Verschiedene Tabletten und Pillen (Symbolfoto) Foto: imago images/Shotshop

Eine 35 Jahre alte Frau aus Hamburg soll versucht haben, ihre vierjährige Tochter mit Medikamenten zu töten. Die Frau habe das Kind drei Tage vor Silvester mit Verdacht auf Schädelprellung ins Kinderkrankenhaus Wilhelmsburg gebracht, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Liddy Oechtering, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Weil sein Zustand sich verschlechtert habe, sei das kleine Mädchen von dort ans Kinder-UKE überwiesen worden. Aufgrund neurologischer Auffälligkeiten habe sich dort der Verdacht einer Medikamentenvergiftung ergeben.

Die Reaktionen des Kindes seien nicht allein durch die Schädelprellung zur erklären gewesen. Am vergangenen Freitag hätten die Ärzte dann Strafanzeige erstattet. Der Verdacht sei schnell auf die Mutter gefallen. „Wir ermitteln wegen des Verdachts auf ein versuchtes Tötungsdelikt“, sagte Oechtering. „Die Ermittlungen befinden sich noch ganz am Anfang.“ Es werde aber geprüft, „ob eine psychische Erkrankung Hintergrund der möglichen Tat sein könnte“.

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Das Kind sei inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen worden und befinde sich in staatlicher Obhut - ebenso wie ein jüngeres und ein etwas älteres Geschwisterkind. Die Mutter, eine Deutsche, blieb zunächst auf freiem Fuß.