Feuerwehrkräfte haben vor einer Garage in Neu-Isenburg ein Zelt aufgebaut. Hier wurde radioaktives Material gefunden. dpa/5vision.media

Damit hätte wohl niemand gerechnet! Beim Aufräumen einer Garage hat ein Mann in Neu-Isenburg (Hessen) einen Behälter mit radioaktivem Material gefunden und einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Der Behälter sei am Montagabend von Spezialisten der Feuerwehr gesichert und in einem Fass verschlossen worden, sagte ein Sprecher der Polizei.

Immerhin: Der Mann, nach ersten Erkenntnissen ein Mitbenutzer der Garage, sei nicht verletzt worden. „Er wurde zur Sicherheit vor Ort und im Krankenhaus untersucht, konnte aber sofort wieder entlassen werden“, berichtete der Sprecher.

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Die bleiummantelte Dose habe die Aufschrift „Uranerz“ getragen. Der Mann habe sie entdeckt und die Feuerwehr informiert. Die Einsatzkräfte stellten demnach fest, dass es sich bei dem Inhalt um das Iridium-Isotop Iridium-192 handelte. An dem Behälter sei eine vorhandene radioaktive Strahlung von etwa 16 Millisievert festgestellt worden. Das entspricht etwa der Strahlenbelastung bei einer Ganzkörper-Computertomografie.

Wie das Iridium in die Garage gelangte, war zunächst nicht bekannt. Die Polizei ermittelt.