645 bestätigte Coronavirus-Fälle. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Mittwochabend mit. Die Zahl der Infizierten in der Hauptstadt ist somit um 220 gestiegen. 208 der infizierten Personen werden im Krankenhaus isoliert und behandelt, 38 davon intensivmedizinisch. Alle anderen Personen befinden sich in häuslicher Isolation.

Am Mittwoch sei zudem ein vierter Corona-Patient in Berlin verstorben, heißt es weiter. Es handle sich hierbei um einen 83-jährigen Mann, der unter Vorerkrankungen litt. (BK)

Senat denkt über vorübergehende Tegel-Schließung nach

Für den Flughafen Tegel zeichnet sich eine vorübergehende Schließung aufgrund des neuartigen Coronavirus ab. „Also ich werde hier nicht das Versprechen abgeben, dass zum Beispiel Tegel oder eine andere Betriebsstätte des Flughafens nicht temporär geschlossen wird“, sagte Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) am Mittwoch im Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Zuvor hatte der rbb berichtet. Aus Fraktionskreisen hieß es, derzeit werde geprüft, wie schnell die Flughafengesellschaft von der sogenannten Betreiberpflicht entbunden werden könne. Das Land Berlin ist zu mehr als einem Drittel an den Hauptstadt-Flughäfen Schönefeld und Tegel beteiligt.

Der restliche Flugverkehr würde im Falle einer Schließung auf den zweiten Standort Schönefeld umgeleitet werden. Unklar war zunächst, ob sich der Bund als weiterer Gesellschafter von einem Betriebsstopp in Tegel überzeugen lässt. Schließlich starten von dort die Regierungsflieger. Hintergrund sind die massiven Einbrüche bei den Passagierzahlen um mehr als 90 Prozent an den Berliner Flughäfen aufgrund von Sars-CoV-2. Kollatz sprach von zweistelligen Millionenverlusten, die derzeit eingefahren würden. (dpa)

Coronavirus: Berlin erweitert auf zwei Straßen vorübergehend Radwege

Zwei viel befahrene Berliner Straßen haben für die Dauer der Corona-Krise vorübergehend erweiterte Radwege bekommen. Das Pilotprojekt in Kreuzberg solle bei Interesse auch auf andere Bezirke ausgeweitet werden, teilten die Senatsverwaltung für Umwelt und Verkehr und das zuständige Bezirksamt am Mittwoch mit. „Mit dem Rad zu fahren, ist gerade in der Corona-Krise gut, um Ansteckungsrisiken zu vermeiden, zwingend nötige Wege zurückzulegen und sich an der frischen Luft sportlich zu betätigen“, hieß es. „Damit tragen die Maßnahmen auch dazu bei, den öffentlichen Personennahverkehr zu entlasten und in S- und U-Bahnen, Bussen und Straßenbahnen das Abstandsgebot leichter einzuhalten.“

Neu eingerichtet wurde zunächst ein Radfahrstreifen entlang des Halleschen Ufers vom Halleschen Tor bis zum Mendelssohn-Bartholdy-Park. Außerdem wurde an der Ecke Zossener Straße / Gitschiner Straße ein bestehender Streifen auf der Fahrbahn zu Lasten der Autospur verbreitert. (dpa)

Wegen Coronavirus: Polen führt Quarantäne auch für Pendler ein

 Wegen der Ausbreitung des Coronavirus will Polen künftig auch Berufspendler nach einer Rückkehr ins Land in eine 14-tägige Quarantäne schicken. Die seit Einführung der Grenzkontrollen gültige Ausnahme für diese Gruppe werde aufgehoben, heißt es in einer Verordnung des Gesundheitsministeriums in Warschau. „Nur noch bis Freitag können Menschen, die auf der anderen Seite der Grenze arbeiten, diese frei überqueren“, sagte Innenminister Mariusz Kaminski. Bis dahin hätten die Betroffenen Zeit, ihre berufliche Situation zu organisieren und sich beispielsweise mit Hilfe ihrer Arbeitgeber eine Unterkunft im Ausland zu suchen. Man könne nicht zulassen, dass Polen regelmäßig in ihre Heimat aus solchen Ländern zurückkehren, wo die Infektionsrate höher sei. Ab Freitag können sich Pendler bei den polnischen Gesundheitsämtern Bescheinigungen über die Quarantäne-Regelungen ausstellen lassen. (dpa)

Auch zweiter Coronavirus-Test der Kanzlerin negativ

Auch das Ergebnis des zweiten Coronavirus-Tests von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist negativ. Die Kanzlerin arbeite weiterhin aus der häuslichen Quarantäne und werde sich Anfang der kommenden Woche erneut testen lassen, teilte ein Regierungssprecher am Mittwoch mit. Merkel hatte am vergangenen Freitag Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Arzt. (dpa)

505 bestätigte Corona-Diagnosen in Brandenburg - 62 neue Fälle

Die Zahl der in Brandenburg nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen hat sich bis Mittwochnachmittag auf 505 erhöht (Stand: 15.00 Uhr). Das teilte das Gesundheitsministerium in Potsdam mit. Innerhalb der zurückliegenden 24 Stunden seien 62 neue Erkrankungen registriert worden. Derzeit liegen 40 Betroffene im Krankenhaus, drei davon werden künstlich beatmet. Weiterhin ist ein Todesfall im Zusammenhang mit der Viruserkrankung gemeldet. Die meisten Infektionen mit dem neuartigen Virus wurden aus dem Landkreis Märkisch-Oderland gemeldet. Dort sind 62 Menschen infiziert. (dpa)

Prinz Charles positiv auf Coronavirus getestet

Prinz Charles ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Foto: Mary Altaffer/AP/dpa

Der britische Thronfolger Prinz Charles ist positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Das teilte der Palast am Mittwoch in London mit. Er habe nur milde Symptome und sei ansonsten bei guter Gesundheit, hieß es weiter. Mit seinen 71 Jahren gehört Prinz Charles jedoch bereits zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko durch die Lungenkrankheit Covid-19. Seine Frau, Herzogin Camilla (72), sei ebenfalls getestet worden, bei ihr wurde aber den Angaben zufolge keine Infektion festgestellt. Das Paar sei nun in häuslicher Isolation auf Schloss Balmoral in Schottland. Wo sich der Prince of Wales das Virus eingefangen haben könnte, war zunächst unklar. (dpa)

Polizei macht Bars dicht und löst Drogenparty auf

Bei Kontrollen gegen die Ausbreitung des Coronavirus sind Berliner Polizisten in der Nacht zum Mittwoch wieder auf Zusammenkünfte im Freien gestoßen. Diese seien aufgelöst worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Stadtweit waren von 18.00 Uhr (Dienstag) bis 06.00 Uhr 230 Beamte in der ganzen Stadt unterwegs. Überprüft worden seien nicht nur Ansammlungen unter freiem Himmel, sondern auch 25 Objekte. Insgesamt seien 63 Verstöße gegen die Corona-Eindämmungs-Verordnung festgestellt worden. In einer Wohnung wurde eine Drogenparty aufgelöst. Auch noch geöffnete Bars mussten dichtmachen. 38 Strafanzeigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz seien geschrieben worden.

