Belgische Ermittler haben einen international operierenden Drogenring enttarnt. Foto: imago stock&people

Belgische Ermittler haben einen international operierenden Drogenring enttarnt. Infolge von 54 Hausdurchsuchungen in dieser Woche seien 29 Menschen festgenommen worden, teilte die belgische Staatsanwaltschaft mit. Der Nachrichtenagentur Belga zufolge waren drei Polizisten und ein ehemaliger Polizist darunter.

Gegen 16 Verdächtige sei bereits Haftbefehl erlassen worden - unter anderem wegen Drogenschmuggels, Geldwäsche und der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Eine Person wurde unter Auflagen freigelassen, zwei weitere konnten nach einer Anhörung gehen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Begonnen hatten die Ermittlungen 2019 mit dem Fund von rund 2800 Kilogramm Kokain in einem Container, der für die belgische Stadt Maasmechelen bestimmt war. Später wurde eine weitere Lieferung mit einem Umfang von 650 Kilogramm beschlagnahmt. Zudem scheine die Organisation zehn weitere Lieferungen Kokain importiert zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Nehme man an, dass die Mindestmenge einer Lieferung bei 650 Kilogramm liege, seien das insgesamt mindestens 6500 Kilogramm gewesen, hieß es.

Bereits am Montag seien unter anderem fast 1,3 Millionen Euro in bar, rund 700 000 Euro auf verschiedenen Konten, verschiedene Waffen und rund 40 Fahrzeuge beschlagnahmt worden. Zugleich habe es weitere Durchsuchungen in den Niederlanden, in Spanien und in Großbritannien gegeben. In den Niederlanden seien drei Personen festgenommen, knapp 67 000 Euro und neun Waffen beschlagnahmt worden. In Spanien gab es den Angaben zufolge eine Festnahme und die Beschlagnahmung von 35 000 Euro, einer Waffe und rund 15 Fahrzeugen.