Hunderte Feuerwehrleute sind seit Tagen im Einsatz, kämpfen in der Sächsischen Schweiz gegen die Flammen.
Hunderte Feuerwehrleute sind seit Tagen im Einsatz, kämpfen in der Sächsischen Schweiz gegen die Flammen. imago/Steffen Unger

Sie kämpfen seit Tagen gegen die Flammen in einem der schönsten Nationalparks Deutschland – und kommen dabei immer mehr an den Rand ihrer Kräfte: Hunderte Einsatzkräfte der Feuerwehren sind noch immer in der Sächsischen Schweiz unterwegs, versuchen die Brände zu löschen. Die gute Nachricht am Rand der Feuer-Katastrophe: Die Solidarität ist groß – schon in den vergangenen Tagen gab es immer mehr Spenden-Aktionen. KURIER verrät, wie jeder den Feuer-Helden helfen kann.

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Schon in den ersten Tagen nach dem Brandausbruch begannen die unterschiedlichsten Initiativen, Spenden zu sammeln – Privatleute brachten etwa Getränke, Müsliriegel und Würstchen zum Stützpunkt der Feuerwehr im sächsischen Bad Schandau, von wo die Einsätze koordiniert werden.

Stadtverwaltung Bad Schandau übernimmt Organisation der Spenden

Inzwischen hat die Stadtverwaltung der Kleinstadt die Organisation übernommen, in den Büros laufen die Fäden für Spenden- und Helferkoordination zusammen. Denn: „Die Herausforderung ist, dass sich das alles immer auch schnell ändern kann“, sagte Annett Peters, Mitarbeiterin im Rathaus Bad Schandau, der „Sächsischen Zeitung“. So seien etwa zwischendurch Unmengen an Bananen vorrätig gewesen, dazu jede Menge Süßgetränke – dafür fehlte es an anderen Dingen. Wer Spenden will, sollte das vorher abklären – Informationen gibt es auf der Internetseite der Stadt Bad Schandau (www.bad-schandau.de).

Der Wald brennt im Nationalpark Sächsische Schweiz. Seit Tagen kämpfen die Feuerwehrleute gegen die Flammen.
Der Wald brennt im Nationalpark Sächsische Schweiz. Seit Tagen kämpfen die Feuerwehrleute gegen die Flammen. dpa/Robert Michael

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Inzwischen wurde auch ein Spendenkonto ins Leben gerufen – damit auch Menschen helfen können, die etwas entfernt leben. „Ich sage Ihnen als Feuerwehrfrau: Das kommt alles an die richtige Stelle“, sagt Petters. Gespendet werden kann unter IBAN DE30 8505 0300 3000 0300 17, Ostsächsische Sparkasse Dresden, Inhaber: Stadtverwaltung Bad Schandau, Betreff: Waldbrand Winterberg. Auf der Website der Stadtverwaltung kann auch per Paypal gespendet werden. „Das Ausstellen einer Spendenquittung ist auf Wunsch möglich“, heißt es.

Waldbrand in Sachsen: Freiwillige Feuerwehr von Nachwuchssorgen geplagt

Die Solidarität und die Bereitschaft zu spenden sind groß – doch die Waldbrände in der Sächsischen Schweiz zeigen auch ein anderes Problem auf: Es gibt große Nachwuchssorgen. Zwar werden die Feuerwehrleute als Helden bejubelt. Aber das helfe nicht. „Klatscht nicht, sondern kommt zu uns“, sagt ein Feuerwehrmann aus Bad Schandau der „Bild“. „Lasst euch zur Rettungskraft ausbilden. Wir können jeden gebrauchen.“ Nur acht Berufsfeuerwehren gebe es in Sachsen, dafür 419 Freiwillige Feuerwehren, schreibt das Blatt.

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Am Sonnabend waren bei der Brandbekämpfung in Sachsen 350 Leute im Einsatz. Inzwischen sind 13 Hubschrauber für Löschflüge vor Ort. Zudem sind Quads geordert worden, mit denen die Versorgung der Löschtrupps einfacher und schneller erfolgen kann.

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Am Freitagabend waren bei einem Erkundungsflug eines Hubschraubers weitere Brände mit starkem Rauch entlang der deutsch-tschechischen Grenze im Bereich des Zschand und der Partschenhörner entdeckt worden. Nach Angaben der Behörden sind bisher vier Feuerwehrleute bei dem Einsatz verletzt worden. Zwei von ihnen mussten stationär behandelt werden. Verletzte unter der Bevölkerung gebe es bislang nicht.