Am Dienstagabend hatte die Polizei im Kampf gegen Kontaktverstöße auch einen Hubschrauber eingesetzt. Beamte überflogen nach Hinweisen zu vollen Grünanlagen den Gleisdreieck-Park, die Hasenheide in Neukölln und den Volkspark Friedrichshain. Ob solche Übersichts-Flüge auch für die nächsten Tage vorgesehen sind, blieb zunächst offen. Auch tagsüber partroullieren Beamte durch die Stadt. Am Dienstag wurden in 21 Fällen Verstöße gegen die Regelungen festgestellt. Neun Geschäfte wurden demnach sofort geschlossen. Aufgelöst worden seien auch Gruppen, in denen sich mehr als zwei Personen ohne triftigen Grund im Freien aufhielten. 16 Straf- und fünf Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen wurden gefertigt. (dpa)

Mehr als 150 000 im Ausland gestrandete Deutsche zurück

Die Bundesregierung hat gemeinsam mit Reiseveranstaltern und der Lufthansa inzwischen mehr als 150 000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandete Deutsche zurückgeholt. 17 000 seien mit den vom Auswärtigen Amt gecharterten Maschinen ausgeflogen worden, sagte der stellvertretende Sprecher des Ministeriums, Rainer Breul, am Mittwoch in Berlin. Bei der Anfang vergangene Woche gestarteten Rückholaktion geht es insgesamt um rund 200 000 Reisende. «Wir haben da noch eine Wegstrecke vor uns», sagte Breul. (dpa)

Abiturienten müssen wegen Corona-Verdachts Prüfung unterbrechen

Sieben Abiturienten aus dem hessischen Hochtaunuskreis müssen ihre Prüfungen wegen eines Covid-19-Verdachtsfalls unterbrechen und in häusliche Isolation. Eine Schülerin, die mit einer inzwischen positiv getesteten Person Kontakt hatte, habe typische Symptome der Lungenkrankheit gezeigt und noch am Dienstagabend von Zuhause die Schule informiert, wie der Kreisausschuss Hochtaunuskreis am Mittwoch mitteilte.

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hatte zuvor beschlossen, die Abiturprüfungen sollten ungeachtet der Corona-Krise wie geplant stattfinden. Zum jetzigen Zeitpunkt sei eine Absage von Prüfungen nicht notwendig, erklärte die Kultusministerkonferenz (KMK) der Länder am Mittwoch nach einer Telefonkonferenz der Minister. Die Schüler könnten in diesem Schuljahr ihre Abschlüsse erwerben. (dpa/BK)

Putin verschiebt wegen Coronavirus Verfassungsreferendum

Wegen der Corona-Pandemie hat Russlands Präsident Wladimir Putin das Referendum über eine geplante Verfassungsreform verschoben, die ihm den Weg zu weiteren Amtszeiten ebnen soll. Die Menschen sollten jetzt "besser zu Hause bleiben", sagte der Staatschef am Mittwoch in einer seltenen Fernsehansprache. Zugleich ordnete er an, dass die Russen in der kommenden Woche nicht zur Arbeit gehen sollen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. (afp)

Spanien verzeichnet mehr Corona-Todesopfer als China

Die Zahl der Corona-Todesopfer in Spanien hat die Opferzahlen Chinas überholt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid vom Mittwoch starben bislang 3434 Menschen in Spanien an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Binnen eines Tages seien weitere 738 Todesopfer hinzugekommen. Trotz der vor elf Tagen verhängten strikten Ausgangssperre stieg die Zahl der Infizierten auf 47.610 an. Spanien ist nach Italien das am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land in Europa. In China wurden bislang 3281 Todesfälle gemeldet. (afp)

Niederlande sehen Verbreitung des Virus gebremst

Im Kampf gegen die Ausbreitung der Corona-Epidemie sehen die Niederlande erste positive Ergebnisse. Die Verbreitung des Virus scheine gebremst, sagte der Leiter des staatlichen Zentrums für Infektionsbekämpfung, Professor Jaap van Dissel, am Mittwoch vor einem Ausschuss des Parlaments in Den Haag. «Das ist vorläufig ein positiver Trend.» Die strengen Beschränkungen des öffentlichen Lebens hätten dazu geführt, dass ein Corona-Patient im Schnitt nur noch etwa eine andere Person anstecke und nicht wie bisher mehr als zwei, sagte van Dissel. Ein Ende der Krise sei aber nicht in Sicht, warnte er. Die Epidemie werde sicher noch «einige Monate» andauern. Bisher gibt es in dem EU-Partnerland 5560 registrierte Corona-Patienten. Mindestens 276 Menschen starben. (dpa)

Mehr als 33.200 Corona-Infizierte in Deutschland - mehr als 160 Tote

In Deutschland sind bislang mehr als 33.200 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 9400 sowie Bayern mit mehr als 6300 und Baden-Württemberg mit mehr als 6000 Fällen. Mehr als 160 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten. (dpa)

Thailand schließt wegen Corona-Pandemie die Grenzen

Thailand wird zur Eindämmung der Corona-Pandemie von diesem Donnerstag an bis Ende April seine Grenzen schließen. Ältere und gesundheitlich schwache Menschen sollten zu Hause bleiben, sagte Regierungschef Prayut Chan-o-cha in einer Fernsehansprache am Mittwoch. Zudem werde es Maßnahmen gegen Hamsterkäufe und die Verbreitung von Fake News geben. Thailand stünden schwere Zeiten bevor, sagte Prayut weiter. Die Regierung hatte bereits am Dienstag angekündigt, dass in dem südostasiatischen Land ab Donnerstag der Ausnahmezustand gelten wird.

