Mit nur 67 Jahren muss Bruce Willis seine Film-Karriere beenden. AFP/Angela Weiss

Schock für alle Bruce-Willis-Fans! Nie wieder „Stirb langsam“, auch kein anderer Action-Film mehr: Hollywood-Actionstar Bruce Willis (67) ist so krank, dass er seine Film-Karriere beenden muss. Auf Instagram teilt seine Familie mit, „dass unser geliebter Bruce einige gesundheitliche Probleme erlebt hat, und dass bei ihm vor kurzem eine Aphasie diagnostiziert wurde, die seine kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigt“.

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Willis beende seine Filmkarriere, „die ihm so viel bedeutet hat“, erklärt die Familie. „Das ist eine sehr herausfordernde Zeit für unsere Familie, und wir schätzen eure Liebe, euer Mitgefühl und eure Unterstützung“, heißt es in einer Mitteilung an die Adresse der Fans des Schauspielers.

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Was ist eine Aphasie? Dabei handelt es sich um eine Sprachstörung, die Folge eines Schlaganfalls sein kann.  Unter den Patienten mit einem erstmaligen Schlaganfall weisen ca. 30 Prozent eine Aphasie auf. Die Krankheit äußert sich meist in Wortfindungsstörungen. Betroffene verwechseln Wörter und ihre Bedeutung, verdrehen beim Sprechen Buchstaben (zum Beispiel Bansane statt Banane). Hoffnung für Bruce Willis macht: Bei über 40 Prozent aller Patienten mit dieser Krankheit verschwinden die Symptome innerhalb eines halben Jahres wieder.

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Auch Demi Moore, seine Ex-Frau, steht jetzt an der Seite von Bruce Willis

Sowohl seine Tochter Rumer als auch seine Ex-Frau Demi Moore posteten auf Instagram unter einem Foto, das Bruce Willis grinsend im Bademantel zeigt, die Nachricht, die allein auf Moores Account innerhalb weniger Stunden über 215.000 Likes bekommt und knapp 10.000 Mal kommentiert wird. Sie schreiben, dass die Familie das als Einheit durchstehen wird. Getreu dem Lebensmotto von Bruce Willis: „Live it up!“ (frei übersetzt: Nimm das Leben, wie es ist und genieße es). Unterschrieben sind die Zeilen mit „In Liebe, Emma, Demi, Rumer, Scout, Tallulah, Mabel & Evelyn“.

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Mit Demi Moore, mit er von 1987 bis 2000 verheiratet war, hat Bruce Willis drei Töchter: Rumer, Scout LaRue und Tallulah Belle. Mit dem Fotomodell Emma Heming ist Willis seit 2009 verheiratet, Mabel und Evelyn sind ihre gemeinsamen Töchter. Sieben Frauen, die Bruce Willis in diesen schwierigen Zeiten gemeinsam auffangen. Denn auch seine Ex, Demi Moore, und seine heutige Frau, Emma Heming, verstehen sich gut, sind sogar befreundet.

Auf die Nachricht der Sieben antworten auch viele andere Stars. Jamie Lee Curtis („Halloween“) schreibt: „Gnade und Mut! Liebe für euch alle!“ Und Schauspielerin Debi Mazar („Wonder Wheel“) kommentiert: „Wir lieben Bruce so sehr, er hat uns so viel gegeben! Was für eine aufregende Karriere. Möge er ausruhen und sich erholen.“ So wie sie denken wohl Millionen Fans.

In der Rolle, die ihn berühmt machte: Bruce Willis als John McClane in „Die Hard – Stirb Langsam“ von 1988. Imago Images/Mary Evans

Die Ankündigung der Krankheit kommt für die Öffentlichkeit überraschend. Bis vor kurzem hatte Willis noch an zahlreichen Filmprojekten mitgearbeitet, von denen einige noch in diesem Jahr erscheinen sollen. So wird der Actionstar im Thriller „A day to die“ (Ein Tag zum Sterben) einen korrupten Polizeichef spielen, und in „Gasoline Alley“ ist er in der Rolle des Polizeiermittlers Freeman zu sehen.

