Spürhunde sollen eine Infektion erschnüffeln. (Symbolbild)
Spürhunde sollen eine Infektion erschnüffeln. (Symbolbild) dpa/Ole Spata

Können wir uns vielleicht bald teure Corona-Tests ersparen und uns von klugen Hunden mit guten Nasen beschnüffeln lassen? Und Bello macht dann „wuff“, was so viel heißt wie „positiv“? Sicher noch Zukunftsmusik, aber theoretisch wohl möglich. In Hessen sollen jedenfalls Spürhunde helfen, Corona-Infektionen frühzeitig zu erschnüffeln. Einen entsprechenden Modellversuch in Zusammenarbeit mit der Uni Mainz stellte Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Montag in Wiesbaden vor.

In einem dortigen Heim soll die Fähigkeit der Spürhunde zum Erkennen der Infektionsmerkmale zunächst anhand von Proben anonym und ohne direkten Kontakt mit den Bewohnern getestet werden. Die Proben der Infizierten werden dazu in wechselnde Fächer gelegt und von den Tieren am Geruch erkannt werden.

Ziel sei aber, dass die Tiere bei einem Erfolg des Modellversuchs später direkt bei den Bewohnern von Altenpflegeheimen mögliche Infektionen mit dem Coronavirus früh erkennen und so zum Beispiel einen Schnelltest ersetzen können, sagte ein Ministeriumssprecher. Der Einsatz von Spürhunden erscheine sehr vielversprechend, sagte Sozialminister Klose. Ausgebildete Spürhunde seien aufgrund ihres guten Geruchssinns in der Lage, bestimmte Erkrankungen oder Infektionen anzuzeigen.

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