Twitter-Account vom RKI gehackt

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat eine unberechtigte Verwendung seines Twitter-Accounts eingeräumt. «Wir haben sehr schnell auf den Fake-Tweet reagiert, ihn gelöscht und das Passwort geändert», sagte Sprecherin Susanne Glasmacher am Mittwoch. Am Morgen hatten sich mehrere Twitter-Nutzer darüber empört, dass das RKI einen Tweet zum Streit um die politische Einordnung des AfD-Politikers Björn Höcke weiterverbreitet hatte. Kurze Zeit später twitterte das RKI: «Leider hat sich heute morgen 25.3. jemand unberechtigt kurzfristig Zugang zum RKI-Twitter-Account verschafft. Der Retweet stammt nicht vom RKI und wurde umgehend gelöscht.» (dpa)

Corona-Ausgangssperre in Rumänien: Armee verstärkt Polizeikontrollen

 In Rumänien unterstützt seit Mittwoch die Armee die Polizei bei der Kontrolle der am Vortag verschärften Ausgangssperre aufgrund des sich ausbreitenden neuartigen Coronavirus. Auf den Straßen in Bukarest waren Soldaten in Geländefahrzeugen zu sehen. Derzeit darf man das Haus auch tagsüber nur noch für dringend notwendige Einkäufe, Arztbesuche oder den Weg zur Arbeit verlassen. An schärfere Bestimmungen müssen sich Menschen über 65 Jahre halten, da diese als besonders gefährdet gelten. Sie dürfen nur zwischen 11 und 13 Uhr Ortszeit ihre Wohnungen verlassen. In Rumänien stieg die Zahl der Menschen, die nach einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 gestorben sind, bis Mittwochmittag auf 13. Binnen 24 Stunden erhöhte sich die Zahl der Infizierten um 144 auf 906 seit Ausbruch der Pandemie. (dpa)

Zahl der Infizierten in Brandenburg steigt auf 468 - 39 neue Fälle

Die Zahl der in Brandenburg mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen hat sich bis Mittwoch auf 468 erhöht (Stand: 8.00 Uhr). Das teilte das Gesundheitsministerium am Vormittag mit. Innerhalb der zurückliegenden 24 Stunden seien 39 neue Erkrankungen registriert worden. Derzeit liegen 39 Betroffene im Krankenhaus, drei davon werden künstlich beatmet. Weiterhin ist ein Todesfall im Zusammenhang mit der Viruserkrankung gemeldet. (dpa)

Frankreich ruft Arbeitslose in Corona-Krise zur Feldarbeit

Frankreich hat Arbeitslose in der Corona-Krise zur Feldarbeit aufgerufen. Nach Angaben des französischen Dachverbands der Landarbeiter (FNSEA) vom Dienstagabend fehlen bis Mai rund 200.000 Saisonkräfte. Die Verbandspräsidentin Christiane Lambert rief Interessierte im Radiosender France Inter auf, sich auf einer Webseite zu melden, die mit Hilfe der Arbeitsagentur eingerichtet wurde. Landwirtschaftsminister Didier Guillaume hatte zuvor alle derzeit unbeschäftigten Franzosen aufgerufen, sich freiwillig zur Verfügung zu stellen. "Wir müssen produzieren, um die Franzosen zu ernähren", betonte Guillaume. (dpa)

RKI: Deutschland erst am Anfang der Corona-Epidemie, Entwicklung offen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) kann noch keine Einschätzung geben, ob die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus wirken. "Wir müssen weiter abwarten, um zu sehen, ob die Maßnahmen greifen", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Mittwoch in Berlin. Im Moment sei es noch zu früh, um dies einzuschätzen. Wieler bekräftigte vorherige Äußerungen, dass Deutschland noch immer am Anfang der Ausbreitung der Coronavirus-Epidemie stehe. "Es ist noch völlig offen, wie sich diese Epidemie weiter entwickelt", sagte er.

Das staatliche Institut änderte derweil seine Kriterien, nach denen mögliche Verdachtsfälle auf Covid-19 getestet werden. Das Kriterium, dass Menschen in Risikogebieten gewesen sein müssen, entfalle ab sofort. In solch einer Pandemie ergebe es irgendwann keinen Sinn mehr, nach einzelnen Gebieten zu unterscheiden, sagte Wieler zur Begründung. (dpa)

Ex-Grünen-Chef Özdemir hat bei Corona-Erkrankung das Schlimmste überstanden

Der mit dem Coronavirus infizierte Ex-Grünen-Chef Cem Özdemir hat das Gröbste überstanden. "Die Symptome sind zum Glück relativ schnell verschwunden und ließen eine Ansteckung mit Covid-19 auf den ersten Blick auch nicht vermuten", sagte Özdemir der "Rhein-Neckar-Zeitung" von Mittwoch. Er bleibe aber weiter zuhause, hob Özdemir hervor. Özdemir und seine Familie sind seit dem positiven Testergebnis in häuslicher Quarantäne, der Politiker hatte sich nach eigenen Angaben aber schon vorher "weitestgehend isoliert". In dieser Situation sei es toll gewesen "zu merken, wie viele Menschen sich sofort mit guten Wünschen bei uns gemeldet haben". (AFP)

Deutsche Bahn: Fahren 75 bis 80 Prozent des üblichen Angebots

 Aufgrund des eingeschränkten Reiseverkehrs während der Coronakrise fährt die Deutsche Bahn eigenen Angaben zufolge derzeit rund 75 bis 80 Prozent ihres sonst üblichen Angebots. «Entgegen den Behauptungen von Herrn Weselsky hat die DB also schon Schritt für Schritt ihr Angebot zurückgefahren, um gerade auch schonend mit dem Personal umzugehen», teilte der Konzern am Mittwoch in Berlin mit. Sie wies damit Kritik des Vorsitzenden der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, zurück. Dieser hatte zuvor gefordert, die Kapazitäten von nach seiner Darstellung derzeit 90 Prozent auf 50 Prozent herunterzufahren.

