Will man während eines Stromausfalls nicht im Dunkeln sitzen, sollte man daheim immer einen Grundvorrat an Kerzen und Teelichtern haben. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Laut Wetter-Experten liegt vor Deutschland ein heftiges Wochenende – viele Regionen schlittern buchstäblich in eine Wetterlage, die es in den vergangenen Jahren nicht gegeben hat. Vor allem im Norden dürften viele bibbern. Experten warnen vor einem Blackout. Aber: Wie rüstet man sich für eine  Katastrophen-Situation?

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Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat für solche Fälle eine Checkliste erstellt, die beim Vorbereiten auf Notsituationen helfen soll. Die Behörde warnt auf der eigenen Website: „Ein Feuer, ein Unfall oder eine Katastrophe kommen meistens völlig unerwartet. Wenn die Wasserversorgung zusammenbricht, kann man keine Wasservorräte mehr anlegen. Wenn der Strom flächendeckend ausfällt, können Sie keine Vorräte mehr einkaufen. Sorgen Sie also vor!“

Die Checkliste gibt einen Überblick über die Dinge, die für Notfälle vorbereitet und eingelagert werden sollten. Wichtig sind dabei vor allem Vorräte, um einen längeren Zeitraum ohne Einkauf überstehen zu können. Es wird hier etwa dazu geraten, 20 Liter Wasser zu bunkern, ein Zehn-Tage-Vorrat für einen Erwachsenen. 1,5 Liter pro Tag seien dabei zum Trinken gedacht, der halbe Liter werde aufgeschlagen, „um unabhängig von der öffentlichen Trinkwasserversorgung auch über Wasser zur Zubereitung von Lebensmitteln zu verfügen“.

Pro Person: 3,5 Kilo Reis und Nudeln und 2,5 Kilo Obst

Auch bei den Lebensmitteln dürfte es in vielen Vorratsschränken prekär werden – die Hamsterkäufe zu Beginn der Corona-Pandemie zeigten, dass nur die wenigsten auf Katastrophenlagen vorbereitet sind. Empfohlen werden pro Person für zehn Tage etwa 3,5 Kilogramm Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln, Nudeln oder Reis, außerdem vier Kilogramm Gemüse und Hülsenfrüchte, 2,5 Kilogramm Obst und Nüsse sowie 2,6 Kilogramm Milch und Milchprodukte. Auch Fisch, Fleisch und Eier sollten besorgt werden. Dazu rät das Amt: „Bitte beachten Sie, dass frische Eier nur begrenzt lagerfähig sind, Volleipulver ist hingegen mehrere Jahre haltbar“.

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Neben den Lebensmitteln sollte darauf geachtet werden, dass die Hausapotheke gut bestückt ist, etwa mit Schmerzmitteln, Desinfektionsmitteln, Medikamenten gegen Erkältungskrankheiten und Durchfall und einem Fieberthermometer. Falls es zum Blackout kommt, seien Kerzen, Teelichter, Streichhölzer, Taschenlampen und genug Reservebatterien nötig. Außerdem ist es gut, im Haushalt ein batteriebetriebenes Radio zu haben – denn ohne Strom geben die meisten Geräte, die heute genutzt werden, schon nach kurzer Zeit den Geist auf.

Ob solche Maßnahmen wirklich nötig sind, wird sich erst in den kommenden Tagen zeigen. Fakt ist: In einigen Ecken Deutschlands könnte es tatsächlich richtig ungemütlich werden. Einzelne Prognosen gehen von bis zu einem halben Meter Schnee aus. Und Experten warnen: An der Grenze zwischen warme und kalter Luft kann es zu Eisregen kommen. Das schwere Eis kann sich an Bäumen und Strommasten festsetzen und diese zum Umknicken bringen. Stromausfälle wie im Winter 2005 im Münsterland wären die Folge.