Viele von uns duschen jeden Tag - doch manch einer verzichtet auch gern darauf. Foto: imago/Westend61

Hand aufs Herz: Wie oft und wann steigen Sie unter die Dusche? Einmal am Tag? Zweimal? Morgen? Abends? Oder sogar beides? Das tägliche Duschen gehört für die meisten von uns zum Alltag, ist ein fester Teil der Körperhygiene. Aber: Was macht das mit unserem Körper? Der Wissenschaftsjournalist James Hamblin wollte testen, was mit seinem Körper passiert, wenn er nicht mehr duscht – hier ist das Ergebnis…

Was passiert, wenn man nicht duscht? ER wollte es herausfinden

Für viele ist es unvorstellbar, aber der 39-jährige Journalist und Buchautor aus Amerika hat ganze fünf Jahre aufs Duschen verzichtet! 2016 hörte er damit auf. Der Grund: Er wollte wissen, wie sich seine Haut verändert. Unterstützend kam hinzu, dass er erst kurz vorher aus finanziellen Gründen in eine kleinere Wohnung zog, berichtet das News-Portal SRF. Eine ohne Dusche.

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Fünf Jahre ohne duschen – das hört sich merkwürdig an. Natürlich verzichtete Hamblin nicht auf tägliche Hygiene – nur wusch er sich stattdessen eben, vor allem an den „wichtigen“ Stellen. Also: Im Gesicht, unter den Achseln, im Intimbereich. Seine Haut sei nach und nach weniger fettig gewesen, zudem habe er weniger Ausschlag bekommen, berichtet er. Denn: Zu häufiges Duschen zerstöre den natürlichen Schutzfilm der Haut.

Wochen ohne duschen: So veränderte sich der Körpergeruch

Auch der Körpergeruch veränderte sich. „Zwar rieche ich heute nicht mehr nach Kiefer und Lavendel, aber auch nicht mehr so streng wie früher, wenn ich mal das Deo vergessen habe“, beschreibt der Journalist seine Erfahrungen. Denn der Schutzmantel der Haut habe sich nach und nach wieder aufgebaut.

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Seine Freundin habe zu ihm gesagt, er rieche jetzt „wieder nach Mensch“. Zudem schlage sich die körperliche Verfassung mehr auf den Geruch nieder. „Wenn ich gestresst bin, riecht der Körper stärker. Oder wenn ich krank bin.“

Doch es gibt auch andere Erkenntnisse. Laut dem Bericht fiel Hamblin auch auf, wie paradox unsere Pflegeprodukte seien. Denn: „Sie animieren uns dazu, immer mehr Produkte zu kaufen.“ So wasche man etwa mit Shampoo gegen fettiges Haar die natürliche Fettschicht weg, um die Haare danach mit Feuchtigkeitslotion zu behandeln. Auf all das kann er nun verzichten – und tut damit auch was für die Umwelt, etwa gegen die Abholzung der Regenwälder zur Palmöl-Gewinnung.