Das Hochwasser hat im Norden von Ischia große Schäden angerichtet.
Das Hochwasser hat im Norden von Ischia große Schäden angerichtet. dpa/Alessandro Garofalo

Die dramatischen Bilder vom Wochenende haben sich eingebrannt: Starkregen und Wind hatten am Samstagmorgen die italienische Mittelmeerinsel Ischia im Golf von Neapel heimgesucht und für heftige Überschwemmungen gesorgt. Nun ist die Zahl der Todesopfer auf acht angestiegen.

Unwetter auf Ischia: Achtes Todesopfer gefunden

Wie die italienischen Behörden mitteilen handelt es sich bei der gefundenen Leiche um die sterblichen Überreste eines Mannes. Er wurde in Casamicciola gefunden, einem der schwer von Starkregen und Sturm getroffenen Orte im Norden der Insel. Ob es bei acht Todesopfern bleiben wird, ist unklar. Noch immer werden vier Personen vermisst. Nach ihnen wird weiterhin gesucht. 

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Es ist ein Bild der Zerstörung, dass sich im Norden von Ischia bietet.
Es ist ein Bild der Zerstörung, dass sich im Norden von Ischia bietet. dpa/Alessandro Garofalo

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Am späten Sonntagabend hatte die Präfektur im süditalienischen Neapel noch sieben Todesopfer bestätigt und nähere Details bekannt gegeben: Demnach waren unter ihnen ein erst 22 Tage altes Baby, ein 11 Jahre alter Junge und dessen 6-jährige Schwester. Zudem entdeckten die Einsatzkräfte drei tote Frauen und einen Mann. Eine der Frauen soll eine 64 Jahre alte Bulgarin gewesen sein, die anderen drei sollen von Ischia stammen. 

Unwetter auf Ischia: Notstand ausgerufen

Starke Regenfälle hatten zu Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. Besonders betroffen war der Nordteil der Insel. Zahlreiche Gebäude wurden in Mitleidenschaft gezogen. Schlammmassen trieben durch die Straßen bis in die Häuser, zerstörten Autos und rissen sie ins Meer. Die Regierung in Rom rief am Sonntag den Notstand aus und sicherte zwei Millionen Euro an Hilfsgeldern für die größte Insel im Golf von Neapel zu.

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Auf Ischia kommt es immer wieder zu Erdrutschen. Seit 1910 starben mehr als 30 Menschen auf der Insel durch Erdrutsche, zuletzt starb im Jahr 2015 eine Person. Getan wurde in den vergangenen Jahren jedoch wenig, wie Kritiker nach dem neuerlichen Unglück anmerkten. Die Behörden hätten zu wenig für den Schutz der Häuser an den bebauten Hängen der Insel unternommen. Zudem sollen einige Häuser laut Medienberichten ohne entsprechende Prüfungen und Genehmigungen gebaut worden sein.