Eine überschwemmte Kreuzung in Ansbach (Bayern).  dpa/Nicolas Armer

Gibt das Extremwetter denn gar keine Ruhe mehr? 

Ehe wir über die neuen Ausschläge in Deutschland reden ein kurzer Blick in den Südwesten Europas. Auf der iberischen Halbinsel wird es nämlich heute und morgen heiß, richtig heiß. In Spanien und Portugal sind Höchstwerte von über 45 Grad (!) möglich. Da wird es für viele ernsthaft gesundheitsgefährdend.

Und: Der aktuelle Temperaturrekord für Europa könnte wackeln. Der liegt aktuell bei 48,0 Grad, aufgestellt in Griechenland im Jahr 1977.  

Neuer Hitze-Rekord für Europa? 

Diese heißen Luftmassen kommen in den nächsten Tagen auch zu uns. Glücklicherweise kühlen sie sich auf dem Weg zumindest ein bisschen ab. Am Montag erwarten die Meteorologen im Süden und im Osten des Landes Werte über 30 Grad. Am Dienstag verschärft sich die Hitze vor allem im Osten noch einmal. Zwischen Vorpommern und der Lausitz sind Temperaturen bis zu 34 Grad vorhergesagt. Auch in Berlin klettert das Thermometer sicher über die 30-Grad-Marke. 

Da es im Westen Deutschlands deutlich kühler bleibt, bildet sich erneut eine gefährliche Luftmassengrenze. Neue Unwetter ziehen auf. „Diesmal ist vor allem der Starkregen ein Thema, da kommen wirklich enorme Niederschlagsmengen zusammen“, sagt Julia Eckert von wetter.net. Schon für den Sonntagnachmittag werden für den Osten Deutschlands kräftige Gewitter vorhergesagt. Dabei sind auch Hagel und Sturmböen möglich. 

Unwetter mit Hagel, Sturm und Starkregen im Osten

Erst am Mittwoch beruhigt sich die Lage im Osten wieder, es wird schlagartig zehn Grad kühler. 

Zuvor ziehen am Samstagabend im Südwesten Deutschlands schwere Unwetter auf. Gewitter, Starkregeln, Hagel und schwere Sturmböen sind auch dort wahrscheinlich. Am Sonntag ziehen die Unwetter dann Richtung Osten.  

1,7 Milliarden Schaden durch Unwetter

Die Versicherungswirtschaft hat dieser Tage veröffentlich, dass das Extremwetter allein im Juni 2021 Schäden in Höhe von 1,7 Milliarden Euro angerichtet haben. „Und die Unwetter-Saison hat gerade erst angefangen“, sagt Dominik Jung von wetter.net. Er befürchtet den „teuersten Wetter-Sommer aller Zeiten“. 

Auch in den kommenden Tagen würden wieder viele Keller voll Wasser laufen. Die Schadenssumme werde also wieder wachsen. 

Immerhin - eine Hoffnung gibt es: Langzeitprognosen sehen eine Beruhigung im letzten drittel des Monats. Dann könnte es endlich mal stabiles Sommerwetter in Deutschland geben. Noch sind die Meteorologen da aber sehr vorsichtig.