Das Logo des Video-Streamingdienstes Netflix ist auf dem Display eines Laptops zu sehen. (Symbolfoto) Foto: dpa/Alexander Heinl

Der Streaming-Riese Netflix hat Medienberichten zufolge in den USA einen strengeren Umgang mit der Weitergabe von Passwörtern getestet. Mehrere Nutzer, die offenbar den Netflix-Account von Freunden mitbenutzt hatten, berichteten am Freitag (Ortszeit) bei Twitter über Mitteilungen, die ihnen den Zugang zu der Plattform verwehrten und sie zur Eingabe eines Codes aufforderten.

Die geforderten Codes sendete der Streamingdienst den Berichten zufolge per Mail oder SMS an die Besitzer der Accounts. Auf diese Weise habe Netflix prüfen wollen, ob sich Account-Besitzer und Mitnutzer im selben Haushalt befinden.

Nach einem gescheiterten Zugangsversuch wurden die Mitnutzer aufgerufen, ein eigenes Abo abzuschließen, um weiter Filme und Serien schauen zu können. Netflix habe ihm ein kostenloses Testangebot für 30 Tage vorgeschlagen, schrieb ein Twitter-Nutzer.

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Wie mehrere US-Medien unter Berufung auf den Streaminganbieter berichteten, habe der Test dazu beigetragen, „sicherzustellen, dass Menschen, die Netflix-Konten nutzen, dazu berechtigt sind“. Ob Netflix künftig härter gegen die Weitergabe von Passwörtern vorgehen werde, sei jedoch unklar.

Einer Umfrage der Beratungsfirma Magid zufolge gibt rund ein Drittel der Abonnenten von Streamingdiensten sein Passwort an Menschen weiter, die nicht im gleichen Haushalt wohnen. Diese Praxis ist Netflix seit langem bekannt und wurde von dem Streaming-Riesen bislang toleriert.