Hunde gehören ins Auto und nicht auf die Autobahn. Symbolfoto: imago images/Shotshop

Hunde sind des Deutschen liebstes Haustier – doch manchmal führen die Bellos und Fiffis des Landes auch gern ein unberechenbares Eigenleben. Die Polizei in Trier kann davon ein Liedchen singen, denn hier sorgte ein ausgebüxter Hund am Wochenende beinahe für ein Verkehrschaos. Er hatte sich verlaufen – und war als „Geisterhund“ geradewegs auf die Autobahn marschiert.

Zu dem denkwürdigen Einsatz kam es bereits am Sonnabend. Laut einer Mitteilung der Polizei sorgte der entlaufene Hund „für stellenweise erhebliche Verkehrsbehinderungen und kurzfristige Vollsperrungen auf der BAB 64 zwischen der Anschlussstelle Trier und dem Grenzübergang zu Luxemburg“. Ob sich der Hund vom Herrchen losgerissen hatte oder aus welchen Gründen er allein unterwegs war, blieb zuerst unklar. Die Beamten der Autobahnpolizei rückten aus, unterstützt von Einsatzkräften der Bundespolizeiinspektion Trier.

Das Tier sei zunächst mehr als sieben Kilometer als „Geisterhund“ entgegen der Fahrbahn auf der Autobahn in Richtung Luxemburg gelaufen. Es habe mehrere Versuche gegeben, ihn auf der Sauertalbrücke einzufangen, doch alle seien gescheitert, so die Polizei. Dann sei der Hund umgedreht und zurück in Richtung Trier gelaufen. Die Polizei weiter: „In Höhe des Parkplatzes Sauertal suchte der völlig verängstigte und erschöpfte Hund schlussendlich Zuflucht unter einem gestoppten Sattelzug, wo er durch die Polizeibeamten umstellt und festgenommen werden konnte.“ Der Hund sei danach wieder seinem Besitzer übergeben worden.

Lesen Sie dazu auch: Eichhörnchen Puschel ist Berlins süßester Internet-Star! >>

Besonders den Kollegen der Autobahnpolizei dürfte der Einsatz bekannt vorgekommen sein – denn in der Region gab es 2016 einen ähnlichen Fall, der aber leider nicht so glimpflich ausging. Der Fahrer eines VW musste damals auf der Autobahn abbremsen, weil ein Hund auf der Straße lieb. Ein nachfolgendes Auto fuhr auf. Zwei Menschen verletzten sich bei dem Unfall, es entstand ein Sachschaden in Höhe von 15.000 Euro. Der Hund – vermutlich ein Husky - lief weg.