Tandemsprung aus luftiger Höhe: Fallschirmspringen gilt als Extremsport, doch Experten halten das Risiko für überschaubar.
Tandemsprung aus luftiger Höhe: Fallschirmspringen gilt als Extremsport, doch Experten halten das Risiko für überschaubar. imago (Symbolbild)

Fallschirmspringen gilt als Extremsport: Durchschnittlich sechs Deutsche sterben pro Jahr bei Fallschirm-Unglücken, tatsächlich sinkt aber das Risiko von tödlichen Zwischenfällen, weil sich die Zahl von Fallschirmsprüngen in Deutschland und Urlaubsländern erhöht hat. Mit gerade einmal 0,026 Prozent beziffert der Deutsche Fallschirmsport Verband e.V. die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls, die eines Todesfalls bei einem missglückten Sprung mit 0,0013 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit eines Autounfalls sei viel höher, sagen Experten.

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14-Jähriger kam mit seinen Eltern zum Flugplatz, Sprungpartner erfahrener Fallschirmspringer

Trotz dieses eigentlich überschaubaren Risikos springt bei unerfahrenen Fallschirmspringern die Angst mit. Bevor man sich traut, selbst zu springen, eröffnet ein Tandem-Sprung die Möglichkeit, sich wortwörtlich in die Arme eines erfahrenen Begleiters oder einer Begleiterin zu begeben.

So auch im Falle des Fallschirmsprungs am Flugplatz Eisenach-Kindel in Thüringen, der am Samstagvormittag nicht wie geplant ablief. Mit seinen Eltern war ein 14-Jähriger zum Flugplatz gekommen. Der Begleiter des Tandem-Sprungs ein erfahrener Fallschirmspringer, laut ‚Bild‘ hauptberuflich Bundeswehrsoldat.

Fallschirm-Tragödie: bei der Landung aus ungeklärter Ursache ins Taumeln geraten

Laut den Ermittlungen verlief der Absprung zunächst normal, 4000 Meter sei eine übliche Sprunghöhe. Bei der Landung seien der 46-Jährige und der Teenager dann aus ungeklärter Ursache ins Taumeln geraten und auf eine Wiese am Flugplatzgelände gestürzt. Der 14-Jährige sei noch am Unfallort gestorben. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

Der Mann überlebte und wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Laut ‚Bild‘ hatten die Eltern des Verunglückten ihr Kind mit eigenen Augen in den Tod springen sehen. „Die Eltern standen hier und mussten es mit ansehen. Das ist der absolute Horror.“