Leere Impfstoffbehälter von Astrazeneca imago/Zahim Mohd

Die Nachricht kommt zur Unzeit: Eine neue Studie zeigt bisher unbekannte Risiken des Impfstoffs von Astrazeneca auf. Auch ältere Frauen können in seltenen Fällen von Blutgerinnseln betroffen sein, die Hirnthrombosen auslösen können. Ausgerechnet für diese Gruppe empfiehlt aber die Ständige Impfkommission (StiKo) den Impfstoff. 

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Nach Thrombose-Fällen bei jüngeren Patientinnen und Patienten hatte die StiKo empfohlen, den Impfstoff an Menschen unter 60 Jahren nicht mehr zu verimpfen. Dennoch wird Astrazeneca vorwiegend über Hausarztpraxen an Impfwillige nach einem Beratungsgespräch verabreicht. In der nun als Preprint veröffentlichten Studie deutscher Neurologen wird darauf hingewiesen, dass auch bei über 60-jährigen Frauen das Hirnthrombose-Risiko erhöht sei, wenngleich derartige Fälle aber sehr selten aufgetreten seien.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte eine sofortige Freigabe des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca für alle Impfwilligen gefordert. An diesem Donnerstag wolle er mit seinen Länderkollegen darüber reden, kündigte er am Mittwochabend in der WDR-Fernsehsendung „Aktuelle Stunde“ an. In Berlin ist Astrazeneca bereits ohne Einschränkungen freigegeben, wird in den Impfzentren aber nicht mehr verabreicht, sondern nur bei den Hausärzten.