Drei Männer beobachten die Flammen eines Waldbrandes bei Korinth. Foto: dpa/Petros Giannakouris

Nach längerer Trockenheit sind in Griechenland 54 Waldbrände ausgebrochen. Der größte Brand wütet seit Mittwoch nahe der Stadt Korinth 90 Kilometer westlich der griechischen Hauptstadt Athen auf der Halbinsel Peloponnes. Die Löscharbeiten gestalten sich schwierig, da heftige Brände die Flammen immer wieder anfachen.

Am Donnerstagmorgen hatte Feuerwehrsprecher Wassileios Vathrakogiannis dem Griechischen Rundfunk gesagt, dass die Feuer teilweise unter Kontrolle gebracht wurden. „Wir setzen starke Einheiten ein und hoffen, den Brand vollständig löschen zu können“, sagte er. In der Spitze waren 270 Einsatzkräfte, vierzig Fahrzeuge, drei Löschflugzeuge und sechs Hubschrauber im Einsatz. Doch der Wetterbericht spielt den Rettungskräften nicht gerade in die Karten. Für die kommenden Tage sind Temperaturen um die 35 Grad und böiger Wind angesagt. An vielen Stellen sei das Feuer komplett außer Kontrolle, wie Vassilis Nanopoulos, Bürgermeister von Korinth, sagte.

Laut der griechischen Nachrichtenagentur Ana wurde bereits am Mittwoch unter anderem ein Heim für Menschen mit Behinderung und ein Ferienlager evakuiert. Einige Häuser und landwirtschaftlich genutztes Land seien zerstört worden. Die Flammen bedrohen zudem einen Stützpunkt der griechischen Armee, auf dem Munition gelagert wird.