Aus Weselskys Sicht hat die Bahn zu lange an einem 100-Prozent-Angebot festgehalten. Das könne auch für die Werkstätten zu einer Herausforderung werden, wenn die Krise es schwieriger mache, Ersatzteile zu bekommen, sagte er Deutschen Presse-Agentur. Die Fahrgastzahlen seien deutlich gesunken. Deshalb müsse die Bahn jetzt Personalreserven bilden, um auch in den nächsten Wochen ein verlässliches Grundangebot aufrecht erhalten zu können. (dpa)

Ministerin: Drastische Corona-Einschnitte nicht über Wochen durchzuhalten

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher hat angesichts der großen Einschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus Augenmaß gefordert. «Wir haben jetzt sehr drastische Maßnahmen an den Start gebracht. In einer Demokratie und in einem Rechtsstaat noch weiter zu gehen, fände ich schon schwierig», sagte die Grünen-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. «Wir müssen jetzt gucken, wann die Kurven abflachen und ob wir dann nachsteuern müssen.» Sie betonte: «Ich glaube, wir können Maßnahmen dieser Intensität nicht über Wochen und Monate durchhalten. Erstens könnte man dann die Wirtschaft in diesem Land ad acta legen, außerdem brauchen wir funktionstüchtige Institutionen.» Damit sich das Virus langsamer ausbreitet, dürfen Brandenburger seit Montag draußen nur allein, mit Angehörigen aus dem eigenen Haushalt oder nur mit einer Person außerhalb des Haushalts bei 1,5 Meter Abstand unterwegs sein. Das gilt vorerst bis 5. April. Das Betreten öffentlicher Orte ist verboten, aber Ausnahmen gelten für Arbeit, Arztbesuche, Einkaufen, Krankenbesuche, Sport und dringende Behördentermine. Viele Läden sind geschlossen, Supermärkte, Drogerien, Banken, Poststellen und Tankstellen haben aber offen - auch Gaststätten, die Waren zum Liefern oder Abholen verkaufen. Andere Länder wie Bayern haben weitgehendere Regeln. (dpa)

Mehr als 31.000 Infizierte in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Mittwoch mit 31.554 angegeben - ein Plus von 4118 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 32.991 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 149 Todesfälle, die JHU 159 Tote. (dpa)

Coronavirus-Epidemie: Einigung in den USA auf Billionen-Konjunkturpaket

In den USA ist laut mehrerer US-Medienberichte der Weg für das größte Konjunkturpaket der jüngeren Geschichte zur Linderung der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie frei. Demokraten und Republikaner hätten sich geeinigt, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person berichtete. Senatoren der beiden großen Parteien hatten bis zuletzt letzte Einzelheiten verhandelt. US-Präsident hatte am Dienstag (Ortszeit) im Weißen Haus gesagt, dass das von Kongress und Regierung vorbereitete Coronavirus-Konjunkturpaket ein Volumen von rund 2 Billionen Dollar (1,9 Billionen Euro) hat.

+++ 24. März +++

Mehr als 400.000 Menschen weltweit mit Coronavirus infiziert - 18.000 Tote

Die Zahl der offiziell bestätigten Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus ist weltweit auf mehr als 400.000 gestiegen. Bis Dienstagabend infizierten sich mindestens 401.285 Menschen mit dem Erreger Sars-Cov-2, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf der Basis von Behördenangaben ergab.

Die Zahl der Todesfälle stieg auf mindestens 18.040. Das Coronavirus hat sich inzwischen auf 175 Länder rund um den Globus ausgebreitet. 

In Deutschland gibt es nach Angaben der in der Johns-Hopkins-Universität (JHU) fast 32.800 Coronavirus-Fälle und 156 Tote. Das Robert-Koch-Institut (RKI) verzeichnete am Dienstagmorgen 27.436 Infizierte und 114 Todesfälle.

Die Dunkelziffer bei den Infektionsfällen dürfte weltweit noch deutlich höher liegen. (AFP)

Dritter Corona-Toter in Berlin

In Berlin gibt es derzeit 1425 bestätigte Fälle des neuartigen Coronavirus. 791 Personen sind männlich, 632 weiblich. Bei zwei Personen wurde das Geschlecht nicht übermittelt. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden 112 Personen, davon werden 26 intensivmedizinisch behandelt. Alle anderen Personen sind häuslich isoliert.

Zu den zwei am neuartigen Coronavirus erkrankten verstorbenen Patienten ist ein dritter gekommen. Es handelt sich hierbei um einen 42-jährigen Mann.

Petition: Hunderttausende fordern Grundeinkommen in Corona-Krise

Rund 390.000 Unterzeichner fordern wegen der Corona-Krise im Internet in einer an Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier gerichteten E-Petition die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens für sechs Monate (Stand Dienstag). Die Initiatorin ist die in Berlin lebende selbstständige Modedesignerin Tonia Merz. „Mit so einer hohen Resonanz hätte ich nicht gerechnet. Es zeigt aber, wie viele Menschen die Krise betrifft“, sagte Merz am Dienstagnachmittag. Mit einem Grundeinkommen in Höhe von 800 bis 1200 Euro könne ihnen geholfen werden. Sie selbst beschäftigt in ihrer Korsett-Werkstatt und ihrem Laden nach eigener Aussage fünf Angestellte und habe trotz „überdurchschnittlich viel Arbeit von teilweise mehr als 60 Stunden die Woche“ keine finanziellen Rücklagen.

Die am 14. März auf change.org gestartete Petition wird vom Verein „Mein Grundeinkommen“ und der Initiative „Expedition Grundeinkommen“ unterstützt. Seit 2014 hat der Verein nach eigener Angabe mehr als 540 einjährige Grundeinkommen zu monatlich 1000 Euro verlost. (dpa)

Absage der Abiprüfungen auch in Berlin möglich

Ob und wann in Berlin in diesem Jahr Abiturprüfungen stattfinden, ist wegen der Coronakrise unsicher. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) teilte mit, sehr gut möglich sei, dass die Länder in diesem Jahr einen alternativen Weg verabreden müssten. „Denkbar ist zum Beispiel die An- und Hochrechnung bisheriger Leistungen in den Abifächern. Laut Scheeres könnten sich die Länder mit spätem Start der Sommerferien mit einer Verschiebung zunächst etwas Zeit erkaufen.

