Haben Sie Schmerzen? Dann werfen Sie doch mal einen Blick ins Fotoalbum.
Haben Sie Schmerzen? Dann werfen Sie doch mal einen Blick ins Fotoalbum. Dietmar Gabbert/dpa-tmn

Ihre Kopfschmerzen gehen nicht weg oder die Prellung am Oberschenkel macht Ihnen ständig zu schaffen? Anstatt eine Schmerzpille zu schlucken, könnten Sie sich dagegen ein altes Fotoalbum mit Bildern aus Ihrer Kindheit anschauen. Laut einer neuen Studie, die jetzt im amerikanischen Fachmagazin Journal of Neuroscience veröffentlicht wurde, kann man durch nostalgische Gefühle den Schmerzpegel runterschrauben.

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Die Forscher der chinesischen Wissenschaftsakademie hatten 26 Freiwillige im mittleren Alter diverse Fotos mit Dingen aus deren Kindheit gezeigt. Darunter bekannte Kinderserien, Schulhofspiele oder Süßigkeiten aus den 1980er-Jahren. Dabei wurde bei den Testpersonen nicht nur die Hirnaktivität gemessen, ein „Hitzegenerator“ am rechten Unterarm löste verschiedene Schmerzstufen aus. Eine zweite Gruppe von Freiwilligen musste ihr Schmerzempfinden einstufen, während man ihnen Bilder aus der heutigen Zeit vorlegte – die keine Nostalgie auslösten.

Positive Emotionen haben einen betäubenden Effekt

Das Ergebnis laut Studienleiter Huajian Cai: „Die Nostalgie-Gruppe war deutlich gegen die verabreichten Schmerzen unempfindlicher als die andere Gruppe. Sie hatten auch beim Ansehen der Kindheitsbilder eine deutlich geringere Aktivität in der Thalamus-Gehirnregion, die mit Schmerzempfinden assoziiert ist.“

Laut der Studie ist Nostalgie eine überwiegend positive Emotion, die einen betäubenden Effekt im Gehirn auslöst. Das Fazit: Nostalgische Bilder könnten anstelle von abhängig machenden Schmerzmitteln gegen kleinere bis mittlere Wehwehchen wie Muskelkater eingesetzt werden.