Der Trailer zum Action-Thriller „A day to die“.

Youtube/Movieclip Trailers

Noch im vergangenen Jahr sagte Bruce Willis in einem Interview zum Filmstart von „Cosmic Sin“, dass für ihn Kürzertreten nicht in Frage komme: „Vielleicht bin ich in diesem Film etwas langsamer aufgestanden, als ich hingefallen bin“, gab er im Gespräch mit t-online zu, „doch ich schreibe das nicht dem Alter zu. Ich mache immer noch das Gleiche wie früher, ich trage immer noch die gleichen Klamotten, ich trainiere immer noch, ich drehe immer noch Filme.“

Und fügte in dem Interview dazu: „Leute leben heutzutage länger und sind auch viel länger fit. Wer schreibt eigentlich vor, dass man mit Mitte Sechzig in Rente gehen muss – egal ob man will oder nicht?“, so der Schauspieler. Jetzt zwingt ihn die Krankheit dazu.

„Yippie-Yah-Yeah, Schweinebacke“: Bruce Willis ist einer der größten Hollywood-Stars

Der 1955 in Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz als Sohn eines US-Soldaten und einer Deutschen geborene Willis wurde 1985 mit der TV-Detektivserie „Das Model und der Schnüffler“ („Moonlighting“) bekannt, mit „Stirb langsam“ wurde er dann zum Superstar. In dem Actionkracher aus dem Jahr 1988 gibt Willis einen harten Polizisten in New York, der es mit einer Gruppe von Terroristen aufnimmt, die in einem Hochhaus Geiseln gekommen haben. Den Cop John McClane, der nicht aufgibt, um seine Frau zu retten. Im weißen Feinripp-Unterhemd, mit blutigen Füßen – schlagkräftig, gewitzt und immer einen witzigen Spruch auf den Lippen. Ein Spruch seiner Filmfigur ging in die Filmgeschichte ein: „Yippie-Yah-Yeah, Schweinebacke“ (im Original:„Yippee-ki-yay, motherfucker“) .

Neben Action- und Science-Fiction-Filmen wie „Pulp Fiction“, „12 Monkeys“, „Das fünfte Element“ oder „Armageddon – Das jüngste Gericht“, spielte Willis auch in Dramen wie „The Sixth Sense“ oder „Unbreakable – Unzerbrechlich“ und Komödien wie „Der Tod steht ihr gut“ oder „Kuck mal, wer da spricht!“ mit. Zudem arbeitete er als Synchronsprecher, Produzent und gründete gemeinsam mit anderen Schauspielern die Restaurantkette „Planet Hollywood“.

Zweimal rockte Bruce Willis mit seiner Band in Berlin – und Demi Moore tanzte dazu

Auch als Sänger hatte Bruce Willis Erfolg: Unter dem Pseudonym Bruno stürmte er Ende der 80er die Charts, mit „Under the boardwalk“ kam er in England sogar bis auf Platz 2. Zweimal rockte der Hollywood-Star mit Band auch in Berlin. Einmal im Tränenpalast am S-Bahnhof Friedrichstraße und 1996 zur Berlinale in der Universal Hall an der Gotzkowskybrücke. Unvergessen die Go-Go-Tänzerinnen, die auf einer Empore mittanzten. Eine von ihnen: Demi Moore.

Für seine Erfolge in der Branche erhielt Willis unter anderem einen Golden Globe und zwei Emmys, außerdem hat er einen Stern auf Hollywoods Walk of Fame. Zuletzt musste er allerdings auch einen Schmähpreis hinnehmen: Die Veranstalter der „Goldenen Himbeere“ oder „Razzies“ dachten sich in diesem Jahr für ihn eine Sondersparte aus, mit der Begründung, er habe 2021 gleich acht schlechte Rollen gehabt, darunter in Filmen wie „American Siege“, „Deadlock“ und „Cosmic Sin“.