DFL-Präsidium empfiehlt Bundesliga-Pause bis zum 30. April

Der Spielbetrieb in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga soll wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst bis zum 30. April ausgesetzt bleiben. Diese Empfehlung hat das Präsidium der Deutschen Fußball Liga den 36 Profivereinen zur Beschlussfassung auf der Mitgliederversammlung in der kommenden Woche gegeben. (dpa)

Verstöße gegen das Coronaschutzgesetz: Polizei macht Dutzende Imbisse und Geschäfte dicht

Tags und nachts ist die Polizei im Einsatz, um die Coronaschutz-Maßnahmen zu überwachen. Foto: Pudwell (Archivbild)

Bei Kontrollen zur Überwachung der Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus hat die Berliner Polizei Dutzende Verstöße festgestellt. Dutzende Lokale wurden dichtgemacht. Rund 300 Einsatzkräfte kontrollierten zunächst am Montag zwischen 6 und 18 Uhr stadtweit 154 Objekte sowie Zusammenkünfte in der Öffentlichkeit. In 53 Fällen wurden Zuwiderhandlungen festgestellt Bei 37 Lokalen und Geschäften wurde die sofortige Schließung veranlasst. Die eingesetzten Kräfte stellten 43 Strafanzeigen. Beanstandet wurde, dass Gäste vor Imbissen und Bäckereien Lebensmittel vor Ort verzehren konnten.

In der Zeit von 18 bis 6 Uhr kontrollierten 300 Polizeikräfte weitere 87 Objekte und führten vereinzelt Kontrollen im Freien durch. 64 Verstöße wurden festgestellt, sieben Geschäfte und Einrichtungen wurden geschlossen. 27 weitere Strafanzeigen erfolgten aufgrund festgestellter Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz, weitere 12 Ordnungswidrigkeitenanzeigen aufgrund der Nichteinhaltung der Kontaktbeschränkung. (BK)

1220 Corona-Kranke in Berlin

Nach aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts sind derzeit in Berlin 1.220 Covid-19 Fälle bestätigt. Laut Gesundheitsverwaltung sind 678 der Infizierten männlich, 539 weiblich. Bei den übrigen Personen wurde das Geschlecht nicht übermittelt. 47 Personen werden demnach im Krankenhaus isoliert und behandelt, davon 22 intensivmedizinisch. Alle anderen Patienten befinden sich in häuslicher Isolation. (BK)

Senat schafft in Coronakrise Unterkünfte für Obdachlose

Berlin schafft in der Coronakrise Unterkünfte für Obdachlose, um diese besser vor dem Virus zu schützen. Zunächst soll Platz für 350 Menschen bereitstehen, wie Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) am Dienstag ankündigte. In einem ersten Schritt soll demnach eine Jugendherberge mit 200 Plätzen in der Kluckstraße in Tiergarten hergerichtet werden. Als zweiter Standort ist die bisherige Kältehilfeeinrichtung in der Storkower Straße in Pankow mit bis zu 150 Plätzen geplant. «Bei Bedarf wird es weitere Plätze in weiteren Unterkünften geben», ergänzte Breitenbach. (dpa)

Zahl der Virus-Opfer in Belgien steigt stark - Neuer Appell

Die Zahl der Coronavirus-Todesopfer in Belgien ist nach Behördenangaben vom Dienstag deutlich gestiegen. Sie schnellte nach neuesten Zählungen um 34 auf 122 nach oben. Zuletzt lagen 1859 Patienten mit Covid-19 in Krankenhäusern, 381 von ihnen auf Intensivstationen. Vier Prozent der inzwischen 4269 Infizierten im Land seien Ärzte und Pflegekräfte, hieß es. Die Behörden appellierten angesichts der Entwicklung an die Bevölkerung, die Ausgangssperre tatsächlich einzuhalten und nur für wirklich nötige Wege das Haus zu verlassen. Die Beschränkungen seien «keine alternativen Ferien», um im Park zu picknicken oder an die Küste oder in die Ardennen zu fahren, sagte ein Behördensprecher. «Bleiben Sie so viel wie möglich zu Hause.» Auch dort können man sich mit kochen, lesen oder basteln sinnvoll betätigen. (dpa)

Ryanair streicht wegen Corona-Pandemie alle Flüge

Europas größte Billig-Airline Ryanair hat am Dienstag wegen der Corona-Pandemie alle Flüge für mindestens zwei Monate gestoppt. Das Unternehmen gehe derzeit davon aus, dass keine Flüge im April und Mai stattfinden werden, teilte Ryanair-Chef Michael O'Leary in Dublin mit. Letztlich hänge das aber von den Regierungsanweisungen ab. Niemand wisse, wie lange die Pandemie dauern werde. Ryanair steht laut O'Leary aber bereit, gestrandete Passagiere zurückzufliegen oder sich zum Beispiel an Medikamenten-Lieferungen zu beteiligen. (dpa)

Krankschreibung per Telefon jetzt für bis zu 14 Tage möglich

Angesichts der Zunahme der Corona-Fälle werden die Vorgaben für eine Krankschreibung weiter gelockert. Patienten mit leichten Erkrankungen der Atemwege können sich ab sofort nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt für bis zu 14 Tage krank schreiben lassen, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) am Dienstag in Berlin mitteilte. Eine telefonische Bestätigung der Arbeitsunfähigkeit ist auch möglich, wenn der Verdacht auf eine Corona-Infektion besteht. Patienten müssen dafür also nicht eigens in die Praxis kommen. Bereits seit etwa zwei Wochen dürfen Ärzte per Telefon eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beziehungsweise eine Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kinds für bis zu sieben Tage ausstellen. KBV und Krankenkassen erweiterten diese Regelung nun noch einmal. Neu ist neben der längeren Dauer der Krankenbescheinigung, dass unter die Regelung auch Patienten fallen, bei denen ein Infektionsverdacht besteht. Die Regelung ist bis zum 23. Juni befristet. (afp)

Über 500 Todesfälle in Spanien in einem Tag durch Coronavirus

In Spanien ist die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus auf fast 2700 gestiegen. In den vergangenen 24 Stunden seien 514 weitere Menschen an der durch den Erreger ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Dienstag mit. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen erhöhte sich den Angaben zufolge um fast 20 Prozent auf knapp 40.000. Spanien ist nach Italien das am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land in Europa. Die Hauptstadt-Region Madrid ist mit 1535 Toten und mehr als 12350 Infektionsfällen am stärksten betroffen. (afp)

