Alte Menschen werden zuerst geimpft, auch in Amerika. Foto: Imago/photothek

Einmal war die Masche erfolgreich - beim zweiten Versuch flog sie auf: Als Seniorinnen verkleidet wollten sich zwei jüngere Frauen im US-Bundesstaat Florida Corona-Impfungen erschleichen. Der Gesundheitsbeamte Raul Pino schilderte die Episode am Donnerstag bei einer Pressekonferenz, um zu verdeutlichen, dass es im Orange County nicht an Impfwilligen mangelt.

„Wir haben sogar Menschen, die vorgeben, alt zu sein, um geimpft zu werden“, sagte Pino. Am Mittwoch seien die beiden Frauen in dem Impfzentrum aufgefallen, die sich mit Hauben, Handschuhen und Brillen als „Omis“ verkleidet hätten und - mit gültigen Impfausweisen der Gesundheitsbehörde - ihre zweiten Impfdosen bekommen wollten. „Ich weiß nicht, wie sie das erste Mal entwischt sind“, sagte Pino.

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US-Medien veröffentlichten Videos der Körperkameras von Polizeibeamten, die die Frauen zur Rede stellten und ihren „Egoismus“ anprangerten. „Sie haben jemanden um seine Impfung gebracht, der sie dringender braucht als Sie“, schimpfte einer. Strafrechtliche Konsequenzen müssten die Frauen nicht befürchten, berichtete die „New York Times“. Erneut geimpft wurden sie aber nicht.