Gericht weist Eilantrag gegen Corona-Maßnahmen ab

Ein Potsdamer wollte die seit Montag geltenden Einschränkungen aufgrund des Coronavirus nicht hinnehmen - vor Gericht ist er damit aber gescheitert. Seinen Eilantrag gegen die Maßnahmen wies das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg ab. Die in der Rechtsnorm bestimmten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus verletzten den Antragssteller insbesondere nicht in seinem Recht auf Freizügigkeit, teilte das Gericht am Montagabend mit. Der Beschluss sei unanfechtbar. (dpa)

429 Coronavirus-Infektionen in Brandenburg - 54 neue Fälle

Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen in Brandenburg hat sich weiter erhöht. Am Dienstagmorgen (Stand 8 Uhr) waren 429 Fälle gemeldet, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam mitteilte. Damit sei die Zahl der Menschen, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, innerhalb von 24 Stunden um 54 gestiegen. In Kliniken behandelt werden den Angaben zufolge deswegen 34 Menschen, darunter acht Patienten, die intensivmedizinisch behandelt und beatmet werden müssen. Weiterhin ist ein Todesfall im Zusammenhang mit der Viruserkrankung gemeldet. (dpa)

Weltärztepräsident: Corona-Krise mindestens bis Ende des Jahres

Der Präsident des Weltärztebundes rechnet nicht mit einem schnellen Ende der Corona-Krise. «Diese Problematik wird uns mit Sicherheit bis zum Ende des Jahres begleiten», sagte Frank Ulrich Montgomery der Deutschen Presse-Agentur. Bis ein Impfstoff verfügbar sei, «werden wir unser gesamtes soziales Leben und unser Arbeitsleben umstellen müssen». Montgomery begrüßte die Einigung von Bund und Ländern auf eine Kontaktbegrenzung. Es sei ein großer Unterschied, ob Menschen durch staatliche Repression eingeschlossen  würden - wie bei einer Ausgangssperre - «oder ob sie es selber in der Hand haben». Der Weltärztepräsident hatte sich zuvor gegen ein Ausgangsverbot ausgesprochen. (dpa)

Mehr als 1500 Coronavirus-Fälle in Türkei - 37 Todesopfer

Die Zahl der Todesopfer durch Covid-19 ist in der Türkei auf 37 gestiegen. An einem Tag seien sieben Menschen verstorben, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Montagabend auf Twitter mit. Zudem seien 293 weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden, damit steigt die Gesamtzahl der erfassten Infizierten auf 1529. In 24 Stunden seien rund 3700 Tests durchgeführt worden, schrieb Koca. Die türkische Regierung teilt nicht mit, in welchen Städten oder Provinzen Menschen positiv getestet wurden. Koca hatte in einer Pressekonferenz am Montag lediglich gesagt, dass es im ganzen Land Fälle gebe. Die Türkische Ärztevereinigung (TTB) fordert von der Regierung in Ankara Transparenz, sie beklagt zudem, dass es in den Krankenhäusern an Schutzkleidung für medizinisches Personal mangele. (dpa)

China hebt Abriegelung von Provinz Hubei weitgehend auf

In China wird die nach Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verhängte Abriegelung der Provinz Hubei weitgehend aufgehoben. Gesunden Bürgern ist es ab Dienstag um Mitternacht (Ortszeit) erlaubt, die Provinz zu verlassen, wie die örtlichen Behörden ankündigten. Hubei gilt als Ausgangspunkt der Pandemie, die Provinz war zwei Monate lang von der Außenwelt abgeschottet. (afp)

+++ 23. März +++

Großbritannien erlässt allgemeine Ausgangsbeschränkungen

Die britische Regierung hat im Kampf gegen das Coronavirus weitreichende Ausgangsbeschränkungen beschlossen. Das verkündete Premierminister Boris Johnson am Montagabend in einer im Fernsehen übertragenen Rede an die Nation. (dpa)

Corona-Krise: Spanische Soldaten entdecken Leichen in Altenheimen

Bei der Desinfektion von Altenheimen im Zuge der Corona-Krise haben Soldaten in Spanien in mehreren Residenzen tote Senioren entdeckt. Die Leichen seien offensichtlich länger unbemerkt geblieben, berichteten die Zeitung „El Mundo“, der staatliche Fernsehsender RTVE und andere Medien am Montag unter Berufung auf die Militärische Nothilfeeinheit UME. 

Verteidigungsministerin Margarita Robles hatte vor den Berichten schon morgens im TV-Sender Tele5 gesagt, Soldaten hätten in Heimen Senioren gesehen, „die völlig verlassen, wenn nicht sogar tot auf ihren Betten“ lagen. Man werde gegen die Verantwortlichen für solche Missstände in den Heimen „unerbittlich vorgehen“. (dpa)

Sachsen will Corona-Patienten aus Italien in Kliniken aufnehmen

Sachsen will Corona-Patienten aus Italien in seinen Krankenhäusern aufnehmen. Das kündigte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Montag in Dresden an. Man komme damit einer Bitte der italienischen Regierung nach. Die Krankenhäuser im Freistaat hätten signalisiert, dafür die Kapazitäten zu haben. Zudem könne man durch die Behandlung der italienischen Patienten lernen, mit dem Virus umzugehen. „Das ist ein ganz wichtiges Zeichen, dass wir auch anderen helfen können“, sagte Kretschmer. Zunächst hatte Kretschmer von sechs Patienten aus Italien gesprochen, am Abend war dann von acht Patienten die Rede, die auf mehrere Kliniken verteilt werden sollen.

Bis Montag waren in Sachsen 865 Infektionsfälle registriert, die meisten in Dresden, Zwickau und Leipzig. Bislang gab es im Freistaat drei Todesfälle durch das neuartige Virus. (dpa)

Weltweit 362.000 Corona-Infizierte und fast 15.500 Tote

Das neuartige Coronavirus verbreitet nach wie vor Angst und Schrecken. Weltweit steigen die Fallzahlen. Nach Angaben von US-Experten waren am Montag rund um den Globus mehr als 362.000 Menschen infiziert (Sonntag: knapp 330.000), fast 15.500 Menschen starben, wie Wissenschaftler der US-Universität Johns Hopkins mitteilten.

In Berlin wurden bis zum Montag 1219 Corona-Fälle registriert:  

FCA und Prada stellen um auf Fertigung von Atemschutz-Masken

Wegen der Corona-Pandemie stellen italienische Konzerne wie der Autobauer FCA und das Modeunternehmen Prada ihre Produktion auf die Fertigung von Schutzartikeln um. Fiat Chrysler Automobiles (FCA) werde eine seiner Fabriken zur Herstellung von Atemschutzmasken umbauen, kündigte der Vorstandsvorsitzende Mike Manley in einem Brief an die Mitarbeiter an, der der Deutschen Presse-Agentur am Montag vorlag. Diese Produkte sollten an medizinisches Personal gespendet werden. Ziel sei es, mehr als eine Million Gesichtsmasken pro Monat zu produzieren.

In Italien unterstützen FCA und Ferrari das Medizinunternehmen Siare Engineering (Valsamoggia) bei der Produktion von Beatmungsgeräten.

Der Mailänder Modekonzern Prada begann mit der Produktion von 80.000 Arztkitteln und 110.000 Masken, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Montag meldete. (dpa)

Erster Corona-Test bei Merkel fällt negativ aus

Bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt es noch keine Anzeichen für eine Infektion mit dem Corona-Virus. Ein erster Test sei negativ ausgefallen, teilte das Bundespresseamt am Montag in Berlin mit. Sicherheitshalber sollten in den kommenden Tagen weitere Tests vorgenommen werden. Merkel hatte sich am Sonntag freiwillig in häusliche Quarantäne begeben. (AFP)

Klöckner erleichtert Saisonarbeit in der Landwirtschaft

Um einem Engpass an Saisonarbeitern aufgrund der Corona-Pandemie vorzubeugen, hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) arbeitsrechtliche Erleichterungen für Agrarbetriebe vorgestellt. "Allein im März werden mindestens 30.000 Saisonarbeitskräfte benötigt, bis Mai steigt der Bedarf auf 85.000", sagte die Ministerin am Montag in Berlin. Doch momentan fehlten besonders polnische und rumänische Erntehelfer - darum sollten verfügbare Hilfskräfte nun länger arbeiten dürfen.

So bleiben Saisonarbeitskräfte bis Ende Oktober bei einer kurzfristigen Beschäftigung insgesamt 115 Arbeitstage lang sozialversicherungsfrei, wie Klöckner sagte. Bislang lag die Grenze bei 70 Tagen. Außerdem ist demnach in der Corona-Krise die Arbeitnehmerüberlassung ohne Erlaubnis möglich; Hinzuverdienstgrenzen für Vorruheständler sowie Anrechnungsfreigrenzen für Bezieher von Kurzarbeitergeld werden deutlich ausgeweitet.

Die Regelungen sollen nicht nur bestehende Saisonarbeiter ermutigen, in Deutschland zu bleiben, wie Klöckner erklärte. Auch potenzielle Hilfskräfte aus anderen Branchen, die dort vorübergehend nur eingeschränkt oder gar nicht arbeiten können, sollen kurzfristig wechseln können. (AFP)

Frankfurt am Main untersagt Hamsterkäufe

Die Stadt Frankfurt am Main will Hamsterkäufe per Verordnung unterbinden. Nach einer am Montag ergangenen Allgemeinverfügung dürfen in den Geschäften der Stadt nur noch handelsübliche Mengen verkauft werden. Außerdem wird die Zahl der Menschen begrenzt, die sich in Geschäften aufhalten dürfen. Niemand darf nach der Verfügung mit mehr als einem Einkaufswagen unterwegs sein.

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) erklärte, fast alle Bewohner verhielten sich vorbildlich, "doch immer wieder hören wir von Fällen, in denen einige wenige unsolidarisch sind, andere Kunden und teilweise sogar die Angestellten in den Geschäften beschimpfen, wenn diese haushaltsübliche Mengen durchsetzen wollen." Er hoffe, dass sich die Lage nun bessere. (AFP)

Kabinett beschließt Nothilfen für Kliniken

Die deutschen Kliniken sollen mit Milliardenhilfen für besondere Belastungen in der Corona-Krise gewappnet werden. Das sehen Gesetzespläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, die das Kabinett am Montag auf den Weg gebracht hat. So soll es für jedes nun frei gehaltene Bett eine Tagespauschale von 560 Euro geben. Für jede neue intensivmedizinische Behandlungseinheit mit künstlicher Beatmung sollen Kliniken 50 000 Euro Bonus bekommen. Um Mehrkosten etwa bei Schutzausrüstung aufzufangen, soll es - für die Zeit von April bis Ende Juni - außerdem einen Zuschlag von zunächst 50 Euro für jeden Patienten geben. Hintergrund ist, dass die Krankenhäuser planbare Operationen und Neuaufnahmen, wenn medizinisch vertretbar, vorerst aussetzen sollen. Dies soll Kapazitäten freimachen, um für viele Corona-Patienten mit schwereren Krankheitsverläufen vorbereitet zu sein. Außerdem soll die Zahl von bisher 28 000 Intensivbetten verdoppelt werden. Die Hilfen sollen Einnahmeausfälle abfedern und vermeiden, das Kliniken Defizite machen. Der Bund kalkuliert allein für den Ausgleich der Verschiebung planbarer OPs mit möglichen Mehrausgaben von 2,8 Milliarden Euro. (dpa)

Corona-Zahlen in Spanien steigen weiter: 33.000 Fälle und 2200 Tote

In Spanien steigt die Zahl der Corona-Infizierten trotz aller bisherigen Maßnahmen weiter an. Bis Montagmittag wurden rund 33 000 Fälle bestätigt, 14 Prozent mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten kletterte auf knapp 2200, von 1720 am Sonntag. Allein in der Region Madrid, dem Zentrum der Krise in Spanien, lag die Zahl der Todesopfer bei rund 1200. Nach Italien ist Spanien das am heftigsten betroffene Land Europas. Gleichzeitig gab es aber auch positive Nachrichten: Mehr als 3300 Patienten sind bereits wieder gesund. (dpa)

In Spanien steigt die Zahl der Corona-Infizierten trotz aller bisherigen Maßnahmen weiter an. Foto: imago images/ZUMA Wire

RKI-Chef: Corona-Maßnahmen zeigen erste Effekte - Kurve flacht etwas ab

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat sich vorsichtig optimistisch gezeigt, dass sich der Anstieg der Coronavirus-Fallzahlen in Deutschland leicht abschwächt. «Wir sehen den Trend, dass die exponentielle Wachstumskurve sich etwas abflacht», sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Montag in Berlin und berief sich auf tägliche Analysen. Für eine definitive Bewertung sei es jedoch zu früh, wahrscheinlich sei dies erst am Mittwoch möglich. «Aber ich bin optimistisch, dass diese Maßnahmen schon jetzt sichtbar sind - was sehr früh ist, weil sie ja erst seit einer Woche wirklich gefahren werden», sagte Wieler. Außerdem schließt das RKI demnach aus Handydaten, dass sich die Mobilität in Deutschland zuletzt schon reduziert hat - aber es reiche noch nicht, sagte Wieler. Dieser Effekt werde sich nun aber durch die am Sonntag verkündeten Maßnahmen verstärken. (dpa)

Kabinett beschließt beispielloses Hilfspaket in Corona-Krise

Zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen in der Corona-Krise hat das Bundeskabinett am Montag ein beispielloses Hilfspaket beschlossen. Dafür will sich der Bund in diesem Jahr mit der Rekordsumme von rund 156 Milliarden Euro neu verschulden. Zudem sollen Mieter entlastet, Hartz-IV-Anträge erleichtert und Kliniken unterstützt werden. (dpa)

Zweiter Corona-Toter in Berlin

Ein 70-jähriger Mann ist in Berlin am Coronavirus gestorben. Das hat Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci am Montag im Abgeordnetenhaus bekanntgegeben. Der Mann ist der zweite Corona-Tote in der Hauptstadt. Das berichtete der rbb.

Coronakrise: Imbisse und Bäckereien wegen Verstößen geschlossen

Die Polizei hat auch am Sonntag wieder zahlreiche Cafés, Imbisse und Bäckereien geschlossen, weil sie Gäste in ihren Räumen essen und trinken ließen. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus ist allerdings nur noch der Verkauf von Essen und Getränken zum Mitnehmen erlaubt. Am Sonntag wurden demnach 91 Objekte, vor allem Imbisse, Bäckereien, Cafés, Eisdielen und einige Blumenläden, kontrolliert und 55 wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz geschlossen. Das sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Es gab 40 Anzeigen. 300 Polizisten waren im Einsatz. In der Nacht zu Montag schloss die Polizei 9 Imbisse oder Kneipen wegen Verstößen und stellte 7 Anzeigen. 200 Polizisten waren dabei zusätzlich unterwegs. (dpa)

Ifo: Corona-Krise kostet Deutschland mehr als eine Million Jobs

Die Coronavirus-Krise könnte Deutschland nach Berechnungen des Münchner Ifo-Instituts mehr als eine halbe Billion Euro und mehr als eine Million Jobs kosten. «Die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt ist», sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest am Montag. «Je nach Szenario schrumpft die Wirtschaft um 7,2 bis 20,6 Prozentpunkte. Das entspricht Kosten von 255 bis 729 Milliarden Euro.» «Auch am Arbeitsmarkt kommt es durch die Krise zu massiven Verwerfungen», betont Fuest. «Diese stellen die Zustände auf dem Höhepunkt der Finanzkrise in den Schatten.» Bis zu 1,8 Millionen sozialversicherungspflichtige Jobs könnten abgebaut werden, mehr als sechs Millionen Menschen von Kurzarbeit betroffen sein. (dpa)

RKI: Mittlerweile 22.672 Corona-Infizierte in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Montag mit 22.672 angegeben - ein Plus von 4062 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 24.873 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 86 Todesfälle, die JHU 94 Tote. Das RKI wies am Montag jedoch darauf hin, dass am Wochenende nicht aus allen Ämtern Daten übermittelt wurden, sodass der berichtete Anstieg der Fallzahlen nicht dem tatsächlichen Anstieg entspricht. Die Daten sollen am Montag nachübermittelt werden und ab Dienstag auch in der Statistik verfügbar sein.

In Quarantäne: Merkel nimmt per Telefonschalte an Kabinett teil

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird aus der häuslichen Quarantäne heraus per Telefonschalte an der Sitzung des Bundeskabinetts an diesem Montag teilnehmen. Das sagte ein Regierungssprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Wie zuletzt tagen die Ministerinnen und Minister demnach wegen der Corona-Krise nicht wie üblich im Kabinettssaal des Kanzleramts in Berlin, sondern im viel größeren Internationalen Konferenzsaal - so können sie den notwendigen Abstand voneinander einhalten, um Ansteckungen zu verhindern. Merkel hatte sich am Sonntagabend selbst in häusliche Quarantäne begeben, weil sie Kontakt zu einem Arzt hatte, der mittlerweile selbst infiziert ist. (dpa)

651 Tote an einem Tag in Italien - aber weniger als am Vortag

Die Zahl der Coronavirus-Toten in Italien ist um 651 auf 5476 gestiegen - damit ist der Anstieg nicht so rasant wie noch am Vortag ausgefallen. Am Samstag hatte der Zivilschutz die bisher größte Zahl von 793 Toten an nur einem Tag vermeldet. Es handele sich um weniger Fälle als in den vergangenen Tagen, man hoffe, dass sich das in den kommenden Tage fortsetze, sagte Zivilschutzchef Angelo Borrelli am Sonntag in Rom. Er warnte aber vor voreiligen Schlüssen. «Wir dürfen in der Wachsamkeit nicht nachlassen.» (dpa)

Coronavirus (Symbolbild). Foto: imago images


Foto: Kay Nietfeld/dpa
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller  Foto: Corinna Schwanhold/dpa-Zentralbild/dpa
Einen Tag vor der Eröffnung sind die Kabinen für eine Corona-Ambulanz in der Messe Chemnitz zu sehen. Foto: dpa/Hendrik Schmidt

383 bestätigte Corona-Fälle in Berlin

Steigende Quarantäne-Fälle bei der Berliner Polizei. Foto:  imago images / imagebroker
Ein Graffiti bestehend aus dem Text "Stay Home" und einer symbolischen Virusdarstellung ist in der Fußgängerzone auf den Boden gesprüht worden.  Foto:  Sven Hoppe/dpa